2. Liga Mitte: Siege im Tabellenkeller und ein neues Schlusslicht

2. LIGA MITTE

Der letzte Spieltag der Hinrunde hatte es in sich: Draßburg feierte in Pilgersdorf einen Befreiungsschlag und übergab im direkten Duell die rote Laterne. Bad Sauerbrunns 1b bezwang Titelkandidat Rohrbach und der Herbstmeister Lackenbach verlor in Lockenhaus.

Der nächste Erfolg: Bad Sauerbrunns 1b glänzte, wie schon in der Vorwoche gegen Neudörfl, gegen einen Titelfavoriten und bejubelte einen 2:1-Sieg gegen Rohrbach.

Der nächste Erfolg: Bad Sauerbrunns 1b glänzte, wie schon in der Vorwoche gegen Neudörfl, gegen einen Titelfavoriten und bejubelte einen 2:1-Sieg gegen Rohrbach.

© Martin Ivansich

Draßburgreiste im ultimativen Kellerduell mit Unterstützung mehrerer MSV-Burgenlandliga-Kaderleute in Pilgersdorfan, doch das Übergewicht war nur zu Beginn sichtbar. Arian Khiaban brachte die Gäste in Führung, ehe Pilgersdorf durch Michael Spadt und Alin Alexandru Pop das Spiel drehte, zur Pause nicht unverdient führte. „Die Mannschaft hat alles gegeben. Wir wussten, dass der Gegner extrem stark herkommen würde. Daher habe ich auch mit drei U23-Spielern begonnen“, so Pilgersdorf-Trainer Dadi Maxell. Nach der Pause legte Draßburg einen starken Zwischenspurt hin: Angelo Pöttschacher und Nedim Muratcehjic trafen, Lukas Secco machte kurz vor Schluss alles klar – alle vier Torschützen kamen aus dem Burgenlandliga-Kader. ASV-Sektionsleiter Oliver Frank: „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan. Am Ende war es aber ein verdienter Sieg – und es ist gut, jetzt nicht mit der Roten Laterne zu überwintern.“

Der Favorit Rohrbachbegann inBad Sauerbrunndruckvoll, verwertete aber nur einen Angriff konsequent: Goalgetter Norbert Füleki traf eiskalt zum 0:1. Danach spielte sich Bad Sauerbrunn ins Match – auch dank zweier Geschenke. Zunächst patzten die Gäste in der Defensive, anschließend übersah der Schiedsrichter-Assistent eine klare Abseitsstellung. Emir Han Özdemir nutzte beides und schnürte den Doppelpack zur Pausenführung, die bis zum Ende hielt, weil Rohrbach danach kaum mehr Gefahr ausstrahlte. Bad Sauerbrunns Sportlicher Leiter Heinz Kremser: „Die Mannschaft hat sich gefangen und gezeigt, dass sie mutig dagegenhalten kann.“ Rohrbach-Coach Hannes Friesenbichler haderte: „Wir haben nach der Pause einfach zu wenig kreiert. Und der zweite Gegentreffer – das war nicht zu übersehen, das Abseits war nicht einmal knapp.“

Ein intensives und zeitweise taktisch geprägtes Spitzenspiel sahen die Zuseher in Marz, wo es – nach dem Patzer von Rohrbach gegenZ-S-P um Platz drei ging. Der entscheidende Mann am Platz war der ehemalige ZSP-Spieler im Dienste von Marz, Ciprian Brata. Der Offensivmann erzielte das 1:0 selbst und bereitete den Treffer zum 2:0-Endstand von Jawad Nabavi abgezockt vor.

„Am Ende war Marz effektiver. Wir hatten unsere Chancen und vor der Pause kaum etwas zugelassen“, analysierte ZSP-Coach Christian Kodydek. Marz-Trainer Gerald Linshalm freute sich über das sechste ungeschlagene Heimspiel in Serie und Platz drei über den Winter: „Vor der Pause war es ein offenes Spiel. Danach sind wir besser reingekommen und hätten auch das dritte Tor machen können. Ein starker Auftritt der Jungs.“ Draßmarkt erwischte die SPG Kaisersdorf/St. Martin eiskalt und führte (8.) rasch 1:0. Noch vor der Pause legten die Hausherren drei weitere Treffer nach – am Ende traf Andreas Krutzler dreimal, Adis Abdiu doppelt. In Summe gab es für die Mannschaft von Trainer Philipp Schordje am Ende einen hochverdienten 5:0-Triumph. Der Coach meinte nach dem dritten Sieg aus den letzten vier Runden: „Wir haben konsequent unsere Chancen genutzt. Der Spielverlauf war schon günstig für uns.“ SPG-Sektionsleiter Robert Renner war dagegen ratlos: „Ich weiß nicht, warum wir gegenüber letzter Woche, wo wir gegen Marz 3:2 gewonnen haben, so abgefallen sind.“

Für Lockenhaus-Rattersdorfgab es gegen den Herbstmeister Lackenbacheinen Achtungserfolg. Niklas Grosinger traf früh zum 1:0, Lackenbach glich mit seiner Dominanz vor der Pause zwar aus, ließ aber große Chancen liegen. In Hälfte zwei agierte die Heimelf clever, ließ wenig zu und Grosinger schnürte den Doppelpack zum 2:1-Endstand. „Eine coole Sache für uns. Man muss aber sagen, dass Lackenbach in der ersten Halbzeit durchaus 3:1 führen hätte können. Aber wir haben bis zum Schluss alles gegeben, uns den Sieg erarbeitet“, gab Lockenhaus-Trainer Willi Leser ehrlich zu. SVL-Trainer Robert Serdar war selbstkritisch: „Die zweite Halbzeit war die schlechteste in dieser Saison. Davor hätten wir aber führen müssen.“

Lange Zeit war die Partie zwischen Oberloisdorfund Kobersdorfausgeglichen. Kurz nach der Pause brachte Lazar Oberloisdorf in Führung. Doch Kobersdorf hatte deutlich mehr Luft: In den letzten zwölf Minuten drehten die Gäste fulminant auf. Attila Szabados (78.), Patrick Felser (82.) und ein später Doppelpack von Tamas Szabo sorgten für einen klaren Auswärtssieg. SVO-Coach Stefan Artner: „Das Problem zieht sich durch die Saison. Wir haben Fitness-Probleme, die wir in der Vorbereitung angehen müssen.“ Kobersdorf-Trainer Norbert Nemeth lobte seine Jungs: „Keine leichten Bedingungen, aber meine Mannschaft hat den Gegner körperlich klar beherrscht und verdient gewonnen.“

Neutalstartete auswärts beimASV Pöttschingmutig, mit aggressivem Pressing und viel Einsatz. Zwei Lattenschüsse verhinderten sogar eine mögliche Führung der Gäste. Doch Pöttsching zeigte Klasse: Mit der ersten echten Chance fiel das 1:0, nach der Pause machte der ASK mit hoher Konsequenz alles klar, siegte 4:0. „Das Ergebnis ist etwas trügerisch, Neutal hat es uns vor der Pause richtig schwer gemacht“, so ein erleichterter Pöttsching-Trainer Thomas Köller. ASK-Trainer Dieter Komanovits analysierte kritisch: „Das Ergebnis ist zu hoch. Wir haben erneut gesehen: Offensiv fehlt uns die Durchschlagskraft – so geht sich gegen Teams wie Pöttsching mit ihrer individuellen Klasse nichts aus.“