Paukenschlag beim Haupstadtklub

2. Klasse Nord

Der SC UNEX Eisenstadt trennt sich trotz eines sportlichen Aufwärtstrends von Trainer Goran Cekic. Mit sofortiger Wirkung übernimmt der 36-jährige Philipp Schordje das Kommando beim burgenländischen Hauptstadtklub.

Mit Philipp Schordje übernimmt ein ambitionierter Fachmann die sportliche Regie beim SC UNEX Eisenstadt.

Mit Philipp Schordje übernimmt ein ambitionierter Fachmann die sportliche Regie beim SC UNEX Eisenstadt.

© Martin Ivansich

Die Trennung von Goran Cekic kommt für Außenstehende durchaus überraschend, da die Mannschaft nach einem völlig verkorksten Herbst im Frühjahr eine deutliche Reaktion zeigte und sich unter seiner Führung merklich stabilisieren konnte. Die Vereinsführung betont jedoch ausdrücklich, dass dieser harte Schritt das Resultat einer umfassenden internen Analyse ist und die Entscheidung unabhängig von den jüngsten positiven Tendenzen getroffen wurde. Um die nächsten notwendigen Entwicklungsschritte im sportlichen Bereich erfolgreich einzuleiten, brauche es laut den Verantwortlichen eine völlig neue Konstellation. Die sofortige Amtsübernahme durch Schordje stellt aus Sicht des Vorstands sowohl kurz- als auch langfristig die beste Lösung dar, um keine wertvolle Zeit bei der strategischen Neuausrichtung zu verlieren.

Mit Philipp Schordje holt sich der SC Eisenstadt einen echten Experten für den regionalen Fußball ins Boot. Der 36-Jährige besitzt die UEFA-B-Lizenz und hat bei seinen bisherigen Trainerstationen in Purbach, Katzelsdorf, Sieggraben, Wiener Neustadt und Draßmarkt bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er hervorragend mit jungen Spielern zusammenarbeiten und diese nachhaltig weiterentwickeln kann. Zudem kennt Schordje den Fußball im Burgenland aus seiner eigenen aktiven Zeit als Spieler ganz genau. Diese optimale Kombination aus fachlicher Expertise und menschlichen Qualitäten passt hervorragend in das neue Anforderungsprofil des SCE.

Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt dem neuen Cheftrainer nicht: Bereits an den verbleibenden beiden Spieltagen der laufenden Meisterschaft wird Schordje die Kampfmannschaft offiziell betreuen. Diese finalen 180 Minuten unter echten Wettkampfbedingungen sind für den Coach jedoch Gold wert. Sie bieten die ideale Gelegenheit, den Ist-Zustand des Kaders ohne den ganz großen Ergebnisdruck genau unter die Lupe zu nehmen, Potenziale auszuloten und wichtige personelle Erkenntnisse für die anstehende Sommerpause zu gewinnen. Unter dem Vereinsmotto #trotzallemSCE soll so frühzeitig das Fundament gegossen werden, um den Klub in der kommenden Saison wieder in erfolgreichere Bahnen zu lenken.