Derby-Brisanz und der Aufstiegs-Krimi
2. KLASSE Nord
Während Trausdorf und Oslip im Kroatenderby aufeinandertreffen, steht Sigleß in St. Georgen vor einem echten Prüfstein.
Intensive Zweikämpfe wie hier zwischen Endrit Dervishaj (l.) und Abel Kulcsar (r.) werden im anstehenden Derby den Ton angeben.
© Joshua Unterweger
Ein Prestigeträchtiges „Kroatenderby“ mit Hochspannung steht auf dem Programm. Wenn am kommenden Spieltag das traditionelle Derby zwischen dem SC Trausdorf und dem FC Oslip angepfiffen wird (Freitag, 18 Uhr), rückt die Tabelle für 90 Minuten komplett in den Hintergrund. Es ist Zeit für das unbestrittene Highlight im Kalender beider Vereine, bei dem es sportlich gesehen zwar um keine elementaren Entscheidungen mehr geht, dafür aber umso mehr Prestige auf dem Spiel steht. Die Rollenverteilung aus dem Hinspiel, das Trausdorf noch klar mit 3:1 für sich entscheiden konnte, sorgt dabei auf beiden Seiten für reichlich zusätzliche Motivation.
Im Lager der Osliper brennt man nach der damaligen Niederlage verständlicherweise auf Wiedergutmachung. Trainer Thomas Achs blickt dem prestigeträchtigen Kräftemessen deshalb schon voller Vorfreude entgegen und stellt klar, dass seine Mannschaft das Ergebnis aus der Hinrunde keinesfalls auf sich sitzen lassen will, sondern diesmal ein deutlich besseres Gesicht zeigen möchte.
Die Hausherren sind sich der Revanchegelüste des Gegners jedoch vollauf bewusst und stellen sich auf einen heißen Tanz vor heimischer Kulisse ein. Trausdorfs Pressesprecher Stefano De Martin unterstreicht die Bedeutung der Partie, indem er sie als das wichtigste Spiel des Jahres deklariert. Trotz des klaren Erfolgs im Herbst mahnt er zur absoluten Wachsamkeit, da Oslip über enorme Nehmerqualitäten sowie spielstarke Einzelspieler verfügt, die bis zur letzten Minute alles reinhauen. Um die Punkte im Heimderby zu behalten, fordert De Martin von seiner Elf, die erwartete Körperbetontheit und Aggressivität von Beginn an voll anzunehmen.
Ein echtes Topspiel mit jeder Menge Aufstiegsbrisanz erwartet die Fans beim Aufeinandertreffen zwischen dem UFC St. Georgen und dem SV Sigleß (Freitag, 19:30 Uhr) . Die Ausgangslage im Rennen um die vorderen Plätze hat sich am vergangenen Wochenende noch einmal drastisch zugespitzt. Weil die direkte Konkurrenz aus Oggau und Stotzing patzte, schob sich Sigleß durch einen knappen 1:0-Erfolg gegen Parndorf 1c wieder auf den begehrten zweiten Tabellenplatz vor. Nun wartet auf den Aufstiegsaspiranten allerdings ein extrem unbequemer Prüfstein.
Obwohl die Sigleßer das Hinspiel noch souverän mit 3:1 für sich entscheiden konnten, reist man im Lager des Tabellenzweiten mit einer gehörigen Portion Respekt an. „St. Georgen spielt eine starke Rückrunde. Sie haben eine junge laufstarke Truppe in der Christopher Pinter die Fähden zieht“, verriet Sigleß-Sektionsleiter Peter Zistler. Da die Sigleßer ihre eigene Topform zuletzt nicht immer wie gewohnt abrufen konnten, stellt sich Zistler auf eine weitaus schwierigere Aufgabe als noch im vergangenen Herbst ein.
Genau in diese Kerbe will auch St. Georgens Spielertrainer Christopher Pinter schlagen, der mit viel Selbstvertrauen in das letzte Heimspiel des Jahres geht. Seine Mannschaft hat sich im Frühjahr zu einer der absoluten Top-Teams der Liga entwickelt und brennt darauf, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Pinter fragt sich zwar gespannt, mit welcher taktischen Ausrichtung Sigleß diesmal auftreten wird, lässt an den eigenen Ambitionen aber keinen Zweifel aufkommen: Die Saison soll mit dem Punktemaximum vor den eigenen Fans und einem Platz so weit oben wie möglich gekrönt werden.