13 Hauben für den Neusiedler Bezirk
Neusiedl am See
Oliver Wiegand: Der Küchenschef im Stadtgasthaus zum Nyikospark darf sich über zwei Hauben freuen.
© Culinarius/APA-Fotoservice/Maria
Gerade einmal ein halbes Jahr hatte Oliver Wiegand Zeit, der Küche im Stadtgasthaus am Nyikospark seine Handschrift zu geben. Im April übernahm er dort als Küchenchef, nun liegt die erste Bewertung vor: Gault&Millau vergibt 13 von 20 Punkten und zwei Hauben. Damit kehrt das Neusiedler Traditionshaus nach Jahren ohne Haube in den Kreis der ausgezeichneten Restaurants zurück.
Wiegand setzt auf eine bodenständige Küche mit internationalen Einflüssen. Österreichische Süßwasserfische, saisonale Produkte und klassische Gasthausgerichte prägen das kulinarische Profil. Erfahrung dafür sammelte er unter anderem im Goldenen Hirschen in Salzburg und im Tantris in München. Im Burgenland machte er sich mit seinem eigenen Restaurant Fossil einen Namen, zuletzt erkochte er in der Blauen Gans zwei Hauben.
Dass es nun auch im Nyikospark so rasch für zwei Hauben gereicht hat, sieht Wiegand als Leistung des gesamten Teams. „Wir haben uns hier vom ersten Tag an gut zusammengefunden und gemeinsam an der Küche gearbeitet. Dass wir dafür jetzt mit zwei Hauben ausgezeichnet werden, freut mich sehr. Hinter jedem Teller stehen viele Handgriffe und Menschen, auf die ich mich verlassen kann. Deshalb ist das ein Erfolg der ganzen Mannschaft“, sagt der Küchenchef.
Zwei Adressen unter einem Patron
An Wiegands Seite steht Patron Fritz Tösch. Er wacht damit über zwei der acht Haubenlokale im Bezirk: Neben dem Stadtgasthaus am Nyikospark gehört auch das Fritz in Weiden am See dazu. Das Restaurant direkt am Neusiedler See wird im neuen Guide mit einer Haube geführt.
Für Tösch ist die Auszeichnung des Nyikosparks eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. „Als Oliver zu uns gekommen ist, hatten wir eine klare Vorstellung davon, wie wir die Küche weiterentwickeln möchten. Dass wir uns schon jetzt über zwei Hauben freuen dürfen, ist eine schöne Bestätigung. Besonders freut mich, wie gut die Mannschaft zusammenarbeitet. In diesem Haus steckt viel Herzblut und diese Auszeichnung bedeutet uns entsprechend viel“, sagt Tösch.
Während der Nyikospark damit in die Haubenrunde zurückkehrt, fällt weiter südlich im Bezirk eine zweite Entwicklung auf. Die Möwe im Vila Vita Pannonia in Pamhagen legt gegenüber der vorangegangenen Bewertung um gleich drei Punkte zu. Mit nun 14 Punkten und zwei Hauben erreicht sie die höchste Punktezahl unter den acht ausgezeichneten Restaurants des Bezirks.
Hauben von Gols bis Apetlon
Doch die Hauben verteilen sich 2027 weit über den Bezirk. In Gols behauptet sich der Heimlichwirt mit zwei Hauben. Richtung Seewinkel setzt sich die Reihe in Podersdorf fort: Auch Zur Dankbarkeit wird von Gault&Millau mit zwei Hauben bewertet.
Noch weiter östlich findet sich die nächste Zwei-Hauben-Adresse. The Infinity in Andau gehört ebenfalls zu jener Gruppe, die im neuen Guide zwei Hauben trägt. Gemeinsam mit der Möwe und dem Nyikospark sind damit fünf Restaurants des Bezirks in dieser Kategorie vertreten.
Auch unterhalb der Zwei-Hauben-Marke bleibt die Auszeichnung nicht auf einen Ort beschränkt. In Apetlon erhält das Gasthaus Zum fröhlichen Arbeiter eine Haube, in Bruckneudorf wird das Joseph mit einer Haube geführt. Töschs zweites Restaurant, das Fritz in Weiden am See, komplettiert die Gruppe.
Unterm Strich spannt der Restaurantguide damit einen weiten Bogen durch den Bezirk: von Bruckneudorf über Neusiedl, Weiden und Gols bis in den Seewinkel. Fünf der acht ausgezeichneten Restaurants tragen zwei Hauben, drei weitere eine. Für den Nyikospark ist die Ausgabe 2027 dabei eine besondere Rückkehr: Nur rund sechs Monate nach Wiegands Antritt stehen wieder zwei Hauben zu Buche.
Küchenchef Oliver Wiegand, Restaurantleiterin und Sommelière Nicole Wandalller und Patron Fritz Tösch
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