Mönchhof und Purbach sind nicht zu stoppen

1. Klasse Nord

Die Hinrunde ist vorbei und der FC Mönchhof spielt gemeinsam mit dem UFC Purbach in einer eigenen Liga.

Julian Gollowitzer (weißes Trikot) und seine Mönchhofer konnten sich am Abschluss der Hinrunde mit 2:1 gegen Mate Sipos und den UFC Podersdorf durchsetzen.

Julian Gollowitzer (weißes Trikot) und seine Mönchhofer konnten sich am Abschluss der Hinrunde mit 2:1 gegen Mate Sipos und den UFC Podersdorf durchsetzen.

© Christopher Schneeweiß

Der Herbstmeister aus Mönchhof traf in der letzten Runde zu Hause auf den UFC Podersdorf. Eine knifflige Aufgabe, denn die Mannschaft von Trainer Franz Ziniel ist bekanntlich in der Lage, jedes Team in dieser Liga besiegen zu können. So machten sie auch dem FCM, vor allem in der ersten Halbzeit, das Leben schwer und kamen durch Eigengewächs Elias Kolarik auch zur besten Torchance in den ersten 45 Minuten. Diese blieb jedoch ungenutzt. Im zweiten Durchgang wurde der Winterkönig stärker und ging nach einem Torwartfehler auch mit 1:0 in Führung. Wenn Mönchhof einmal in Führung geht, ist auch damit zu rechnen, dass sie das Match für sich entscheiden werden und so kam es auch dieses Mal. Die Podersdorfer rückten zwar kurz vor dem Abpfiff noch auf 1:2 heran, doch der Ausgleich war nicht mehr im Bereich des Möglichen und so fuhr der Tabellenführer den elften Sieg im zwölften Spiel ein und setzte der fast perfekten Herbstsaison noch die Kirsche auf. „Gegen so einen starken Gegner zu gewinnen, ist für uns die Krönung einer hervorragenden Spielzeit, wir sind defensiv gut gestanden, haben offensiv überzeugt und sind mit dem Saisonverlauf absolut zufrieden“, freute sich Mönchhof-Erfolgstrainer Patrick Kasuba. „Leider mussten wir aufgrund von zwei Eigenfehlern den Sieg des Herbstmeisters zur Kenntnis nehmen“, bedauerte Podersdorf-Coach Franz Ziniel.

PurbachgegenWallern.Auf dem Papier ein absolutes Top-Spiel. Es war das Aufeinandertreffen zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten der 1. Klasse Nord. Die Hausherren nahmen von der ersten Sekunde an das Heft in die Hand und zeigten, was der Plan war - nämlich die stärkste Heimmannschaft der Liga zu bleiben, denn dafür musste man den USC besiegen. Der schöne Kombinationsfußball wurde nicht mit Toren belohnt, stattdessen fuhr Wallern einen Konter und erzielte durch Angreifer Patrick Mayer entgegen des Spielverlaufs das 1:0. Davon ließ sich die Mannschaft von Coach Patrick Castek nicht unterkriegen und machte im zweiten Durchgang dort weiter, wo sie aufgehört hat, und das wurde belohnt. Youngster Florian Pirkl-Weisz erzielte den verdienten Ausgleich. Am Ende wurde es dann unglücklich für die Gäste aus Wallern. Walter Engelbert verlängerte einen Freistoß von Sebastian Iacovino-Protiwa ins eigene Tor und so siegte der UFC mit 2:1. Bis auf ein Unentschieden konnte man somit jedes Spiel vor eigenem Publikum für sich entscheiden. „Ich bin unheimlich stolz auf die Leistung meines Teams“, brachte es Castek auf den Punkt. „Das Match war ein richtiger Kampf, sehr bitter, dass wir am Ende noch das 1:2 kassiert haben“, wie Wallern-Sektionsleiter Michael Thullner erzählte.

Zurndorf sicherte sich den dritten Platz

Sankt Andräschaffte es, in der ersten Viertelstunde noch gut den Zurndorfern Paroli zu bieten, und hatte sogar mehr vom Spiel, doch das änderte sich vor allem im zweiten Durchgang. Die Gastgeber der Partie erspielten sich eine Chance um die andere und konnten auch einige davon verwerten. Am Ende durfte sich Zurndorf und einen 4:0-Kantersieg freuen. Mit diesem Sieg konnte man den USC Wallern, der sich in Purbach geschlagen geben musste, überholen und damit den dritten Platz nach der Hinrunde fixieren. „Es war eine starke Leistung unserer Mannschaft und ein verdienter Sieg“, stellte Zurndorf-Sektionsleiter Rafael Brandl fest.

