Erster Wein des bischöflichen Weinguts auf den Namen „Severus“ getauft
Weintaufe
Den edlen Namen „Severus“ trägt der erste Wein des bischöflichen Weinguts „Martinus“. Ein weißer Cuvée, durchaus vollmundig und kräftig, ist entstanden und erfreute am Montag, nach seiner Taufe durch Bischof Ägidius Zsifkovics, im liebevoll „Martinsstüberl“ genannten Weinkeller Promininz aus Kirche, Politik und Wirtschaft.
Landtagsabgeordneter Robert Hergovich, Etiketten-Designerin Cordula Alessandri, Kellermeister Rudi Križan, Bischof Ägidius Zsifkovics, Landesrätin Daniela Winkler, Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner und Landeshauptmann-Stv. Anja Haider Wallner.
© Nina Mayer
Ein fröhliches kleines Fest war es, das Bischof Ägidius Zsifkovics anlässlich seines ersten gekelterten Weins feiern ließ. „Rang und Namen“ ließen es sich nicht nehmen der Einladung zu folgen. Landeshauptmann-Stvellvertreterin Anja Haider-Wallner war ebenso zugegen wie Landesrätin Daniela Winkler, Landtagsabgeordneter Robert Hergovich und Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner.
Nicht fehlen durfte neben Wirtschaftstreibenden die Priesterschaft der Diözese, der es eine Herzensangelegenheit war, der Einladung ihres Oberhaupts zu folgen. Eröffnet wurde mit schwungvoller kroatischer Harmonikamusik, die sofort fröhliche Stimmung verbreitete.
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Der Tradition verpflichtet
Kirche und Wein haben eine gemeinsame Tradition, das ist bekannt. Der Wein war über Jahrhunderte hinweg essentieller Bestandteil der Liturgie und des kirchlichen Lebens. In diesem Sinne waren christliche Gemeinschaften, Klöster und Pfarren nicht nur Glaubensgemeinschaften, sondern auch Wirtschaftsträger.
Um diese Tradition zu pflegen, aber auch ein Zeichen zu setzen, dass man dazu beitragen will, die burgenländische Weinwirtschaft anzukurbeln, hat die Diözese Eisenstadt im Jänner ein Weingut am Eisenberg erworben. Wer nun glaubt, dass nach guter südburgenländischer Tradition ein Tröpfchen in Rot entstanden ist, irrt.

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Zehn Gebote oder zwölf Apostel
Ein weißer Cuvée hatte die Ehre vom burgenländischen Kirchenoberhaupt höchstpersönlich getauft zu werden und zwar auf den Namen „Severus“, benannt nach dem Biographen des heiligen Martin. Kellermeister Rudi Križan kelterte einen kräftigen, voluminösen Wein, der von alten Rebstöcken und exzellenter Lage profitierte. Ja, der schmeckte den Anwesenden durchaus, die nicht nur ein Gläschen des „Severus“ zu kredenzten Schmankerl tranken.
Um alles aus der Frucht herauszuholen, entschied sich der Kellermaestro für eine Maischestandzeit von zwölf Stunden. Eh klar, wegen der zwölf Apostel. Geliebäugelt hat er aber auch, wie er augenzwinkernd verriet, mit zehn Stunden. Sie ahnen es: der zehn Gebote wegen wär's gewesen.
Man sieht: nichts blieb dem Zufall überlassen und das ist gut so, denn der erste Wein der Diözese Eisenstadt bestand die Prüfung durch das durchaus weinaffine Publikum mit Bravour.
Der „Severus“ wird in kleiner Auflage im Martinsshop in Eisenstadt am Domplatz zu einem Preis von 15 Euro erhältlich sein.