Theater um Peter Floridan kehrt mit viel Applaus auf den Tabor zurück

100 Jahre Stadt Neusiedl

Die Premiere am Freitagnachmittag brachte das Neusiedler Volksstück „Peter Floridan“ zurück an den Tabor. Rund 50 Laienschauspielerinnen und Laienschauspieler erzählten die Geschichte des jungen Seifensiedermeisters und verbanden historische Bezüge mit aktuellen Anspielungen, einer Liebesgeschichte und actionreichen Szenen. Das Publikum reagierte mit viel Applaus.

Seifensieder Peter Florian (Thomas Harrer, 2.v.r.) - ein Anti-Held der Neusiedler Sage aus der Zeit der Kuruzzenkämpfe im 18. Jahrhundert.

Seifensieder Peter Florian (Thomas Harrer, 2.v.r.) - ein Anti-Held der Neusiedler Sage aus der Zeit der Kuruzzenkämpfe im 18. Jahrhundert.

© Birgit Böhm-Ritter

Das Stück des Neusiedler Historikers Sepp Gmasz erzählt vom Schicksal Peter Floridans, der Anfang des 18. Jahrhunderts bei der Erstürmung des Tabors durch die Kuruzzen sein Leben verlor. Zugleich gibt die Handlung Einblicke in das Alltagsleben der damaligen Bevölkerung. Gmasz übernahm auch Regie und Inszenierung.

Nach den Aufführungen 2009 und 2011 kehrt das Volksstück im Jubiläumsjahr „100 Jahre Stadt Neusiedl am See“ an jenen Ort zurück, an dem sich die historischen Ereignisse abspielten. Der Tabor wird dabei zur Kulisse für die Geschichte des jungen Seifensiedermeisters.

Besonders auffällig war bei der Premiere das schauspielerische Talent der Laiendarstellerinnen und Laiendarsteller. Viele von ihnen standen bereits bei den früheren Aufführungen auf der Bühne. Gmasz hatte im Vorfeld betont: „Es freut mich, dass fast alle Darstellerinnen und Darsteller von früher wieder dabei sein werden.“

Die Inszenierung beschränkt sich dabei nicht auf historische Ereignisse. Aktuelle Anspielungen lockern die Handlung auf, während eine kleine Liebesgeschichte eine persönliche Ebene hineinbringt. Dazwischen sorgen actionreiche Szenen für Tempo.

So entsteht ein abwechslungsreicher Theaternachmittag, der die Geschichte rund um Peter Floridan nicht ausschließlich als historisches Ereignis erzählt. Die Premiere zeigte, wie sich historische Details, persönliche Geschichten und zeitgenössische Bezüge miteinander verbinden lassen.

Der Schlussapplaus fiel entsprechend lang aus. Nach der Premiere folgen noch zwei Vorstellungen am Tabor: am Samstag, 19. September, und am Sonntag, 20. September, jeweils um 16 Uhr.