Einen Schritt nach vorne machten auch die NSC Juniors gegen den ASV Nickelsdorf. Lange blieben die Seestädter ohne Sieg, doch in den letzten Wochen kamen sie erst so richtig in Fahrt. Diesen Lauf setzte man nun gegen die Nickeldorfer fort. Der ASV war nicht aktiv genug, um den Neusiedlern über das gesamte Spiel hinweg, Probleme bereiten zu können und so wurde das Tempo zu hoch. Schlussendlich wurde es ein 4:1-Auswärtssieg der Juniors. NSC-Sektionsleiter Stefan Denk: „Meines Erachtens geht das Resultat auch in der Höhe in Ordnung, auch, wenn es in der ersten Halbzeit einige brenzlige Situationen gab. Für uns kommt die Winterpause leider zu früh.“ „Das Glück war nicht auf unserer Seite, aber der Sieg geht in Ordnung“, gab Nickelsdorf-Sektionsleiter Michael Liedl zu.

Apetlon ging ersatzgeschwächt in die Partie gegen Pamhagen. Fabio Haider fehlte aufgrund einer Knieverletzung, Tomas Bagi laboriert nach wie vor mit seinem Knöchel und Florim Gashi stand wegen seiner Schambeinentzündung nicht zur Verfügung. Die Zeichen vor dem Derby standen also nicht gut für den SCA. Pamhagen hatte spielerisch leichte Vorteile und ging quasi mit dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung. Apetlons Spielanlage war klar zu erkennen - mit schnellen Kontern Nadelstiche setzen. Vor allem über die Flügelspieler Lukas Matz und Mark Füzföi ging sehr viel und man kam auch zu den ein oder anderen Möglichkeiten. Nach einer knappen Stunde war es Fabian Frank, der nach einem schlecht getretenen Freistoß von Tomislav Kovacevic zum 1:1 einschoss. Was folgte, war ein Hin und Her beider Teams mit Chancen sowohl für Apetlon als auch für Pamhagen. Stefan Thaler hatte gleich nach seiner Einwechslung das 2:1 auf dem Fuß, doch der Ball hüpfte unglücklich vor dem Schuss auf und so war es schwierig, den Ball zu platzieren. „In der zweiten Halbzeit waren wir mutiger und kamen durch taktische Umstellungen zum Ausgleich, das Unentschieden entspricht auch dem Spielverlauf“, analysierte Apetlon-Trainer Thomas Haider. „Der Lattenkopfball zum Schluss hätte zum Sieg führen können, der auch verdient gewesen wäre, aber leider war das Glück nicht auf unserer Seite“, erklärte Pamhagen-Sektionsleiter Wolfgang Leyrer.

Wulkaprodersdorf traf in der letzten Runde auf den SC Frauenkirchen. Wer wurde als Favorit gehandelt? - Richtig, keiner! Die Fans erwarteten ein Spiel auf Augenhöhe, doch das Endergebnis von 3:0 spricht eine andere Sprache. Wulka war zu Beginn des Spiels die aktivere Mannschaft, doch das erste Tor fiel erst nach einer guten Stunde. Im Allgemeinen waren die Hausherren das abgebrühtere Team und konnten so das Match für sich entscheiden. „Es freut mich, dass wir die zweite Hälfte mit sieben heimischen Jungs beendet haben“, so Wulka-Sektionsleiter Gerald Kain. „Leider konnten wir uns in der ersten Halbzeit nicht mit einem Tor belohnen“, erzählte Frauenkirchen-Kapitän Kevin Kurcsis.

Mönchhof und Purbach sind nicht zu stoppen

© Christopher Schneeweiß

SC Apetlon – UFC Pamhagen 1:1 (0:1).–
Tore: 0:1 (45.) Mihalik, 1:1 (57.) Frank. –

Gelb-Rote Karte: Scheiblhofer (90+2., Foul). –

Reserven:1:1 (Ebner; Koppi).-
SR: Bekteshi.–

Apetlon, 580.

Apetlon:Strapak; Stefan Payer (73. Thaler), Kobercik, Scheiblhofer, Rabi; Lukas Payer, Szücs; Füzföi, Kovacevic, Lukas Matz; Frank.

