Spitzenduo schwebt weiter auf Wolke sieben
1. Klasse Nord
Mönchhof und Purbach konnten ihre Spiele für sichentscheiden und die Verfolger damit auf Abstand halten.
Der FC Jois mit Kapitän Sebastian Schuber (2.v.r.) und Andrej Hrdlicka (l.) führten in Neusiedl mit 2:1, ehe die Partie kurz vor dem Ende aufgrund eines medizinischen Notfalls (siehe Seite 62) abgebrochen werden musste.
© Michael Weiss, Picasa
Die Wulkaprodersdorfer erwiesen sich im Spiel gegen den FC Mönchhof als äußerst unangenehmer Gegner und verlangten dem Tabellenführer laut Trainer Patrick Kasuba in Sachen Laufbereitschaft und Kampfgeist alles ab. Zu Chancen kam der Underdog allerdings nur selten, denn der Spitzenreiter ließ nur wenig zu und stand über weite Strecken sehr stabil. Mönchhof hatte mehr vom Spiel, doch das ist definitiv keine Überraschung. Man befindet sich einfach seit zehn Runden in absoluter Top-Form und es scheint, als hätte dieser Zug keine Bremse. Der Herbstmeistertitel rückt Woche für Woche näher, auch, wenn die Purbacher nicht nachlassen. Es wartet noch eine äußerst spannende Saison auf die Fans, in der noch alles möglich ist. Den Siegtreffer im Spiel gegen die Wulkaprodersdorfer erzielte Allrounder und Eigengewächs Julian Luisser, der für Coach Kasuba unersetzlich ist, denn egal, ob Mittelfeld oder Abwehr, zeigt er absolute Top-Leistungen. Ein Grund, warum das Match nur mit einem 1:0-Sieg endete, war die unglaubliche Tagesform von Wulka-Goalie Gyula Zoltani, der nur einmal hinter sich schauen musste. „Wir müssen jetzt wieder zu unserer Form finden und in den nächsten Spielen punkten“, brachte es Wulka-Sektionsleiter Gerald Kain auf den Punkt. „Am Ende war es ein verdienter, aber hart erarbeiteter Sieg, ein Beleg für die mannschaftliche Geschlossenheit und den unbedingten Willen, auch schwierige Spiele erfolgreich gestalten zu wollen“, wie Kasuba analysierte.
Wie hat sich der Zweitplatzierte präsentiert? Sehr gut, denn Purbach siegte in Pamhagen in einem torreichen Aufeinandertreffen mit 4:3. Mittlerweile ist bekannt, dass, sobald die Mannschaft von Trainer Patrick Castek auf dem Platz steht, sich die Zuschauer auf viele Tore freuen dürfen. Mit 31 Toren stellt man die stärkste Offensive der Liga und nicht nur das. Angreifer Christian Rosner steht nach dem Doppelpack gegen Pamhagen bei unglaublichen zehn Toren. Man kann zum momentanen Zeitpunkt also davon ausgehen, dass der Stürmer eigentlich in jeder Partie trifft. Wir dürfen gespannt sein, wie lange er diese Form aufrechterhalten kann. Doch nun nochmal zum Match. Pamhagen stand sehr tief und überließ den Gästen das Spiel. Dieser Plan ging relativ gut auf, denn Chancen hatte Purbach bis auf die vier Tore nicht viele, wohingegen die Hausherren einige Möglichkeiten auffanden, doch das bringt alles nichts. Was am Ende zählt, sind die Tore und da hat die Castek-Truppe um eines mehr erzielt. „Es war eine unnötige Niederlage, da wir über die gesamte Partie hinweg, mehr Torchancen vorgefunden haben“, erklärte Pamhagen-Sektionsleiter Wolfgang Leyrer. „Kurz gesagt - ein Arbeitssieg mit viel Mühe und dem notwendigen Glück, den wir schlussendlich über die Linie brachten“, stellte der Purbach-Coach fest.
Sankt Andrä mit Überraschungssieg
Wallern ging gegen Sankt Andrä als klarer Favorit in die Begegnung, doch dann kam es anders als erwartet. Die Hausherren der Partie gehören zu den Mitfavoriten auf die Meisterschaft, während die Blau-Gelben derzeit eher in der unteren Tabellenregion beheimatet sind, doch in einem Derby ist bekanntlich alles möglich. Wallern war zwar die spielerisch bessere Mannschaft, lieferte jedoch trotzdem nicht die Leistung ab, die man vom USC erwartet hätte. Man ging zwar durch ein Eigentor von David Valek in Führung, doch ein weiteres Eigentor, dieses Mal von Abwehrspieler Walter Engelbert, brachte Sankt Andrä den Ausgleich. Es ist zu erwähnen, dass Wallern beim Stand von 1:0 durchaus seinen Vorsprung hätte ausbauen können, doch das ist nicht gelungen. Der FCS bestrafte die fehlende Kaltschnäuzigkeit und gewann am Ende mit 2:1. „Leider war es diesmal kein gutes Spiel von uns“, wie Wallern-Sektionsleiter Michael Thullner klarstellte. „Ein großes Lob an meine Mannschaft, die trotz der vielen Ausfälle eine Top-Leistung an den Tag gelegt hat“, freute sich Sankt Andrä-Coach Michael Guttmann.
