BFV-Urteil zu Stinatz-Spiel steht: 0:3, Sperren für Trainer und Spieler

2. Klasse Süd B

Eineinhalb Wochen nach dem Abbruch des Spiels zwischen Stinatz und Eltendorf hat der Straf- und Meldeausschuss des Burgenländischen Fußballverbandes (kurz STRUMA) eine Entscheidung getroffen. Die Partie wird mit 3:0 zugunsten des SV Eltendorf gewertet. Der Spieler der Gastmannschaft, der „Österreich siegt“ in Richtung Stinatz-Trainer rief, wird für zwei Spiele gesperrt. Stinatz-Trainer Willi Blaskovits fasst ein Spiel Sperre aus.

BFV-Urteil zu Stinatz-Spiel steht: 0:3, Sperren für Trainer und Spieler

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Eineinhalb Wochen nach dem Abbruch des Spiels zwischen Stinatz und Eltendorf steht das Urteil fest. Zur Erinnerung: Am 14. März wurde das Meisterschaftsspiel der 2. Klasse Süd B in Minute 76 beim Stand von 0:3 abgebrochen. Nach dem besagten Treffer zum 3:0 für Eltendorf skandierte Gäste-Spieler Leon Pummer offenbar „Österreich siegt“ in Richtung Stinatz-Trainer Willi Blaskovits. Der stürmte daraufhin aufs Feld und sah die Rote Karte. Nach dem Vorfall wollte Stinatz nicht weiterspielen, Schiedsrichter Karl Heinz Ziermann brach die Partie folgerichtig ab.

BFV-Urteil zu Stinatz-Spiel steht: 0:3, Sperren für Trainer und Spieler

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Am vergangenen Donnerstag tagte der Senat II des Straf- und Meldeausschuss des Burgenländischen Fußballverbandes in Großpetersdorf erstmals zu dieser Causa, vorerst ohne Ergebnis. Das änderte sich gestern. Bei der zweiten Sitzung - bei der erneut beide Teams anwesend waren - fiel eine Entscheidung. Das Spiel wird demnach, wie erwartet, aufgrund des „unberechtigen Abtretens“ der Heimmannschaft mit 3:0 für die Gäste strafverifiziert. Es bleibt also beim tatsächlichen Spielstand des Abbruchs, aber das ist in dem Fall tatsächlich Zufall. Stinatz erhält für die Tabelle ein sogenanntes „Sternderl“ und wird bei Punktegleichheit mit Konkurrenten zurückgereiht. Zudem gibt es eine Geldstrafe von 200 Euro.

Gäste-Spieler Leon Pummer wird außerdem „aufgrund der bewussten Provokation gemäß dem ÖFB-Fairplay-Paragraphen“, so der Wortlaut des BFV, für zwei Spiele unbedingt (+vier Spiele bedingt) gesperrt. Diese vier Spiele treten in Kraft, wenn der Spieler im Zeitraum von fünf Jahren erneut ein Fairplay-Vergehen laut ÖFB-Rechtspflegeordnung begeht. Dazu kommt eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro. Auch gegen Stinatz-Trainer Willi Blaskovits wurde eine Strafe ausgesprochen. Er wird für unberechtigtes Betreten des Spielfelds für ein Spiel gesperrt (Mindesthöhe).

Verband: Beide Vereine in den Verhandlungen fair

Damit ist die Causa beendet. Der Strafausschuss zeigte sich erfeut über das Verhalten der beiden Vereine: „Die Klubs zeigten sich im Zuge des Verfahrens sehr bemüht um eine Aufklärung und Deeskalation. Beiderseits wurde sich geeinigt, beim Rückspiel bewusst mit Kollegialität, Fairness und sportlicher Freundschaft aufzutreten und sich offiziell die Hände zu reichen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen.“

Der FC Stinatz meldete sich außerdem schon auf Facebook zu Wort und hob ebenfalls die Fairness hervor: „Trotz der angespannten Situation ist es beiden Vereinen im Zuge der Gespräche gelungen, offene Punkte zu klären und wieder einen respektvollen, sachlichen Austausch zu finden. Darauf möchten wir aufbauen - mit dem klaren Ziel einer fairen und konstruktiven Zusammenarbeit in Zukunft (...). Wir hoffen, dass dieses Kapitel damit abgeschlossen ist und sich beide Vereine wieder auf das konzentrieren können, was uns alle verbindet: die Leidenschaft für den Fußball.“