Pamhagen:Hros; Kandelsdorfer, Sukala, Pirka, Jan Leyrer; Janovsky; Andert, Stefan Wüger, Mihalik, Nico Leyrer (57. Oliver Steinhofer); Benjamin Steinhofer (89. Unger).

ASV Nickelsdorf – NSC Juniors 1:4 (1:2).–
Tore: 0:1 (18.) Strommer, 1:1 (24.) Horvath, 1:2 (41.) Abazi, 1:3 (52.) Abazi, 1:4 (90.) Zsigmond. –

Reserven:abgesagt.
SR: Bauer.–

Nickelsdorf, 150.

Nickelsdorf:Lacko; Strasser, Horvath, Limp, Kiss; Orosz, Kellner, Semjan, Szöllös; Hlavac, Rybansky.

Neusiedl:Mödlhammer; Michal Maas, Haider, Sonnleitner, Moro; Matej Maas, Millner, Tick (76. Zsigmond), Strommer (90.+1 Huber); Gruidl (88. Reeh), Abazi.

FC Mönchhof – UFC Podersdorf am See 2:1 (0:0).–
Tore: 1:0 (50.) Brodziansky, 2:0 (63.) Danyukov, 2:1 (91.) Füleki. –

Reserven:3:0 (Kirschner, Beck, Friedl).-
SR: Özdemir.–

Mönchhof, 180.

Mönchhof: Könnyü; Florian Karner, Danyukov, Koch; Aagaard, Julian Luisser, Gollowitzer (73. Fleischhacker), Stefan Lentsch; Adam; Brodziansky (78. Philipp Karner), Daniel Lentsch.

Podersdorf:Köllö; Nagy, Lentsch, Csizmadia, Füleki; Florian Steiner (82. Benjamin Steiner), Sipos; Lahcen (35. Unger), Kolarik, Janoki-Jaszai; Fekete.

ASV Zurndorf – FC VEGANIS Sankt Andrä 4:0 (1:0).–
Tore: 1:0 (29.) Winkler, 2:0 (49.) Pethö, 3:0 (59.) O. Medvid, 4:0 (90.+4) Winkler (Elfmeter). –

Reserven:0:0.-
SR: Radonjic.–

Zurndorf, 211.

Zurndorf:Ruzinksy; Maxim Medvid, Horvath, Bencsik, Szoka; Milosevic, Sattler (70. Radits); Reiter (87. David Meixner), Oliver Medvid (90. Markus Meixner), Winkler; Pethö.

Sankt Andrä:Orlando; Muminovic, Regner, Valek, Durmaz (86. Stermeczki), Bors (86. Platzer), Heller (79. Nolz), Stulajter, Macho; Marko (79. Rath), Micovcak.

UFC Purbach am See – USC Wallern 2:1 (0:1).–
Tore: 0:1 (34.) Mayer, 1:1 (72.) Pirkl-Weisz, 2:1 (84.) Engelbert (Eigentor). –

Reserven:1:2 (Sommer; Mala 2).-
SR: Mag. Leitner. –

Purbach, 180.

Purbach:Hums; Gencer (88. Menschig), Berger (72. Iacovino-Protiwa), Akbiyik, Manuel Wimpassinger, Pirkl-Weisz (88. Ivantschitz), Dragschitz, Kaleta, Kopf (62. Edler); Rosner, Krchnak.

Wallern:Schwarz; Steiner (54. Fabian Perlinger), Morhac, Engelbert, Haider (86. Janisch); Györvari, Takac, Pichler (83. Michlits), Kampf; Cambal, Mayer.

SV Wulkaprodersdorf – SC Frauenkirchen 3:0 (0:0).–
Tore: 1:0 (63.) Pejic, 2:0 (71.) Kremsner, 3:0 (84.) Pejic. –

Reserven:2:1 (Welkovits, Kain; Mikats).-
SR: Sevik. –

Wulkaprodersdorf, 175.

Wulkaprodersdorf: Zoltani; Nico Mandl, Delarich, Niklas Mandl, Kremsner; Varadi (68. Pichler), Pejic, Welkovits, Varga (89. Kain); Zeleznik (79. Jankovits), Halasz (68. Richter).

Frauenkirchen:Brauneis; Bauer, Weigl, Pejic, Ettl; Gollowitzer, Schmid (68. Mikats); Eichinger (77. Schaffrian), Matis, Enz, Otapka.