Biogas am Bauhof: In Eisenstadt entsteht eine Anlage der neuen Art

Vollständig recyclebar

Die Stadtbusse werden bald schon mit der Energie der Biogas-Anlage geladen, am Bauhof wird im Winter mit der Abwärme geheizt, im Frühling und Sommer wird der Strauchschnitt der Stadt verarbeitet: Mit dem Baustart der neuen Anlage präsentierten Stadtgemeinde und Partner das nächste Nachhaltigkeits-Konzept.

Baustart am Bauhof (v.l.): Bürgermeister Thomas Steiner, die stellvertretende Generaldirektorin der Raiffeisenlandesbank, Eva Fugger, und Georg Greutter von „waste2energy“.

Baustart am Bauhof (v.l.): Bürgermeister Thomas Steiner, die stellvertretende Generaldirektorin der Raiffeisenlandesbank, Eva Fugger, und Georg Greutter von „waste2energy“.

© Wolfgang Millendorfer

„Energie möglichst vor Ort erzeugen, speichern und dort einsetzen, wo wir sie brauchen“, so fasst Bürgermeister Thomas Steiner den neuen Baustein im Eisenstädter Klimafahrplan zusammen. Am Bauhof am Stadtrand wird künftig der Bioabfall inStrom und Wärme umgewandelt. Den ersten von fünf Containern zum Bau der Biogas-Anlage nahm Thomas Steiner jetzt mit der stellvertretenden Raiffeisen-Generaldirektorin Eva Fugger und Goerg Greutter, CEO von „waste2energy“ in Empfang.

Der Kreislauf, der durch die Anlage entsteht, sei wirtschaftlich sinnvoll für die kommunale Infrastruktur und ökologisch wertvoll. Darüber hinaus handelt es sich um eine vollständig recyclebare Biogas-Anlage, wie seitens der Partner von „waste2energy“ unterstrichen wird. Und: Die Energiezelle ist auch Teil der regionalen Raiffeisen-Energiegenossenschaft, womit überschüssiger Strom direkt genutzt werden kann.

Mit der Abwärme soll im Winter der Bauhof geheizt werden, die Energie wird auch zum Aufladen Stadtbusse verwendet. Im Sommer wird die Anlage zur Trocknung von Strauch- und Baumschnitt eingesetzt, der zu Hackschnitzeln verarbeitet wird; und für Energiegenossenschaft bedeute das Projekt weniger Abhängigkeit von Sonnenstunden.

Die Biogas-Anlage wird bereits errichtet, sie soll im Oktober in Betrieb gehen können. Sie bildet mit Photovoltaik-Anlagen und dem bestehenden Stromspeicher künftig eine Energiezelle am Bauhof: Die gesamte Anlage soll jährlich rund 400.000 Kilowattstunden Strom und 180.000 Kilowattstunden Wärme produzieren.