Willkommen zurück, ASK Baumgarten - die Liga ist eröffnet

1. Klasse mitte

Mit dem Neustart des SC Baumgarten nach zwölf Jahren Pause, einem heißen Kroaten-Derby und einem Duell zwischenTrainern, die einander bestens kennen: Die 1. Klasse Mitte startet in eine Saison, die enger und spannender werden soll als je zuvor.

Der ASK Tschurndorf eröffnet die Saison mit einem besonderen Gegner – gegen den neu gestarteten SC Baumgarten will man vor eigenem Publikum gleich ein erstes Ausrufezeichen setzen.

Der ASK Tschurndorf eröffnet die Saison mit einem besonderen Gegner – gegen den neu gestarteten SC Baumgarten will man vor eigenem Publikum gleich ein erstes Ausrufezeichen setzen.

© Martin Ivansich

Fünfzehn Teams, sieben Duelle, ein Spielfrei – so lautet das Rezept der neuen Spielzeit in der 1. Klasse Mitte. Dass die Saison nach dem Doppelaufstieg von Meister Weppersdorf und Vizemeister Forchtenstein neu verteilt ist, weiß jeder. Doch wie eng das Feld tatsächlich zusammengerückt ist, zeigt schon ein Blick auf die erste Runde: Klare Favoriten sucht man vergebens.

Das emotionalste Spiel der Runde steigt in Tschurndorf, wo mit dem ASK Baumgarten nach zwölf Jahren Pause der neue Ligaunterling sein Debüt gibt. „Keiner weiß wirklich, wie gut Baumgarten ist – aber der Kader wirkt vielversprechend", gibt Tschurndorfs Michael Steiner zu bedenken. Sein Team will unbedingt positiv in die Saison starten. Die Baumgartner hingegen reisen mit breiter Brust an: 400 Zuschauer beim ersten Testspiel, eine bemerkenswerte Trainingsbeteiligung und der Rückhalt der ganzen Gemeinde im Gepäck.

Nicht weniger heiß dürfte es im Kroaten-Derby zugehen, wenn die SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof die SPG Hrvatiempfängt. Zeitgleich feiert der Gastgeber Kirtag in Nikitsch – „deshalb wollen wir umso mehr gewinnen", sagt Trainer Daniel Pratl, der auf den verletzten Stefan Domnanovich verzichten muss. Auf Seiten der Gäste sitzt das BFV-Cup-Spiel gegen Mattersburg vom Dienstag noch in den Beinen – ein kleiner Vorteil für die Heimmannschaft, die in der Vorsaison mit 65 Punkten als Dritter abschloss und damit klar vor Hrvati (44 Punkte, Rang sechs) lag.

Ebenfalls mit einem Derby-Feeling startet das Duell zwischen Dörfl und Raiding. Raiding-Trainer Anton Drabeck zollt dem Gastgeber bereits vorab Respekt: „Dörfl hat sich sehr gut verstärkt – für mich gehören sie diese Saison unter die Top fünf." Sein eigenes Team reist mit Rückkehrern und Neuzugängen an, kämpft aber noch mit Fragezeichen im Kader. Ähnlich unübersichtlich ist die Lage bei einigen weiteren Vereinen – der frühe Saisonstart am 7. August trifft viele Amateurteams mitten in der Urlaubszeit. Trainer Jürgen Eidler vom SC Unterfrauenhaid, der auf drei Stammkräfte wegen Urlaub verzichten muss, bringt es auf den Punkt: „Ein bis zwei Wochen später wäre besser gewesen – aber wir müssen mit den Ausfällen leben." Sein Team empfängtAntau, gegen das es in der Vorsaison zweimal 1:1 stand, und geht nach dem starken BFV-Cup-Auftritt gegen Landesligist St. Margarethen mit frischem Selbstvertrauen in die Partie.

Selbstvertrauen tanken will auch der SV Loipersbach, der beim Auswärtsspiel bei der SPG Rabnitztal den ersten Dreier anpeilt. Trainer Markus Schmidt: „Der Gegner ist auswärts unangenehm – aber mit unserer Leistung und Aggressivität können wir etwas mitnehmen." Rabnitztal, vergangene Saison Neunter, gilt auf eigenem Platz als unbequemer Gastgeber. Einen anderen Charakter hat das Aufeinandertreffen in Kroatisch Geresdorf, wo man nach einer von Urlaubern geprägten Vorbereitung auf Unterpullendorf trifft. Trainer Andreas Gruber rechnet mit einer offenen Partie: „Das Spiel könnte für beide Teams eine Überraschung werden." Klar ist für ihn nur eines: drei Punkte vor eigenem Publikum einfahren.

Den emotionalen Abschluss der Runde bildet das Duell in Neckenmarkt, wo Trainer Reinhard Schock mit Mannersdorf gegen seinen langjährigen Ex-Verein antritt. „Ein eingespieltes Team, das zusammen kämpft und alles gibt – keine einfache Aufgabe", warnt Schock, der zudem drei bis vier angeschlagene Spieler im Kader hat. Neckenmarkt, in der Vorsaison abgeschlagenes Schlusslicht mit nur fünf Punkten, brennt auf eine Reaktion und will gleich zum Auftakt ein Zeichen setzen. DerASK Stoob hat derweil in der ersten Runde spielfrei – und feiert stattdessen das Burschenschaftsfest „Viva la Bluza" am vereinseigenen Sportplatz. Ab der zweiten Runde mischt auch Trainer Arnold Landauer mit seinem ambitionierten Kader im Liga-Alltag mit.