Meisterliche Machtdemonstration

2. Klasse Nord

16 Punkte Vorsprung, 95 Tore, ein Torschützenkönig: Der SC Breitenbrunn feiert eine perfekte Saison und steigt absolut verdient in die 1. Klasse auf.

Partystimmung beim SC Breitenbrunn! Nach dem traurigen Abstieg aus dem Vorjahr feiert der SC Breitenbrunn sein Comeback und steigt als Meister in die 1. Klasse Nord auf.

Partystimmung beim SC Breitenbrunn! Nach dem traurigen Abstieg aus dem Vorjahr feiert der SC Breitenbrunn sein Comeback und steigt als Meister in die 1. Klasse Nord auf.

© Johannes Götzinger

Der SC Breitenbrunn hat der 2. Klasse Nord in den vergangenen Monaten eindrucksvoll seinen Stempel aufgedrückt und völlig verdient den Meistertitel gefeiert. Die nackten Zahlen lesen sich dabei wie aus dem Fußball-Lehrbuch. Aus 26 Partien holte das Team 22 Siege, spielte zweimal unentschieden und musste sich lediglich zweimal geschlagen geben. Am Ende thront der Champion mit überragenden 68 Punkten an der Tabellenspitze und distanziert den hartnäckigen Vizemeister und Mitaufsteiger aus Stotzing um satte 16 Zähler.

Torfabrik und das Kryptonit

Das absolute Prunkstück der Mannschaft war die unaufhaltsame Angriffsmaschinerie. Mit insgesamt 95 erzielten Treffern schossen die Breitenbrunner die gegnerischen Abwehrreihen reihenweise schwindelig. Zu den absoluten Highlights zählten regelrechte Offensivgalas, wie das furiose 7:0 gegen den SC UNEX Eisenstadt oder das muntere 8:2-Schützenfest gegen die SPG Hirm/Zillingtal. Das Gesicht dieser Tormaschine war Spielertrainer Gerhard Karner. Er krönte sich mit phänomenalen 34 Treffern zum unangefochtenen Torschützenkönig der Liga. Mit einer überragenden Quote von 1,36 Toren pro Spiel war Karner von den Defensivreihen schlichtweg nicht zu stoppen und lieferte eine absolute Traumsaison ab.

Doch selbst ein scheinbar unbezwingbarer Champion hatte in dieser Spielzeit seine ganz persönliche Achillesferse - den UFC Oggau. Die Oggauer erwiesen sich als das echte Kryptonit des Meisters und fügten dem Tabellenführer im Oktober mit einem 1:3 die einzige Heimniederlage der gesamten Saison zu. Auch im Rückkampf wankte der Favorit und stand beim zwischenzeitlichen 1:3 am Rande einer Pleite. In dieser Phase bewies die Truppe jedoch enorme Mentalität, riss die Partie noch zum 3:3-Endstand herum und rettete einen wichtigen Zähler.

Kontinuität für die 1. Klasse

Mit diesem unbändigen Willen und der meisterlichen Qualität ist der SC Breitenbrunn bestens gerüstet, um ab dem Sommer auch eine Etage höher eine gewichtige Rolle mitzureden. Was die Kaderplanung für die 1. Klasse betrifft, setzt die sportliche Leitung voll auf das bewährte Kollektiv: „Wir bleiben komplett unverändert“, gibt Gerhard Karner die klare Marschroute vor und darf sich zudem darüber freuen, dass einige Akteure wieder in den Kader zurückkehren werden. Auf dem Rasen gibt es lediglich einen Abgang zu verzeichnen: David Dzavonorok verlässt den Verein und wechselt nach Spanien.

Einen weitaus schmerzhafteren Verlust muss der Champion jedoch abseits des Platzes hinnehmen. Co-Trainer und Linien-Betreuer Andreas Zankovitsch muss sein Engagement im Sommer aus beruflichen Gründen leider beenden. Ein Abschied, der im Verein für großes Bedauern sorgt. Dennoch überwiegt in Breitenbrunn nach dieser denkwürdigen Spielzeit die Euphorie: Der Meister ist bereit für die großen Aufgaben in der 1. Klasse!

Meisterliche Machtdemonstration

© Foto: Johannes Götzinger