Martin Ivancsics erhält Goldenes Ehrenzeichen des Landes Burgenland
Volksgruppen
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil verlieh Martin Ivancsics, dem langjährigen Vorsitzenden des Volksgruppenbeirats, das Goldene Ehrenzeichen des Landes Burgenland. Die Ehrung fand im Rahmen der Übergabe des Vorsitzes des Kroatischen Kultur- und Dokumentationszentrums (HKDC) an Karin Vukman-Artner statt.
V.l.: Landeshauptmann Hans Peter Doskozill, Martin Ivancsics, Bürgermeister Ivan Grujic, Ivancsics-Nachfolgerin beim HKDC Karin Vukman-Artner und Landeshauptmann a.D. Hans Niessl.
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Martin Ivancsics, 74, hat über drei Jahrzehnte die Volksgruppenpolitik im Burgenland maßgeblich geprägt. Als Vorsitzender des Volksgruppenbeirats und Mitbegründer der Ständigen Vorsitzendenkonferenz der autochthonen Volksgruppen setzte er sich unermüdlich für die Belange der Volksgruppen ein.
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„Dein vorbildliches Engagement und dein konsequenter Einsatz haben viel Positives bewirkt“, würdigte Doskozil Ivancsics' Verdienste. Ivancsics gründete das forum4burgenland und war federführend an der Gründung der Vorsitzendenkonferenz beteiligt.
Ein Leben im Dienst der Volksgruppen
Jahrhundertprojekt „Volksgruppenhaus“
Nach 34 Jahren übergab Ivancsics den Vorsitz des HKDC an Karin Vukman-Artner, die die Abteilung für das Minderheitenschulwesen in der Bildungsdirektion Burgenland leitet. Doskozil betonte, dass Ivancsics' Arbeit wesentliche Fundamente für die Weiterentwicklung der Volksgruppen und des interkulturellen Dialogs gelegt habe.

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Hans Niessl erinnerte an Ivancsics' internationalen Austausch, der sogar bis nach Südafrika reichte. „Martin, tu es nicht, wir brauchen dich hier noch!“, scherzte Niessl, unterstreichend die Bedeutung von Ivancsics' Arbeit.
Doskozil erinnerte sich humorvoll an seine Anfänge in der Politik und die Zusammenarbeit mit Ivancsics: „Ich habe geglaubt, die Martinstherme sei nach Martin Ivancsics benannt.“ Er betonte die Wichtigkeit von Spaß an der politischen Arbeit und dankte auch Ivancsics' Ehefrau Gerlinde für ihre Unterstützung.

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Im Burgenland zählt die kroatische Volksgruppe rund 35.000 Menschen. Sie ist damit die zahlenmäßig größte anerkannte Volksgruppe in Österreich. Das Burgenland sei über Jahrhunderte von den Volksgruppen, ihrer Kultur und Sprache entscheidend geprägt worden. „Die Volksgruppen sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Burgenlandes“, unterstrich Doskozil. Das Arbeitsprogramm der Landesregierung, der „Zukunftsplan Burgenland 2030“, sehe in den nächsten fünf Jahren die Erstellung einer Volksgruppenförderrichtlinie Burgenland, die Unterstützung von Volksgruppenvereinen beim Lukrieren von Bundesförderungen und Drittmitteln sowie den Ausbau der Medienangebote in Volksgruppensprachen vor.
Ein Leben im Dienst der Volksgruppen
Jahrhundertprojekt „Volksgruppenhaus“
Das Land Burgenland fördert jährlich Volksgruppenprojekte aus den verschiedensten Bereichen. Auch Einrichtungen wie das alternative Kulturzentrum KUGA und Bildungseinrichtungen werden unterstützt. Ein Jahrhundert-Projekt des Landes im Bereich der Volksgruppen ist das Volksgruppenhaus, das bis Mitte Mai 2026 baulich fertiggestellt sein soll. Das Volksgruppenhaus soll ein einzigartiger Ort der Vielfalt und multikulturellen Begegnung werden und Platz für Volksgruppenorganisationen, Schulungen, Workshops und Feste bieten.