Im Rausch mit Feuerlegen gedroht: Mann verurteilt

13. Vorstrafe

Am 31. Juli 2025 hatte ein 43-Jähriger für Aufregung in einer Wohnhausanlage im Bezirk Mattersburg gesorgt. Jetzt wurde der Vorbestrafte zum 13. Mal verurteilt.

Der Angeklagte zeigte sich reuig und entschuldigte sich bei seinen Ex-Nachbarn.

Der Angeklagte zeigte sich reuig und entschuldigte sich bei seinen Ex-Nachbarn.

© BVZ/Kirchmeir

„Ich zünd' dir die Bude an“, soll der Arbeitslose seiner Nachbarin gedroht haben. Später soll er mit einer Machete draußen herumgelaufen sein. Am ersten Prozesstag im September hatte er angegeben, sich aufgrund seiner Berauschung nicht mehr an den Vorfall erinnern zu können.

Am 27. Oktober 2025 wurde der Prozess fortgesetzt. Befragt wurde eine frühere Nachbarin des Angeklagten. „Er kam heraus und schimpfte. Er sagte auch: Ich zünde deine Bude an“, berichtete sie. Sie sei froh, dass der Mann jetzt nicht mehr ihr Nachbar sei. „Es stank nach Gras, er war oft alkoholisiert, es war laut“, sagte die Zeugin.

Sie habe sich vor dem Angeklagten am Tag des Vorfalls jedenfalls gefürchtet. Zweimal war am 31. Juli die Polizei vor Ort. „Wir sagten zu den Polizisten, dass er gedroht hatte, die Wohnung meiner Nachbarin anzuzünden. Sie sagten, wir sollen abwarten, und redeten mit ihm“, berichtete die Frau weiter. Ein Aktenvermerk der Polizei belegt, dass der Angeklagte damals einen „verwirrten, alkoholisierten Eindruck“ machte.

„Es tut mir leid, wenn ich etwas Falsches gemacht habe“, sagte der Angeklagte zu ihr. „Ich bin kein böser Mensch, ich hatte Probleme.“

„Das ist schön, wenn Sie das einsehen“, meinte seine frühere Nachbarin.

Ihr Lebensgefährte berichtete danach, dass ihm der Angeklagte nach dem ersten Vorfall mit der Drohung am Parkplatz mit einem „großen Messer“ entgegengekommen sei. Er sei, so der Zeuge, daraufhin mit seinem Sohn in den Garten vor seiner Wohnung gegangen, da habe der Angeklagte von dessen Balkon aus heruntergerufen, er werde „alle umbringen“.

Daraufhin war es zum zweiten Polizeieinsatz gekommen, der 43-Jährige wurde festgenommen.

Er berichtete vor Gericht, er habe damals pro Woche 100 Stück des Benzodiazepins Praxiten bekommen und pro Tag bis zu 15 Tabletten genommen, obwohl er nur ein bis drei Stück hätte schlucken sollen. Dazu habe er auch noch Alkohol konsumiert.

„Ich möchte auf den normalen Weg zurück“, bat der Angeklagte um einen Freispruch oder ein mildes Urteil.

Die Richterin sprach ihn nicht wegen Brandstiftung, sondern wegen einer angedrohten Sachbeschädigung durch Feuer schuldig. Sie gehe davon aus, dass sich der Angeklagte zum Zeitpunkt der Drohung im Zustand voller Berauschung befand, so die Richterin. Von den anderen angeklagten Fakten wurde er freigesprochen. Das Urteil lautete auf elf Monate Haft, davon neun Monate bedingt. Die Vorhaft seit 31. Juli wurde angerechnet.