Wallern geht auf Angriff

1. Klasse Nord

Mit einem 4:0-Auswärtssieg im Derby über Pamhagen sicherte sich der USC den zweiten Tabellenplatz und überholte Purbach.

Wallern ist bereits auf den Spuren vom FC Mönchhof. Bence Györvari (re.) ist einer der Leistungsträger in der Mannschaft von Trainer Kurt Jusits.

Wallern ist bereits auf den Spuren vom FC Mönchhof. Bence Györvari (re.) ist einer der Leistungsträger in der Mannschaft von Trainer Kurt Jusits.

© Marco Haider

Das Spiel mit den meisten Zuschauern am vergangenen Wochenende war das Duell zwischen demUFC Pamhagenund dem USC Wallern. Pamhagens Hoffnung, vielleicht doch überraschen zu können, war gegeben, doch diese wurde schnell genommen. „Wir hatten einen schlechten Tag und es ging so gut wie nix“, bedauerte UFC-Sektionsleiter Wolfgang Leyrer. Die Gäste spielten die Hausherren förmlich an die Wand, die nur äußerst sporadisch in die Hälfte der Wallerner kamen. Am Ende wurde es ein klares 4:0 für die Mannschaft von Trainer Kurt Jusits. „Über die gesamten 90 Minuten waren wir klar besser“, brachte es Wallern-Sektionsleiter Michael Thullner auf den Punkt. Doch was macht dieses Team so stark? Vergangene Saison hielt man sich die längste Zeit eher in den unteren Tabellenregionen auf. Man hat sich im Sommer schlicht und ergreifend richtig gut verstärkt. Lukas Cambal und Bence Györvari von Ligakonkurrenten Sankt Andrä zu holen, war ein absoluter Geniestreich. Der eine ist quasi die Torgarantie in Person und der andere spielt einen „Sechser“ wie man es sich als Coach nur so wünschen kann. Und rundherum wird die Qualität nicht schlechter. Mit Julian Kampf und Fabian Perlinger hat Jusits eine Flügelzange zur Verfügung, die sowohl offensiv als auch defensiv ihre Aufgaben tadellos meistert. Für mich hat sich Wallern mit dieser Leistung in Pamhagen und auch schon die Wochen davor neben Mönchhof und Purbach in den engsten Kreis der Titelfavoriten gespielt. „

Mönchhof und drei Punkte? Das ist mittlerweile wie Yin und Yang. Auch, wenn Jois derzeit nicht gerade die formstärkste Truppe der Liga ist, muss man auch dieses Match erst einmal gewinnen und das haben sie. Und wie. 5:2 lautete der Spielstand, als der Schiedsrichter abpfiff und das trotz einiger Umstellungen in der Startformation des FCM. Das Ergebnis deutet auf einen Selbstläufer hin, doch dem war nicht so. „Der Spielverlauf war eher unrund und nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, meinte Mönchhof-Trainer Patrick Kasuba. Das entscheidende sind aber die Punkte, was Kasuba ebenfalls so sieht: „Auch in einem qualitativ nicht optimalen Spiel haben wir Wege gefunden, die Partie in die richtige Bahn zu lenken.“ Jois-Obmann Christian Scherry: „Wir haben gut dagegen gehalten, aber ab einem gewissen Zeitpunkt war das Match dann einfach entschieden und das merkte man auch auf dem Platz.“

SC Apetlon gegen den ASV Zurndorf. Ein Aufeinandertreffen, bei dem es quasi unmöglich ist, einen Favoriten zu benennen. Die Seewinkler laufen derzeit Woche für Woche mit extrem jungen Spielern wie Fabio Haider, Lukas Payer, Lukas Matz oder Fabian Frank auf, also Erfahrung hat das Team von Trainer Thomas Haider noch nicht allzu viel. Was sie aber hat, ist Einsatz und Leidenschaft. Das sah man auch gegen Zurndorf. Die Gäste hatten zwar mehr Spielanteile, aber der SCA lief, kämpfte und erspielte sich immer wieder gefährliche Möglichkeit und konnte so mit 2:0 in Führung gehen. Ein Doppelschlag der Zurndorfer brachte jedoch ein 2:2 ein und dabei blieb es schlussendlich auch. Man könnte argumentieren, dass Apetlon mit der hohen Anzahl an Legionären besser abschneiden müsste, doch bei Zurndorf ist dies genau dasselbe. „Trotz der Ausfälle, die wir zu kompensieren hatten, haben wir ein gutes Spiel gemacht, also Kompliment an meine Jungs“, lobte Haider sein Team. „Aufgrund unserer vielen Chancen, vor allem in der ersten Halbzeit, wäre mit Sicherheit mehr drinnen gewesen“, analysierte Zurndorf-Sektionsleiter Rafael Brandl.

