Sprachenwettbewerb: Drei Sieger vom Mattersburger Gymnasium

120 Teilnehmer

Drei erste, ein zweiter und ein dritter Platz für BG/BRG Mattersburg bei der Sprachen-Trophy der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland und der Bildungsdirektion Burgenland.

Die erfolgreichen Teilnehmer der Sprachen-Trophy.

Die erfolgreichen Teilnehmer der Sprachen-Trophy.

© Landesmedienservice Burgenland/Hans Christian Gmasz

Nach vier Jahren im Online-Format wurde am Donnerstag die Finalveranstaltung der Sprachen-Trophy, des traditionellen Sprachwettbewerbs der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (PPH) und der Bildungsdirektion Burgenland, erstmals wieder in Präsenz durchgeführt. 120 Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen der Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS), aus Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) sowie Berufsschulen im Burgenland nahmen an den Vorrunden teil und stellten ihr sprachliches Können in den Sprachen Englisch (B1 und B2), Französisch, Italienisch, Kroatisch, Latein (Lang- und Kurzform, nur schriftlich), Russisch, Spanisch und Ungarisch unter Beweis.

In den Finalrunden präsentierten die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre sprachlichen Fähigkeiten vor Publikum in Dialogen mit Jurorinnen und Juroren. Sie setzten sich dabei mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander, darunter Ökotourismus, gesunder Lebensstil, reale vs. digitale Welt, Umweltschutz und die Zukunft der Arbeit. Bildungslandesrätin Daniela Winkler nahm gemeinsam mit Rektorin Sabine Weisz und Bildungsdirektor Alfred Lehner die Siegerehrung vor.

Mit drei ersten Plätzen schnitt das BG/BRG Mattersburg am besten ab: Jakob Kämpfer (Latein Kurzform), Anja Friedrich (Russisch) und Andreas Koller (Spanisch) lieferten die beste Leistung ab. Für das Mattersburger Gymnasium gab es zudem zwei weitere Stockerplätze: Helena Lazovic (Russisch) holte sich einen zweiten, Gordana Bogdan (Russisch) einen dritten Platz.

„Die Schülerinnen und Schüler stellten in diesem Wettbewerb ihre Kompetenz in vielen Sprachen unter Beweis und begeisterten mich persönlich in ihrer sprachlichen Vielfalt. Im Burgenland gibt es mit Kroatisch und Ungarisch zwei Sprachen, die besonders von den Angehörigen dieser Volksgruppen gepflegt werden. Das ist sehr wichtig für die Kultur und deren Identität, aber auch die Internationalisierung kann nur durch die Sprache gelingen“, sagte Bildungslandesrätin Daniela Winkler.

Die Sprachen-Trophy soll die Mehrsprachigkeit fördern und zum Erlernen neuer Sprachen animieren – immerhin spricht mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung zwei oder mehr Sprachen. „Diese Sprachen öffnen Türen. Wenn wir sprachliche Barrieren aus dem Weg räumen und eine gemeinsame Sprache finden, um uns auszutauschen, dann kann jede Sprache neben unserer Muttersprache völkerverbindend sein. Das ist in der Zeit, in der wir leben, ein bedeutender Aspekt. Reden ist eine sehr persönliche Form der Ausdrucksweise, Reden besteht aus mehreren Komponenten, und eine gute Rede ist getragen von dem Zusammenspiel von Auftreten, Gehabe und Bewegung mit dem gesprochenen Wort“, erklärte Winkler.

Rektorin Sabine Weisz von der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland sagte dazu: „Wir stehen mit großem Engagement hinter diesem Sprachwettbewerb, getragen von der Überzeugung, dass die Mehrsprachigkeit allgemein und die Volksgruppensprachen insbesondere aktiv gefördert werden müssen. Das Eintauchen in andere Sprachen und Kulturen erweitert den Blick, führt zu Toleranz und vernetztem Denken und ist ein wichtiger Beitrag zur Erweiterung des persönlichen Horizonts der Schülerinnen und Schüler.“

Bildungsdirektor Alfred Lehner betonte im Zuge der Siegerehrung: „Die Sprachen-Trophy ist ein wichtiges Projekt, das junge Menschen dazu ermutigt, ihre Mehrsprachigkeit und ihr interkulturelles Verständnis zu stärken. In einer zunehmend vernetzten Welt sind genau diese Fähigkeiten von unschätzbarem Wert. Sie ermöglichen sowohl beruflich als auch im persönlichen Leben neue Chancen.“