Herbstmeister Sigleß am Boden

2. Klasse Nord

Verletzungspech und Formkrise kosten dem SV Sigleß die greifbare Meisterschaft.

Ivan Mihailovic (m.) und Co. befinden sich derzeit in einer massiven Formkrise. Nachdem nun sogar das Verpassen des Aufstiegs droht, müssen sie schleunigst auf die Beine kommen.

Ivan Mihailovic (m.) und Co. befinden sich derzeit in einer massiven Formkrise. Nachdem nun sogar das Verpassen des Aufstiegs droht, müssen sie schleunigst auf die Beine kommen.

© Johannes Götzinger

Im Herbst war die Welt beim SV Sigleß noch in Ordnung. Mit elf Siegen aus 13 Spielen krönte sich das Team souverän zum Herbstmeister. Doch in den vergangenen Wochen ist das einst so stabile Kartenhaus zusammengebrochen. Aus den letzten fünf Partien holte Sigleß nur einen Sieg bei vier Niederlagen.

Hauptverantwortlich für den sportlichen Absturz ist eine gravierende Verletzungsmisere. Sektionsleiter Peter Zistler bringt den Wendepunkt auf den Punkt: „Leider haben wir viel Verletzungspech und mit der Partie gegen Breitenbrunn war es dann gelaufen.“ Das Unheil begann kurz vor diesem Topspiel mit dem Ausfall von Peter Bösze, dem mit Felix Gerenschier und Kai Monschein rasch weitere wichtige Stammkräfte ins Lazarett folgten. Die logische Konsequenz war eine merklich geringere Trainingsbeteiligung und der Verlust der herbstlichen Form, was sich laut Zistler auch bei der jüngsten verdienten Niederlage gegen Stotzing deutlich zeigte.

Der entscheidende Knackpunkt der Rückrunde bleibt für den Funktionär aber das direkte Duell mit dem Ligaprimus. Nach der Pleite gegen Breitenbrunn sei bei der Mannschaft schlicht „die Luft draußen“ gewesen. Dennoch trauert Zistler dem verpassten Momentum hinterher: „Hätten wir die Partie rübergebracht und das 2:0 gemacht, wäre die Saison ganz anders verlaufen. Wir wären zwei Punkte vorne gewesen und das hätte uns noch einen Schub gegeben.“ Letztlich ordnet er die Situation aber als Realist ein: „Da sind zu viele Formulierungen wie ‚hätte‘ dabei, die Realität sieht jetzt anders aus.“