Podersdorf mit positivem Trend

Ein Spiel von hoher Bedeutung für beide Mannschaften - Podersdorf gegenSankt Andrä. Wer dieses Duell gewinnen sollte, war plötzlich vorne mit dabei. Die Ziniel-Truppe schaffte es, das Match mit 3:2 für sich zu entscheiden. Für Sankt Andrä geht der Fluch weiter. Immer noch kein Pflichtspielsieg gegen Podersdorf. Die Zuschauer bekamen eine turbulente und spannende Partie zu sehen, die mit dem 3:1 von Außenverteidiger Donat Szücs entschieden wurde. „Jetzt stehen wir wirklich gut da, aber jetzt heißt es erst einmal Jois zu schlagen“, blickt Podersdorf-Coach Franz Ziniel bereits motiviert auf die kommende Woche. „Es war wieder einmal ein gutes Spiel von uns“, so Sankt Andrä-Betreuer Michael Guttmann.

Was ist denn mit den NSC Juniors los? Sie bleiben sieglos und das nach sechs gespielten Runden, auch gegen Frauenkirchen. Wir sind nun mitten in der Hinrunde angekommen und die Seestädter sind nach wie vor Besitzer der „Roten Laterne“. Man hinkt den eigenen Erwartungen und auch jenen der Fans damit meilenweit hinterher. „Es war die vierte Partie, in der wir verdient in Führung liegen und am Ende mit leeren Händen dastehen“, erklärte NSC-Sektionsleiter Stefan Denk. Frauenkirchen-Trainer Robert Rainalter freute sich über den Sieg: „Nach dem Ausschluss wurde es leichter für uns und wir wurden spielbestimmend.“

Purbach sah das Match gegen Wulkaprodersdorf mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so auch Coach Patrick Castek: „Erste Halbzeit pfui und die zweite Hälfte dafür mehr als nur hui, leider ging es nicht über ein Unentschieden hinaus.“ Am Samstag wartet dann der SC Apetlon auf den UFC.

Wallern geht auf Angriff

© Marco Haider

Wallern geht auf Angriff

© Bernhard Fenz

FC Mönchhof – FC Hill Jois 5:2 (2:0).–
Torfolge: 1:0 Koch (28., Freistoß), 2:0 Luisser (34.), 3:0 Brodziansky (50., Elfer), 4:0 Karner (53.), 4:1 Knezevic (58.), 4:2 Knezevic (66., Elfer), 5:2 Lentsch (88.). –

Reserve:5:1 (Lehner 2, Kirschner, Nemeth, Beck; Moser (ET)).-
SR: Wisak. – Mönchhof, 120.

Mönchhof:Deme; Florian Karner, Danyukov (90. Moser), Koch; Aagaard, Julian Luisser, Stefan Lentsch (57. Michael Karner), Adam, Fleischhacker (77. Göltl); Brodziansky (90. Kirschner), Daniel Lentsch.

Jois:Kolesar; Florian Steurer (56. Schübl), Helm, Akbiyik, Panic; Kalmar, Hrdlicka; Hackl (52. Ehardt), Kara (70. Leo Steurer), Schuber; Knezevic.

UFC Podersdorf am See – FC VEGANIS Sankt Andrä 3:2 (1:1).–
Torfolge: 1:0 Csizmadia (18., Freistoß), 1:1 Macho (21.), 2:1 Fekete (65.), 3:1 Szűcs (75.), 3:2 Micovcak (85., Elfer). –

Reserve:2:3 (Lang 2; Rath, Stermeczki, Kirchknopf).-
SR: Orman. – Podersdorf, 155.

