Gerald Mader: Der Mann, der Schlaining zur Friedensburg machte

100. Geburtstag

Am 1. April wäre Gerald Mader 100 Jahre alt geworden. Der ehemalige burgenländische Kulturlandesrat hat Stadtschlaining nachhaltig geprägt und die Burg zu einem internationalen Ort des Dialogs und der Friedensforschung entwickelt.

Kranzniederlegung am Friedhof in Mattersburg: Thomas Nikles (Vbgm. Mattersburg), Christine Teuschler (ACP-Vorstandsmitglied), Norbert Darabos (ACP-Präsident), Tobias Lang (ACP-Direktor), Ilse Divosch, Britta Kirchler-Mader (Tochter von Gerald Mader), Christa Prets (Landesrätin a.D.) und Erwin Schranz (Landtagspräsident a.D. (v.l.).

Kranzniederlegung am Friedhof in Mattersburg: Thomas Nikles (Vbgm. Mattersburg), Christine Teuschler (ACP-Vorstandsmitglied), Norbert Darabos (ACP-Präsident), Tobias Lang (ACP-Direktor), Ilse Divosch, Britta Kirchler-Mader (Tochter von Gerald Mader), Christa Prets (Landesrätin a.D.) und Erwin Schranz (Landtagspräsident a.D. (v.l.).

© ACP

In den 1980er-Jahren erkannte der Mattersburger Gerald Mader das Potenzial der mittelalterlichen Burganlage. Mit großem persönlichem Engagement machte er daraus einen Ort der Begegnung über politische und kulturelle Grenzen hinweg. Daraus entstanden die European Peace University sowie das heutige Austrian Centre for Peace (ACP), das seit 1982 Menschen aus Diplomatie, Wissenschaft und internationalen Organisationen ins Südburgenland bringt.

„Maders Ansatz war von der Überzeugung geprägt, dass Frieden erlernt werden kann“, sagt ACP-Präsident Norbert Darabos. Unter seiner Leitung entwickelte sich Schlaining zu einem internationalen Ausbildungs- und Begegnungsort für Friedenspolitik und Konflikttransformation. Trainingsprogramme, Dialogformate und Konferenzen bringen bis heute Menschen aus Konfliktregionen ebenso wie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger nach Schlaining.

Die Wirkung reicht weit über die Region hinaus. Gleichzeitig blieb der Ansatz immer klar: globale Themen mit einem konkreten Ort verbinden.

Internationale Impulse aus Stadtschlaining

„Gerald Mader gelang es, internationale Perspektiven nach Stadtschlaining zu holen und zugleich von hier aus Impulse in die Welt zu senden. Auch Jahrzehnte später wirkt sein Vermächtnis hier fort“, betont ACP-Direktor Tobias Lang.

Mehrere tausend Absolvent:innen aus aller Welt haben Programme in Schlaining durchlaufen. Die Friedensburg steht damit bis heute für einen Ansatz, der auf Begegnung, Wissen und Verständigung setzt.

Gerald Mader: Der Mann, der Schlaining zur Friedensburg machte

© Richard Vogler

Gerald Mader selbst hielt rückblickend fest: „Meine Friedensarbeit in Schlaining war mein wichtigster und interessantester Lebensabschnitt.“