Zillingtal: Coaches in Doppelfunktion
2. Klasse Nord
In Zillingtal sind Cheftrainer und beide Co-Trainer auch als Spieler tätig.
Er jongliert mit mehreren Jobs beim SC Zillingtal: Spieler und Trainer Amel Sistek.
© Schneeweiß
Amel Sistek, Michel Sandic und Hyusein Mahmudov kennen die Seite auf dem Platz und auf der Bank. Im Spiel gegen Schützen musste sich Trainer Sistek wegen einer Verletzung in der 18. Minute selbst einwechseln. „Wir haben keinen Riesenkader, deshalb habe ich manchmal keine andere Möglichkeit“, erzählt er. Routine hat er jedenfalls genug, in 16 Jahren als aktiver Spieler, meist in Gebiets-, Landes- und auch Regionalliga, spielte er bei 14 verschiedenen Vereinen, hatte es dabei mit vielen Trainern zu tun. „Auch Bundesligatrainer waren da dabei. Man nimmt von jedem was mit und versucht das zu kombinieren.“ Das scheint zu funktionieren - nach anfänglichen Niederlagen hat Sistek die Mannschaft gefestigt, in den letzten beiden Spielen konnte voll gepunktet werden. Er sieht seinen Platz aber hauptsächlich auf der Trainerbank: „Ich sehe das Spiel lieber von außen, da habe ich mehr Einfluss.“ Diesmal bekam er Hilfe vom sonst spielenden Co-Trainer Michel Sandic, der Kapitän und Innenverteidiger musste verletzungsbedingt passen und übernahm den Platz auf der Bank. Ich kann noch ein wenig mitspielenSistek selbst traf zum 1:0, bereitete noch dazu den Siegestreffer vor. Kann der Trainer also mit sich als Spieler zufrieden sein? „Die körperliche Fitness ist zwar nicht ganz optimal, aber in der Liga kann ich noch ein wenig mitspielen“, analysiert er selbst seine Leistung. Seine Zielsetzung jede Woche: „Ich spiele nicht, um einen Punkt zu machen – ich will jede Woche gewinnen.“ Nur Spiele am Sonntag mag er nicht so gerne. „Da schlafen lieber alle lang.“