Vier Projekte bei Preisverleihung in Raiding ausgezeichnet

12. Architekturpreis

Zwei gleichwertige Preise und zwei Anerkennungen für herausragende Beiträge zur zeitgenössischen Architektur wurden im Lisztzentrum Raiding vergeben.

KBB-Geschäftsführerin Claudia Priber gratulierte den Vertretern der Pfarre Bad Sauerbrunn und Architekten der freistil Architektur (Bild links) sowie Bauherrn Jacobus van Hoorne und Architekt Gilbert Berthold vom „Einfamilienhaus mit Schilfdach“ (Foto oben) zum Architekturpreis. Anerkennungspreise für den Stadtgarten Oberwart nahmen Bürgermeister Georg Rosner und Landschaftsarchitekt Heinz Gerbl (Foto unten links) sowie Architekt und Bauherr Thomas Kügerl und Birgit Szuppin für das haus sz entgegen.

KBB-Geschäftsführerin Claudia Priber gratulierte den Vertretern der Pfarre Bad Sauerbrunn und Architekten der freistil Architektur (Bild links) sowie Bauherrn Jacobus van Hoorne und Architekt Gilbert Berthold vom „Einfamilienhaus mit Schilfdach“ (Foto oben) zum Architekturpreis. Anerkennungspreise für den Stadtgarten Oberwart nahmen Bürgermeister Georg Rosner und Landschaftsarchitekt Heinz Gerbl (Foto unten links) sowie Architekt und Bauherr Thomas Kügerl und Birgit Szuppin für das haus sz entgegen.

© Landesmedienservice/Fenz

Seit 2002 würdigt das Land Burgenland im zweijährigen Intervall mit dem Architekturpreis Bauten, die einen herausragenden Beitrag zur zeitgenössischen Architektur im Land leisten und in ästhetischer sowie innovativer Hinsicht als besonders vorbildlich zu bezeichnen sind. Heuer wurden insgesamt 20 Projekte eingereicht und unter diesen zwei gleichwertige Preise und zwei Anerkennungen vergeben.

Mit dem Architekturpreis ausgezeichnet wurden der Architekt Gilbert Berthold (Zürich) mit den Bauherren Marina Rosa und Jacobus van Hoorne für das Projekt „Einfamilienhaus mit Schilfdach“ in Weiden am See sowie die freistil Architektur GmbH (Wien) mit der Katholischen Pfarrgemeinde Bad Sauerbrunn für die Sanierung und Neugestaltung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bad Sauerbrunn.

Vier Projekte bei Preisverleihung in Raiding ausgezeichnet

© Architektur Raum Burgenland, Emanuel Nitsch

Während die Jury beim Einfamilienhaus mit Schilfdach die konsequent nachhaltige Bauweise durch die Verwendung von nachwachsenden, regional verfügbaren Baustoffen wie Holz, Stroh und Schilf überzeugte, „die gleichzeitig ästhetische Eigenständigkeit und hohe handwerkliche Qualität verkörpert“, war es bei der Sanierung der Pfarrkirche Bad Sauerbrunn die sorgfältige und umsichtige Herangehensweise im Umgang mit dem Bestand. „Nicht überbauen oder neu interpretieren, sondern verstehen und erhalten“, lautete das Urteil der Jury.

Vier Projekte bei Preisverleihung in Raiding ausgezeichnet

© Architektur Raum Burgenland/Gilbert Berthold

Mit Anerkennungspreisen ausgezeichnet wurden die Projekte Stadtgarten Oberwart – Architektur: Landschaftsarchitekt Heinz Gerbl, Bauherrin: Stadtgemeinde Oberwart – und das „haus sz“ in Wulkaprodersdorf mit dem Architekten Thomas Kügerl und den Bauherren Birgit Szuppin und Thomas Kügerl.

Vier Projekte bei Preisverleihung in Raiding ausgezeichnet

© Architektur Raum Burgenland/Thomas Kügerl

Dieses Wohnhaus stellt für die Jury „eine gelungene Umsetzung des Typus ,Streckhof‘ inklusive Neuausformulierung durch Verwendung moderner Materialien (...) dar. Und zum Stadtgarten Oberwart meinten die Experten: „Die räumliche Wirkung der Bestandsbäume verbindet sich ganz wunderbar mit den Staudenfeldern. Grüne Verdichtung, die sofort ihre Wirkung entfaltet.“

Vier Projekte bei Preisverleihung in Raiding ausgezeichnet

© Architektur Raum Burgenland/Rainer Schoditsch

Seit 2002 wurden über 340 Projekte eingereicht

Alle eingereichten Projekte wurden von der Jury - bestehend aus Architekt Prof. Bernado Bader, Kunstakademie München, Architekt Univ.-Prof. Hans Gangoly (TU Graz), Architektin Univ.-Prof. Anna Wickenhauser, Kunstuniversität Linz, Architektin Kristina Macherhammer, und Susanne Schmall, Beirätin für Baukultur - hinsichtlich ihrer architektonischen Qualität, dem örtlichen Kontext, dem substanziellen Beitrag zur Ortsentwicklung und im Hinblick auf die daraus resultierenden innovativen und beispielgebenden Lösungen diskutiert und nach den relevanten Themen im Land – wie die Zersiedelungsproblematik, der Umgang mit dem Dorfrand, die Maßstäblichkeit, das Einfügen von Neubauten im städtischen/dörflichen Gefüge – beurteilt. Besonderes Augenmerk lag auch auf der spezifischen Baukultur des Landes, der Auseinandersetzung mit den Strukturen des Burgenlandes, der Topographie, dem Klima und der Landschaft.

Seit 2002 wurden über 340 Projekte eingereicht und mittlerweile mit den gestern verliehenen Preisen 40 Preise und 36 Auszeichnungen vergeben. Überreicht wurden die Auszeichnungen von der Geschäftsführerin der KBB Kultur-Betriebe Burgenland GmbH, Claudia Priber. Musikalisch begleitet wurde die Auszeichnung von Anna Koch, durch den Abend führte Elisabeth Gamauf-Leitner.