Kein Sieger im Hauptstadtduell: 3:3 im Eisenstädter-Derby

2. Klasse Nord

Dramatik pur im Eisenstädter Derby: St. Georgen verspielt 3:0-Führung – SCE erkämpft Remis in letzter Minute.

Rund 800 Zuschauer lockte es zum Eisenstädter-Derby.

Rund 800 Zuschauer lockte es zum Eisenstädter-Derby.

© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS

Das zweite Derby des Jahres zwischen dem UFC St. Georgen und SC Eisenstadt hatte es in sich – rund 800 Zuschauer:innen sahen im Eisenstädter Stadion ein packendes Fußballspiel mit einem dramatischen Finish. Die Gastgeber aus St. Georgen dominierten zunächst das Spielgeschehen. Nach einer starken ersten Halbzeit führten sie durch Treffer von Max Manninger und Oliver Mancs verdient mit 2:0. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Elf von Trainer Toni Dwornikovitsch tonangebend und erhöhte auf 3:0 – eine vermeintlich komfortable Führung. Doch der SC Eisenstadt gab sich nicht auf. Angetrieben vom unermüdlichen Willen kämpften sich Szymon Handzel, Jayson Singca und Leonardo Katic eindrucksvoll zurück ins Spiel. Der Anschlusstreffer zum 1:3 fiel in der 77. Minute. Eisenstadt nutzte die Verunsicherung und traf in der 90. sowie 93. Minute zum viel umjubelten 3:3-Ausgleich. Eisenstadt-Trainer Harald Hartenfelser zeigte sich nach dem Spiel stolz auf die Moral seines Teams: „Wie sich die Burschen zurückgekämpft haben, war großartig. Das war eine echte Energieleistung – mit einem Mann weniger so zurückzukommen, ist nicht selbstverständlich.“ Ganz anders fiel die Analyse bei UFC St. Georgen-Obmann Erwin Nemeth aus: „Wir haben 70 Minuten ein super Spiel gemacht und uns dafür nicht belohnt.“ Für den SCE ist das Remis ein gefühlter Sieg, für die jungen St. Georgener ein herber Rückschlag.