Herbert Brettl: Buch über Lager Lackenbach vorgestellt
Zeitgeschichte
An der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland wurde das Buch „Das Lager Lackenbach“ des Halbturner Historikers Herbert Brettl präsentiert. Die Veranstaltung widmete sich einem lange verdrängten Kapitel der österreichischen Zeitgeschichte.
Max Prenner (PPH Burgenland), Herbert Gabriel (Vizerektor für Forschung und Hochschulentwicklung, PPH Burgenland), Rektorin Sabine Weisz (PPH Burgenland), Horst Horvath (Roma-VHS) sowie der Historiker Herbert Brettl (PPH Burgenland)
© Private Pädagogische Hochschule Burgenland
Das Lager wurde im November 1940 errichtet und diente der Zwangsarbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen. Zudem war es Ausgangspunkt für Deportationen in Konzentrations- und Vernichtungslager.
Historische Aufarbeitung
Das Buch basiert auf umfangreichen Recherchen in nationalen und internationalen Archiven sowie auf dokumentierten persönlichen Schicksalen. Thematisiert werden unter anderem politische Verantwortlichkeiten, der systematische Einsatz von Zwangsarbeit sowie die Verfolgung der Roma und Romnja. Auch die Diskriminierung der Überlebenden nach 1945 und die Entwicklung der Erinnerungs- und Gedenkkultur werden behandelt.
Im Rahmen der Veranstaltung sprach Herbert Brettl über die Entstehung des Werkes und die Herausforderungen historischer Aufarbeitung.
Rektorin Sabine Weisz betonte die Bedeutung historisch-politischer Bildung und einer sichtbaren Erinnerungskultur.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von Max Prenner. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland gemeinsam mit der Roma-VHS Burgenland und ERINNERN:AT.