2. Klasse Mitte: Tschurndorf mit der Derby-Überraschung
2. KLASSE MITTE
Das Ergebnis der Runde lieferte sicher der ASK Tschurndorf, der beim favorisierten UFC Sieggraben im Derby klar 4:1 siegte.
© ASKÖ Tschurndorf/Kalkgruben
Sieggraben - Tschurndorf 1:4. Mit diesem Ergebnis hatte wohl kein „Insider“ gerechnet. Die favorisierten Sieggrabener ließen sich im Kirtagsspiel von ihren Nachbarn „entzaubern“ und konnten die Erwartungen ihrer Zuschauer nicht erfüllen. „Das tut am meisten weh. Das Spiel war gut besucht und wir wollten unseren Leuten einiges zurückgeben. Leider haben wir uns sehr dumm angestellt. Vier Chancen für den Gegner führten zu vier Gegentoren. Wir haben das Spiel klar dominiert, nur leider agierten wir vor allem bei Standardsituationen sehr naiv und zögerlich. Zwei Lattenschüsse und drei vergebenen Großchancen hätten eigentlich für die drei Punkte reichen sollen“, war UFC-Spielertrainer Philipp Schordje fuchsteufelswild nach dem Spiel. Tschurndorf-Kapitän Michael Steiner zur Partie: „Wir sind sehr selbstbewusst hingefahren und wussten, dass wir drei Punkte mitnehmen können. Sie haben uns maßlos unterschätzt, das war unser Schlüssel zum klaren Auswärtssieg.“
Antau – Unterrabnitz 2:0. Es war ein verdienter aber nicht ungefährdeter Sieg der Heimischen. Unterrabnitz kam vor der Pause zu einigen guten Schussgelegenheiten, doch entweder man scheiterte an der eigenen Schusstechnik oder aber Antau-Schlussmann Daniel Straussberger war zur Stelle und entschärfte die Situation. Eine der ersten Gelegenheiten der Gastgeber nutzte Martin Szuppin, der Gäste-Goalie Benjamin Matyi mit seinem satten Schuss ins kurze Eck keine Chance ließ (28.). Aber auch danach spielten die Mannen von Patrick Steinriegler selbstbewusst mit, nur: Es fehlte ganz vorne an Präzision. Der diesmal als Co-Trainer in der Coachingzone agierende SCU-Routinier Herbert Vukovich fasste wie folgt zusammen: „Wir belohnen uns leider nicht für unseren Aufwand, bin aber zuversichtlich, dass das bald funktioniert.“ Antaus Sportlicher Leiter Mark Hergovits resümierte: „Es war ein klarer Unterschied zu den vergangenen Wochen zu erkennen. Ein knapper aber sehr verdienter Sieg, der jetzt einmal gut tut.“
Unterfrauenhaid – Stoob 1:1. Das Spiel begann nicht sehr glücklich für die Gastgeber: Offensivspieler Gabor Savanyo bekam unmittelbar vor Spielbeginn bescheid, dass seine Mutter nahe des Sportplatzes einen Autounfall hatte. Somit gingen die Heimischen ohne ihren Goalgetter in die Partie. „Außerdem fehlten noch Kapitän Michael Kautz und Tamas Horvath. Wir waren also ziemlich ersatzgeschwächt und ich würde sagen, dass wir uns so gesehen wirklich gut verkauft haben“, fasste SCU-Obmann Thomas Lämmermayer zusammen. Zweite Halbzeit fanden die Gastgeber noch besser in die Partie, nutzten aber ihre Chancen nicht. „Vor der Pause haben nur wir gespielt. Der Gegner nutzte eine einzige Unachtsamkeit von uns. Nach der Pause war das Match offener. Unterm Strich hatten wir mehr Spielanteile und auch klar mehr Großchancen. Schade um die beiden Punkte“, so Stoobs Sportlicher Leiter Kevin Radostics.
Raiding – Sigleß 3:0. Nach drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen war bei den Hausherren in der Woche vor der Partie „Aktion scharf“ angesagt. Die Vereinsverantwortlichen und Trainer Toni Drabeck einigten sich auf einige Personalrochaden und der ASK-Coach resümierte äußerst positiv: „Endlich waren wieder Burschen am Werk, die sich 90 Minuten gegenseitig unterstützt haben. Erste Halbzeit zwar es zwar ein Abtasten, doch nach dem Seitenwechsel hatten wir neben den drei Treffern noch einige gute Möglichkeiten für einen deutlich höheren Heimsieg.“ Die Gäste kamen mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen im Gepäck ins Mittelburgenland, enttäuschten aber. „Das war diesmal deutlich zuwenig. Erste Halbzeit hatten wir zwar leicht die Überhand, nach der Pause fuhren die Gastgeber aber einen verdienten Sieg ein, der durchaus auch höher hätte ausfallen können“, schilderte Sigleß‘ Sportlicher Leiter Peter Zistler die Partie.
Dörfl – Neckenmarkt 2:0. Ein Spiel mit relativ wenig Torchancen, die Dörfl-Coach Sascha Kalss so zusammenfasste: „Der Gegner hatte drei Chancen und wir vier. Diesmal waren wir die Effektiveren. Das Spiel war zwar sehr intensiv, aber ohne allzuviel Torraumszenen. Ein verdienter Erfolg aufgrund einer guten Leistung unseres Kollektivs.“ Neckenmarkt hatte mit einem Lattenkracher, „Marke Traumtor“, durch Daniel Fuchs Pech. „Es war ein Spiel, wo abzusehen war: Wer das erste Tor schießt, wird als Sieger vom Platz gehen. Im Grunde ein Duell auf Augenhöhe“, so Neckenmarkts Sportlicher Leiter Markus Loibl. Scharfschütze Fuchs musste zum Leidwesen der Neckenmarkter nach einer knappen Stunde verletzt vom Feld. Er dürfte sich bei einem Sturz in der Schulter Bänder gerissen haben und wird vermutlich länger ausfallen.