Weingut Mad: „Stark verwurzelt und ein wenig verrückt“

BVZ Jungwinzer Serie

Sebastian und Tobias Siess führen das Weingut Mad bereits in der 8. Generation weiter. Mit dem „Madini“ brachten sie neben ihren traditionellen Weinen ein innovatives Produkt auf den Markt.

Die Brüder Sebastian und Tobias Siess haben den Generationenwechsel im Weingut mit Bravour gemeistert.

Die Brüder Sebastian und Tobias Siess haben den Generationenwechsel im Weingut mit Bravour gemeistert.

© zVg, Weingut MAD

Beim Weingut Mad arbeiten nicht nur drei Familien zusammen, sondern leben gemeinsam ihre traditionsreichen Wurzeln weiter. Eng miteinander verbunden, sind nun die Brüder Sebastian und Tobias Siess das Aushängeschild des Weingutes. Die beiden Brüder führen die Traditionen der Familie weiter, lassen ihren neuen Ideen aber dennoch freien Lauf.

„Dass es immer schon unser Ziel war, Winzer zu werden, können wir eigentlich so nicht sagen. Wir sind in unseren Beruf, unsere Aufgaben einfach hineingewachsen“, beginnt Tobias Siess zu erzählen. Das Weingut Mad besteht bereits seit dem Jahr 1786 und weißt eine lange Geschichte auf. Die Brüder sind somit in ihren Beruf, ihre Aufgaben hineingewachsen. So war es für die beiden bereits als Kinder gang und gäbe, dass Trauben im eigenen Haus verarbeitet, sowie Feste und Verkostungen veranstaltet wurden. Ab einem gewissen Alter werde einem dann, laut Sebastian Siess bewusst, dass man etwas weiterführen möchte, das schon solange Bestand hat.

Weingut Mad: „Stark verwurzelt und ein wenig verrückt“

© zVg, Weingut MAD

Heute schätzen die Brüder vor allem ihre gute Zusammenarbeit. Die beiden haben unterschiedliche Aufgabenbereiche und somit unterscheiden sich auch die jeweiligen Lieblingsaufgaben. Sebastian Siess ist der selbsternannte „Außenminister“ des Weingutes. So ist der 36-Jährige in Österreich aber auch international unterwegs, um die hauseigenen Weine zu präsentieren.

Zusammenhalt und gegenseitige Ergänzung

So hat der Winzer die Möglichkeit viele Menschen und andere Kulturen kennenzulernen. Tobias Siess Reich hingegen sind die Weingärten und der Keller. Der 33-Jährige genießt die Zeit, die er am Traktor draußen in der freien Natur verbringt. Dennoch unterstützen sich die Winzer gegenseitig bei ihren Aufgaben. Vor allem bei der Ernte wird jede helfende Hand gebraucht, so auch die von Sebastian Siess. Auch umgekehrt ist der jüngere Bruder bei manchen Auswärtsterminen mit von der Partie.

„Die tägliche Zusammenarbeit funktioniert für uns beide optimal, wir harmonieren sehr gut und können Dinge, bei denen wir unterschiedliche Meinungen haben, sehr gut ausdiskutieren“, schwärmt Tobias Siess. Dem kann sich der ältere Bruder nur anschließen: „Unsere größte Stärke ist sicher unser guter Zusammenhalt und dass wir wirklich kaum Reibungspunkte haben.“ Die Oggauer arbeiten nicht nur täglich zusammen, sondern haben auch sehr viele gemeinsame Freunde mit denen sie gerne ihre Freizeit verbringen.

Weingut Mad: „Stark verwurzelt und ein wenig verrückt“

© zVg, Weingut MAD

Im Hause Mad-Siess wird nicht nur auf eine reibungslose Zusammenarbeit Wert gelegt, sondern auch auf die Qualität der Weine. Dazu sagt Tobias Siess: „Dass wir auf gute und beste Qualität Wert legen, versteht sich von selbst. Schließlich ist jeder Wein, auf dem „MAD“ draufsteht, eine Visitenkarte für uns und unseren Betrieb.“ Das Sortiment des Weingutes umfasst derzeit 30 Weine. Angefangen von Chardonnay, Riesling, Blaufränkisch, bis Merlot ist für jeden Geschmack etwas dabei. Während bei den ca. 700.000 abgefüllten Flaschen pro Jahr der Hauptanteil bei Rotweinen liegt, so gewinnen aber auch die weißen Leithaberg DAC Weine immer mehr an Bedeutung.

„Madini“ – Eine Erfolgsgeschichte

„Traditionen pflegen, die Wurzeln kennen und trotzdem für Neues offen sein. Das funktioniert bei uns grandios“, so die Winzer. Die Rede hier ist von dem Madini, der seit dem Jahr 2016 auf dem Markt ist. Eine harmonische Kombination aus Wein und Grapefruit. Den feinen Rose kann man entweder Pur als Achterl, im Cocktail oder fixfertig g’spritzt in der kleinen Flasche genießen. Aus der launigen Idee, selbst einen Weincocktail zu füllen wurde ein sensationell erfolgreiches Produkt.

Auch zukünftig möchten die Winzer Traditionelles mit innovativen Ideen vereinen und das Weingut erfolgreich weiterführen, bis es dann Zeit wird das Zepter an die Kinder weiterzugeben. „Ich möchte einmal genau so lässig, unterstützend und vor allem erfolgreich an unsere Kinder weitergeben, wie wir das Weingut übernommen haben“, so Sebastian Siess. Daraufhin erwidert Tobias Siess: „Genau. Und die nächste Generation soll dann auch sagen: Ja, wir sind stark verwurzelt und ein wenig verrückt.“

Weingut Mad: „Stark verwurzelt und ein wenig verrückt“

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