Burgenland: Kampf gegen Rebkrankheit wird intensiviert
Weinbau
Die Goldgelbe Vergilbung zieht derzeit eine Spur der Verwüstung vom Süd- bis ins Nordburgenland. Nachdem vor zwei Wochen in St. Georgen der erste Weingarten der Landeshauptstadt gerodet werden musste und inzwischen auch ein Befall in Kleinhöflein bekannt wurde, intensiviert die Landwirtschaftskammer ihre Informationsarbeit.
Verena Klöckl, Weinbau-Fachbereichskoordinatorin der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, klärt Weinbaubetriebe anhand eines Befalls in St. Margarethen über die Rebzikaden-Krankheit Flavescence dorée auf.
© Michaela Tesch-Wessely
Mehr als 300 Winzer und Privatpersonen nahmen zwischen 16. und 22. Juli an insgesamt fünf Schulungen in Gaas, Deutsch Schützen, Horitschon, St. Margarethen und Gols teil. Organisiert wurden diese von Weinbau-Fachbereichskoordinatorin Verena Klöckl. Ziel war es, über die Symptome der Goldgelben Vergilbung sowie die Amerikanische Rebzikade als Überträger der Krankheit aufzuklären und die wichtigsten Sofortmaßnahmen zur Eindämmung zu vermitteln.
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Mit durchschnittlich rund 60 Teilnehmern pro Veranstaltung stießen die Schulungen auf großes Interesse. Angesprochen waren nicht nur Weinbaubetriebe, sondern auch Privatpersonen mit einzelnen Weinstöcken im Garten. Gerade diese seien im Kampf gegen die Rebkrankheit ebenfalls gefordert, da auch nicht bewirtschaftete Rebstöcke als Infektionsquelle dienen können.

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Die Landwirtschaftskammer reagiert damit auf die zunehmend dramatische Entwicklung im Burgenland. Erst vor zwei Wochen musste in St. Georgen unter großem Medieninteresse der erste befallene Weingarten der Landeshauptstadt gerodet werden. Inzwischen wurde der BVZ auch ein Befall in Kleinhöflein gemeldet. Die Goldgelbe Vergilbung breitet sich damit weiter in den Weinbaugebieten des Landes aus.

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Mit den Schulungen will die Landwirtschaftskammer möglichst viele Betroffene erreichen und für rasches Handeln sensibilisieren. Denn je früher befallene Rebstöcke erkannt und entfernt werden, desto größer sind die Chancen, eine weitere Ausbreitung der Rebkrankheit einzudämmen.