Podersdorf konnte gegen Nickelsdorf mit dem vierten Heimsieg in Folge den dritten Tabellenplatz einnehmen, was für die Mannschaft von Coach Franz Ziniel ein wirklich toller Erfolg ist. Der Wind und die schwierigen Platzverhältnisse waren an diesem Tag allerdings ein ziemlicher Spielverderber, weshalb die Partie kein Leckerbissen war. Podersdorf siegte knapp, aber doch mit 2:1. „Wir sind alle überglücklich über unseren derzeitigen Lauf“, berichtete Ziniel. Nickelsdorfs Sektionsleiter Michael Liedl: „Es wäre eine klassische X-Partie gewesen.“
Zurndorfs Angreifer Andras Winkler hat gegen Frauenkirchen einen sogenannten Sahnetag erwischt. Er erzielte beim 3:2-Auswärtserfolg alle Treffer und war somit der Mann des Spiels. „Wir haben zu viele Chancen vergeben und die Tore zu spät erzielt“, erzählte Frauenkirchen-Trainer Robert Rainalter. „Für uns waren es wichtige drei Punkte“, betonte Zurndorf-Sektionsleiter Rafael Brandl.
UFC Podersdorf – ASV Nickelsdorf 2:1 (1:0).–
Tore: 1:0 (17.) Kolarik, 2:0 (72.) Csizmadia, 2:1 (73.) Rybansky. –
Reserven:4:2 (Unger 2, Benjamin Steiner, Kettner; Leszkovich, Strasser).-
SR: Radonjic. – Podersdorf, 111.
Podersdorf:Köllö; Nagy, Csizmadia, Lentsch, Füleki; Haszonits, Sipos; Szücs (90.+4 Florian Steiner), Kolarik, Janoki-Jaszai (90. Lahcen); Fekete.
Nickelsdorf:Lacko; Semjan, Horvath, Limp, Kiss; Orosz (75. Zecevic), Dzaferovic (85. Falb), Kellner, Szöllös; Sovcik, Hlavac (60. Rybansky).
UFC Pamhagen – UFC Purbach am See 3:4 (2:3).–
Tore: 0:1 (27.) Rosner, 1:1 (32.) Pirka, 1:2 (33.) Dragschitz, 2:2 (40.) Mihalik, 2:3 (44.) Rosner, 3:3 (58.) Andert, 3:4 (71.) Gmeiner. –
Gelb-Rote Karte: Dragschitz (67., Unsportl.). –
Reserven:0:3 (Marco Wimpassinger, Edler, Heiling).-
SR: Sevik. – Pamhagen, 150.
Pamhagen:Hros; Fabian Thüringer (46. Jan Leyrer), Sukala, Pirka, Stefan Wüger; Janovsky; Oliver Steinhofer (76. Nico Leyrer), Mihalik, Munzenrieder (83. Molnar), Unger (46. Horvath); Andert.
Purbach:Hums; Gencer, Akbiyik, Gmeiner, Manuel Wimpassinger; Krchnak (75. Pirkl-Weisz), Iacovino-Protiwa (75. Schmidt), Kaleta, Kopf; Rosner (88. Ivantschtiz), Dragschitz.
FC Mönchhof – SV Wulkaprodersdorf 1:0 (1:0).–
Tor: 1:0 (15.) Julian Luisser. –
SR: Prof. Selmani. – Mönchhof, 210.
Mönchhof: Deme; Florian Karner, Julian Luisser, Koch; Stefan Lentsch, Fleischhacker (70. Philipp Karner), Gollowitzer, Elias Luisser; Adam; Aagaard (80. Brodziansky), Daniel Lentsch.
Wulkaprodersdorf:Zoltani; Delarich (76. Delarich), Welkovits, Niklas Mandl (86. Jankovits), Kremsner; Richter, Pejic, Nico Mandl, Varga; Zeleznik; Wieser.
NSC Juniors - FC Hill Jois beim Stand von 1:2 abgebrochen.
Torfolge: 0:1 (28.) Knezevic, 1:1 (69.), 1:2 (81.) Panic.-
Reserven:2:2 (Bohnenstingl, Hamm; Vidovic, Ringhofer). SR: Gruber.- Neusiedl, 150.
Neusiedl: Mödlhammer; Michal Maas, Haider, Sonnleitner, Moro; Matej Maas, Fekete, Mcgirr, Strommer; Abazi, Millner.
Jois: Steiner; Hackl, Akbiyik, Helm, Pollreisz; Kalmar, Hrdlicka; Panic, Schuber, Kara; Knezevic.
SC Frauenkirchen – ASV RAIBA Zurndorf 2:3 (0:1).–
Tore: 0:1 (26.) Winkler, 0:2 (48.) Winkler, 0:3 (50.) Winkler, 1:3 (56.) Kurcsis, 2:3 (88.) Enz. –
SR: – Frauenkirchen, 150.
Reserven:2:6 (Schaffrian, Mikats; Meixner 2, Radits, Göpfrich, Rosner, Ritdet).-
Frauenkirchen: Brauneis; Pejic (81. Eichinger), Weigl, Derka, Ettl; Schmid, Gollowitzer; Matis, Kurcsis (86. Mikats), Otapka; Enz.
Zurndorf:Hiermann; Maxim Medvid, Antalek, Bencsik, Fertsak; Milosevic, Wrba; Reiter, Pethö, Oliver Medvid (85. Sattler); Winkler.
USC Wallern – FC VEGANIS Sankt Andrä 1:2 (1:1).–
Tore: 1:0 (21.) Valek (ET), 1:1 (41.) Engelbert (ET), 1:2 (53.) Regner (Freistoß). –
Rote Karte: Morhac (85., Beleid.). –
Reserven:Michlits 2, Anger).-
SR: Szombati. – Wallern, 500.
Wallern:Schwarz; Haider (78. Johannes Theiler), Engelbert, Morhac; Leurer (38. Steiner), Oliver Theiler, Takac, Györvari; Fabian Perlinger; Cambal, Pichler.
Sankt Andrä: Summer; Heller, Regner, Valek, Platzer; Bors, Stulajter, Macho, Marko (90.+2 Rath), Stermeczki; Micovcak.