Ganz spät: Oberschützen schockte Jabing

2. Klasse Süd A

2:2 hieß es am Ende im Topspiel, weil Zeyran Ergül per Kopf zur Stelle war. Die Tabellenführung übernahm Riedlingsdorf, am Tabellenende feierte Hannersdorf den langersehnten ersten Sieg.

Zeyran Ergül (am Ball, gegen Goberling) traf für Oberschützen zum 2:2 gegen Jabing.

Zeyran Ergül (am Ball, gegen Goberling) traf für Oberschützen zum 2:2 gegen Jabing.

© BVZ

Das Topspiel der Runde in Oberschützenstartete mit einem Paukenschlag. Schon nach vier Minuten bugsierte Jabing-Innenverteidiger Jure Travner den Ball nach einem Missverständnis mit seinem Keeper ins eigene Tor. „Daraufhin haben wir 20 bis 25 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, schilderte Obmann Christian Gansfuss. Doch spätestens als Zoran Lukavecki einen Freistoß zum Ausgleich versenkte (29.), war Jabing drin. Oberschützen hatte nochmal das 2:1 am Fuß, Roland Szalai traf aber nur die Latte. Nach der Pause übernahm der ASK das Kommando, ging per Elfmeter in Führung. Für UFC-Fan Christoph Hahn war das nie und nimmer ein Strafstoß: „Da wurde ein minimales Halten geahndet.“ Sein Team lieferte die Antwort am Platz, in Minute 88 stieg Zeyran Ergül nach einer Ecke am höchsten und köpfelte ein. „Unter diesen Umständen geht der Punkt in Ordnung“, bilanzierte Hahn. Jabings Obmann Gansfuss: „Wir nehmen den Zähler mit, es war eine extrem harte Partie.“

Profit aus der Punkteteilung schlug Riedlingsdorf! Die Omischl-Elf übernahm somit die Tabellenführung, und das weil man in Sigetmit 5:1 gewann. Die entscheidende Szene passierte in Minute 58 beim Stand von 1:1. Daniel Herrklotz wollte seinen geschlagenen Keeper Vladislav Dorogan retten und schlug den Ball mit der Hand weg, Referee Korcz entschied auf Rot und Elfmeter, den Patrick Krutzler verwertete. „Der Ball war schon hinter der Linie, als Daniel ihn berührt hat“, meinte Siget-Trainer Johannes Jani. „Für uns wäre es definitiv besser gewesen, er hätte weitergespielt.“ So spielten sich die Gäste in einen Rausch, siegten am Ende deutlich. „Ab dem 2:1 war´s entschieden, aber wir waren davor schon die bessere Mannschaft“, meinte Gäste-Co-Trainer Philipp Michalek.

Den ersten Sieg der Saison feierte der SV Hannersdorf - und das gegen die vor dem Spiel noch ungeschlagenen Kroisegger. Dabei startete die Partie alles andere als gut: Zunächst wurde den Heimischen an Elfmeter verwehrt, im Gegenzug sah Tormann Martin Wagner die Rote Karte (17., Notbremse). Hannersdorf ging trotzdem in Führung: Slaven Hlisc traf zum verdienten 1:0. Nach der Pause glich Kroisegg, das zu diesem Zeitpunkt wohl auch nur mehr zu zehnt agieren hätte dürfen (Tamas Nagy kam mit Gelb davon), im Konter aus, doch der SVH bewies Moral und holte sich schlussendlich auch mit einem Mann weniger den 3:2-Heimsieg. „Der Schiedsrichter war nicht auf unserer Seite, aber wir haben wirklich gut gespielt“, konnte Obmann Matthias Konrad endlich jubeln.

Zum Jubel holte auch Wolfauaus. Nach drei Niederlagen gab´s gegen Redlschlagendlich wieder die drei Zähler. Die Gäste starteten stark, gingen auch in Führung. Vor der Pause (beim Stand von 1:1) ereignete sich dann eine entscheidende Szene: Gergö Rosner köpfelte für Redlschlag an die Latte. „Wenn der reingeht, wird das ein ganz anderes Spiel“, meinte Obmann Christoph Böhm. In der zweiten Halbzeit übernahmen dann die Wölfe das Kommando und stellten auf 4:1. Damit ist man wieder in der Spur.

Der SC Buchschachen fuhr in Goberlingeinen Favoritensieg ein. Beim 3:1 tat man sich aber schwerer als gedacht. Zwar brachten Christopher Tuba und Marcus Karner die Gäste rasch in Führung, doch Kevin Schenner glich noch vor der Pause aus. Am Ende war´s Karner (84.), der den entscheidenden Treffer erzielte und den Buchschachenern wieder einen Sieg schenkte, Goberling bleibt mit null Punkten am Tabellenende.

Der SC Schachendorf bewies in Deutsch Schützen Moral. Die Heimischen präsentierten sich nach schwachen letzten Wochen in der ersten Halbzeit gefestigter und führten nach 45 Minuten mit 2:1. Doch dann holte der SCS zum Keulenschlag aus. Innerhalb von nur fünf Minuten stellten Filip Merlin, Akos Fajko und Jakob Varga die Partie auf den Kopf. Patrik Hoos traf dann als Draufgabe noch zum 5:2 - der Endstand.