Acht Tore in Oberwart, brutal enge Spitze
1. Klasse Süd
1. Klasse Süd: Oberwart 1b und Deutsch Kaltenbrunn trennten sich 4:4. An der Spitze zeigt sich ein bizarres Bild, halten vier Teams bei 36 Punkten. HSV und SCLK remisierten, SCT und ASKM siegten.
© Franz Weber, Pressefoto Weber
Oberwart 1b – Deutsch Kaltenbrunn 4:4. Beim Spiel der Oberwarter 1b gegen Deutsch Kaltenbrunn sahen die gut 130 Zuseher ein echtes Torspektakel. Für die SVO-Youngsters sah es in Hälfe eins richtig gut aus. Pavel Usakov schoss die Heimischen in Front. Daraufhin sah Jens Koch noch die Ampelkarte, Oberwart war einen mehr. Und wusste das zunächst auch zu nutzen. Yehor Kozhenov und Pavel Usakov besorgten eine scheinbar komfortable 3:1-Führung. Deutsch Kaltenbrunn ließ sich davon aber nicht unterkriegen, war bissig und hatte immer die richtige Antwort parat. Zuletzt durch Nikolaus Pummer, der in Minute 84 zum 4:4-Endstand traf. „Es war eine ausgeglichene Partie. Aber die Gegentore dürfen wir nicht so einfach bekommen, da waren wir nicht aufmerksam genug“, ärgerte sich SVO-Coach Joachim Postmann. „Wir haben stark gekämpft und uns den Punkt verdient“, jubelte SVDK-Co-Trainer Andre Schaberl.
Heiligenkreuz – Heiligenbrunn 0:0.Der SV Heiligenkreuz bleibt in der Rückrunde noch ungeschlagen, ließ aber zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen. Der Tabellenführer übernahm von Beginn an das Kommando, spielte offensiv, biss sich aber am Heiligenbrunner Abwehrverbund die Zähne aus. Und das über 90 Minuten, die HSVler brachten die Kugel einfach nicht im Tor unter. „Wir haben über die gesamte Distanz brav gekämpft. Für uns war es auch wichtig, hinten die Null zu halten“, freute sich Heiligenbrunns Sektionsleiter Thomas Kedl über den neuerlichen Zähler gegen einen Gegner aus der Top-Gruppe. „Für uns sind es ganz klar zwei verlorene Punkte. Wir hätten aus unseren Chancen Kapital schlagen müssen“, so der Sportliche HSV-Leiter Kevin Baumgartner.
Loipersdorf-Kitzladen – Neuhaus 2:2.Loipersdorf-Kitzladen polierte seine Heimbilanz vorerst nicht auf. Auch nach dem 2:2 gegen Neuhaus warten die Loipersdorfer weiter auf den ersten Heimsieg der Rückrunde, holten aber zumindest wieder einen Punkt. Das Spiel startete besser für die Gäste, Sebastian Weber schoss die Neuhauser rasch in Führung und legte auch noch einmal nach (2., 38.). Noch vor der Pause brachte Nikola Lovric den SCLK aber zurück in die Partie. In den zweiten 45 Minuten entwickelte sich dann ein ausgeglichenes Spiel, jubeln durften noch einmal die Heimischen. Jan Benedek versenkte den Ball in den Maschen (77.). „Wir waren zu Beginn sehr unorganisiert. Aber die Mannschaft hat Moral bewiesen und sich zurückgekämpft“, nahm Loipersdorfs Sportlicher Leiter Roland Szander den Punkt mit. „Wir hatten genug Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Es wäre mehr drinnen gewesen“, meinte der Sportliche Leiter der Neuhauser, Stephan Knapp.
Bad Tatzmannsdorf – Kirchfidisch 1:0.Der Erfolgslauf der Bad Tatzmannsdorfer ging auch gegen Kirchfidisch weiter. Die Bürger-Mannen jubelten über einen 1:0-Sieg durch einen Treffer vom Chef höchstpersönlich. Patrick Bürger erzielte nach herrlicher Grgic-Vorarbeit das Goldtor (17.). In Folge fielen Lattentreffer auf beiden Seiten, Kapital konnte daraus keiner mehr schlagen. „Wir haben vor allem in den ersten 45 Minuten gute Möglichkeiten liegen gelassen. Aber im Großen und Ganzen haben wir die Partie kontrolliert. Wichtig sind die drei Punkte“, gab SCT-Funktionär Ernst Bürger sein Fazit ab. Die Kirchfidischer zeigten abermals eine gute Leistung. „Das Problem war aber die Chancenauswertung, wir trafen zweimal die Stange, konnten nach der Pause nicht mehr überzeugen“, meinte Obmann Christian Schaffer.
Markt Neuhodis – Wiesfleck 3:2.Das vierte Top-Team an der Ligaspitze ist der ASK Markt Neuhodis, der durch einen 3:2-Sieg gegen Nachzügler Wiesfleck nach Punkten mit Heiligenkreuz, Bad Tatzmannsdorf und Loipersdorf-Kitzladen (alle 36) gleichzog. Levente Töttö, Jürgen Pfahnl und Milan Török sorgten für die Treffer der Hodiser, die rasch mit 2:0 in Führung gingen, auch auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Emil Daliposki die richtige Antwort in der Tasche hatten. Wiesflecks zweiter Anschlusstreffer kam zu spät. „Es war ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In den zweiten 45 Minuten haben wir es für meinen Geschmack zu spannend gemacht, der Erfolg geht in Ordnung“, so ASK-Sektionsleiter Andreas Horvath.
Minihof-Liebau – Kemeten 3:0.Einen sehr wichtigen Sieg feierte der Tabellenletzte gegen Kemeten. Die Hausherren übernahmen von Beginn an das Kommando und gingen nach zwei Minuten in Führung. Torschütze: Elvir Goli. Der Legionär legte nach 17 Minuten nach und nur kurze Zeit später erhöhte Livio Kral auf 3:0. „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Das schnelle Tor hat uns Auftrieb gegeben und jeder hat für den anderen gekämpft“, jubelte FCML-Obmann Orhan Fazli. „Der Gegner war aggressiver und bissiger als wir. Zusätzlich hat ihm das frühe Tor in die Karten gespielt“, so ein gefrusteter SCK-Coach Josef Novakovits.
Schlaining – St. Martin/Raab 1:1.Der ASK Schlaining wartet noch immer auf den ersten Sieg der Rückrunde. Zu Beginn des Spiels standen gleich einmal die beiden Torhüter im Mittelpunkt. Beim ersten Gästeangriff kam es zu einem Luftduell, ASK-Keeper Zöttl schied verletzt aus. Für ihn kam Feldspieler Dieter Konczer in den Kasten, machte seine Sache gut. Auf der Gegenseite zog Petar Bozek die Notbremse, musste unter die Dusche. „Für mich war es keine Rote Karte, aber wir spielten 80 Minuten lang in Unterzahl, deshalb bin ich zufrieden“, so ASV-Obmann Edwin Janosch. Klaus Arth haderte mit der Schlaininger Leistung: „Wir trafen zweimal die Stange, aber das war es in Überzahl dann auch schon. Ein gerechtes Remis.“