SPÖ Pressekonferenz über „Transithölle“ bei A3-Lückenschluss

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Am vergangenen Donnerstag gaben SPÖ-Vertreter aus den von einem möglichen A3-Lückenschluss betroffenen Gemeinden gemeinsam mit LH-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf diesbezüglich eine Pressekonferenz.

Gemeinsam gegen den A3-Ausbau: Klingenbachs Bürgermeister Richard Frank, Wulkaprodersdorfs Vizebürgermeister René Pint, Zagersdorfs Bürgermeister Ivan Grujic, die Siegendorfer Bürgermeisterin Rita Stenger, LH-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf, Mattersburgs Bezirksparteivorsitzender Thomas Hoffmann, Ulrike Kitzinger, Christian Wöhl, Gerhard Hutter und Dieter Posch.

Gemeinsam gegen den A3-Ausbau: Klingenbachs Bürgermeister Richard Frank, Wulkaprodersdorfs Vizebürgermeister René Pint, Zagersdorfs Bürgermeister Ivan Grujic, die Siegendorfer Bürgermeisterin Rita Stenger, LH-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf, Mattersburgs Bezirksparteivorsitzender Thomas Hoffmann, Ulrike Kitzinger, Christian Wöhl, Gerhard Hutter und Dieter Posch.

© Chiara Kain

Zu Beginn der Pressekonferenz berichtete Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf, FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer habe sich nun offiziell und eindeutig im ORF Burgendland-Interview für den Ausbau der A3 ausgesprochen. Den Anrainergemeinden würde dadurch eine LKW-Transithölle drohen, welche nur Landeshauptmann Hans Peter Doskozil verhindern könne. Dieser habe bereits im Jahr 2019 klargestellt, es würde ohne die Zustimmung der Anrainergemeinden zu keinem A3-Lückenschluss kommen.

„Und wenn der Landeshauptmann das sagt, dann ist das nicht nur leeres Gerede, sondern dann ‚pickt‘ das“, so Eisenkopf. Ohne Zutun des Landes könne der Bund keine Autobahn bauen, weil das Land für die Zubringerstraßen bei den Auf- und Abfahrten verantwortlich sei. Im Umkehrschluss hieße das aber auch, dass ein Landeshauptmann Norbert Hofer alle Schleusen öffnen könnte.

Auch Thomas Hoffmann, Bezirksparteivorsitzender Mattersburg, schließt sich der Meinung der Landeshauptmann-Stellvertreterin an: „Die FPÖ führt eine Politik des ,Drüberfahrens', wir wollen hier im Burgenland eine Politik des Miteinanders.“ Man wolle die Bevölkerung miteinbinden und die hohe Lebensqualität, die das Burgendland auszeichne, erhalten.

Anrainergemeinden gegen Lückenschluss

Die beiden wohl am stärksten von einem A3-Lückenschluss betroffenen Gemeinden, Wulkaprodersdorf und Klingenbach, sprachen sie stark gegen diesen Ausbau aus. So Vizebürgermeister aus Wulkaprodersdorf René Pint: „Nicht einmal 200 Meter wäre das erste Haus von der zukünftigen A3 entfernt. Herrn Hofer ist es anscheinend egal, ob man neben einer neuen Südosttangente und LKW-Transithölle wohnt.“

Auch Richard Frank, Klingenbachs Bürgermeister, äußerte sich dazu: „Seit Jahrzehnten wird über die Klingenbacher Bevölkerung buchstäblich drübergefahren. Wir haben schon genug damit, dass wir den Grenzübergang haben. Wenn jetzt auch noch eine Transit-Autobahn direkt neben unserer Gemeinde vorbeifährt, ist es mit der Lebensqualität vorbei. Das werde ich mit allen Mitteln versuchen zu verhindern.“

Weiters berichtete Rita Stenger, Bürgermeisterin aus Siegendorf, dass eine Autobahn vor Siegendorfs Haustüre die Lebensqualität im Dorf drastisch verschlechtern würde. Hinzu komme außerdem eine enorme Lärm-, Abgas- beziehungsweise Feinstaubbelastung.

„In Zagersdorf wird es nie eine Mehrheit für einen A3-Lückenschluss geben,“ fügte Ivan Grujic, Bürgermeister aus Zagersdorf, an.

Auch Christian Wöhl, Bürgermeister aus Hirm, Ulrike Kitzinger, Bürgermeisterin aus Sigleß, Gerhard Hutter, Bad Sauerbrunns Bürgermeister, und Dieter Posch, Neudörfls Bürgermeister, sprachen sich eindeutig gegen einen A3-Lückenschluss aus.