Podersdorf:Köllö; Szücs (90.+4 Lahcen), Csizmadia, Lentsch, Füleki; Haszonits, Sipos; Nagy, Kolarik, Janoki-Jaszai; Fekete.

Sankt Andrä:Orlando; Heller (70. Lang), Regner, Valek, Durmaz; Bors, Macho, Stulajter (89. Rath), Horvath; Marko, Micovcak.

SC Frauenkirchen – NSC Juniors 2:1 (0:1).–
Torfolge: 0:1 Gruidl (27.), 1:1 Matis (68.), 2:1 Enz (74.). –

Reserven:0:10 (Schefberger 6, Reeh 2, Bauer, Hamm).-
Gelb-Rote Karte: Fekete (49.). –
SR: Gören. – Frauenkirchen, 110.

Frauenkirchen:Brauneis; Derka, Weigl (46. Antal), Lang, Ettl; Matis, Schmid (90.+1 Schaffrian), Pejic, Otapka; Gollowitzer, Enz (89. Mikats).

Neusiedl:Mödlhammer; Michal Maas, Haider, Sonnleitner, Moro; Benen Mcgirr; Fekete, Abazi, Millner, Strommer (53. Dittrich); Gruidl (53. Matej Maas).

UFC Pamhagen – USC Wallern 0:4 (0:2).–
Torfolge: 0:1 J. Kampf (26.), 0:2 Cambal (41.), 0:3 Perlinger (59.), 0:4 Mayer (85.). –

Reserve:1:1 (Benjamin Steinhofer; Michlits).-
SR: Bekteshi. – Pamhagen, 500.

Pamhagen:Hros; Kandelsdorfer, Sukala, Pirka, Jan Leyrer; Stefan Wüger; Oliver Steinhofer (64. Benjamin Steinhofer), Mihalik (46. Munzenrieder), Andert, Horvath (46. Unger, 81. Koglbauer); Fleischhacker (64. Thüringer).

Wallern:Schwarz; Kampf, Haider (64. Leurer), Engelbert, Morhac, Fabian Perlinger (75. Michlits); Györvari, Takac (75. Johannes Theiler), Oliver Theiler (74. Janisch); Mayer, Cambal (61. Pichler).

SV Wulkaprodersdorf – UFC Purbach 2:2 (2:0).–
Torfolge: 1:0 Halasz (22.), 2:0 V. Varga (39.), 2:1 Krchnak (75.), 2:2 Krchnak (84., Strafstoß). –

Reserven:0:2 (Gmeiner, Edler).-
SR: Birte. – Wulkaprodersdorf, 145.

Wulkaprodersdorf:Zoltani; Gusek, Welkovits, Niklas Mandl, Kremsner; Varga, Nico Mandl (71. Delarich), Pejic; Halasz (61. Varadi), Wieser, Richter.

Purbach:Hums; Schmidt (72. Ivantschitz), Berger, Akbiyik, Manuel Wimpassinger; Gencer, Kaleta, Kopf (72. Iacovino-Protiwa); Rosner, Dragschitz, Krchnak.

SC Apetlon – ASV Raiba Zurndorf 2:2 (1:0).–
Torfolge: 1:0 F. Frank (38.), 2:0 Szücs (52.), 2:1 Milosevic (56.), 2:2 Wrba (58.). –

Reserven: 3:1 (Manuel Tschida, Andreas Tschida, Bors; Rosner).-
SR: Kuzat. – Apetlon, 400.

Apetlon:Strapak; Pethö, Haider, Kobercik, Rabi (69. Paul Tschida); Lukas Payer, Szücs; Matz (78. Thaler), Kovacevic, Füzföi; Frank (88. Scheiblhofer).

Zurndorf:Ruzinsky; Maxim Medvid; Antalek, Horvath, Bencsik, Sattler (66. Radits); Wrba; Reiter, Milosevic, Oliver Medvid; Pethö.