Alle Spielberichte der Liga: Von Draßmarkt bis Zemendorf
2. LIGA MITTE
In keiner Runde fielen in der laufenden Spielzeit weniger Tore (12) als diese Woche in der 2. Liga Mitte. Dennoch gab es spannende Duelle an allen Schauplätzen.
Z-S-P-Kapitän Markus Haider (m.) und sein Team hatten gegen Oberpetersdorf / Schwarzenbach ein hartes Stück Arbeit vor sich - am Ende setzte sich der Hausherr mit 1:0 durch.
© Strodl
Pilgersdorf - Neutal 0:1. Wie so oft in dieser Rückrunde gehörte die Anfangsphase energischen und aktiven Pilgersdorfern. Ein weiteres wiederkehrendes Muster sollte sich allerdings ebenso zeigen - das Ausbleiben der Belohnung durch einen Treffer. Wäre dies nicht genug, gelang der Dosenöffner den Gästen aus Neutal. Bei einem langen Ball nach einem Abstoß enteilte Miroslav Antal der USC-Defensive und überlupfte Hausherren-Keeper Milan Baliko zum 1:0. Bei dem es bis zum Schluss auch blieb, da Neutal gute Chancen liegenließ, um frühzeitig den Deckel draufzumachen und Pilgersdorf zwar engagiert versuchte, zu egalisieren, am Ende jedoch erfolglos blieb. „Leider haben wir uns wieder selbst geschlagen, einen Fehler zu viel gemacht“, resümierte Gastgeber-Coach David Blazanovic, dessen Gegenüber, Manfred Schaffer, wichtige Punkte bejubeln durfte: „Das waren big points, besonders für den Kopf.“
Neudörfl - Kobersdorf 2:0. Neudörfl diktierte das Spielgeschehen mit mehr Ballbesitz, tat sich gegen kompakt stehende Kobersdorfer jedoch schwer. Die Gäste hingegen lauerten auf Umschaltmomente. Keine der beiden Herangehensweisen sorgten für Tore, die erst im zweiten Abschnitt fallen sollten. Nach einem schönen Tiefenball war Dominic Kastler auf und davon und bediente Benedek Tanyi an der zweiten Stange, Letzterer sorgte für die Führung des SCN. Kobersdorf rappelte sich gut auf und erlangte in der Folge zwar spielerisches Oberwasser, musste sich dann aber dem Mann des Abends beugen. Tanyi schnürte den Doppelpack, die Messe war gelesen. Die Partie hätte noch deutlicher ausfallen können, ein irreguläres Tor und zwei ungenutzte Riesenchancen Thierry Ahissans verhinderten einen höheren Sieg. „Es war eine klare Steigerung zum letzten Heimspiel - eine grundsolide Leistung, bei der wir nun auch endlich die null gehalten haben“, fasste ein zufriedener Hausherren-Coach Peter Benes zusammen.
Bad Sauerbrunn 1b - Oberpullendorf 1:1. Vielversprechend wäre wohl der passendste Ausdruck, um den Beginn des Aufeinandertreffens des Tabellenführers aus Oberpullendorf mit der zweiten Garde der Bad Sauerbrunner in deren Wetterkreuzstadion zu analysieren. Jonas Gallei setzte nach nur drei Minuten Andreas Hofer unter Druck, musste aus kurzer Distanz lediglich „Danke“ sagen. Lange währte die heimische Freude nicht, denn Rene Sturm tankte sich auf rechts gut durch und fand mit seiner maßgeschneiderten Flanke den Kopf von Alex Damasdi, der mit seiner Form ebenso keine großen Mühen hatte, um das Leder im Tor unterzubringen. Bis zum Seitenwechsel schepperte noch zweimal das Aluminium - SCO-Youngster Christoph Frühwirth prüfte den Querbalken, SC-Goalgetter Raphael Pohl scheiterte an der Stange. „Zweite Halbzeit haben wir ganz einfach zu wenig gemacht, hätten uns nicht mehr verdient gehabt“, gestand SCO-Trainer Christian Staffler, dessen Team tatsächlich nicht mehr allzu viel gelang. Des einen Freud, des anderen Leid - Elmir Hrustanbegovic, kickender Coach der Blau-Weißen, lobte seine Jungs: „Wie wir defensiv gestanden sind, war schon sehr gut. Gegen Ende waren wir dem Sieg sicherlich etwas näher.“ Altstar Daniel Hutter vergab jedoch den großen Matchball, wodurch es eben bei der Punkteteilung blieb.
Marz - Lackenbach 2:0.Kellerkind Lackenbach zeigte sich bis zum Gegentor von einer richtig guten Seite, das sahen beide Trainer so. „Sie hatten sicherlich mehr Spielanteile, als ich erhofft hatte“, meinte Marz-Trainer Gerald Linshalm. Etwas, das SVL-Übungsleiter Robert Serdar ähnlich sah: „Wir hatten da sicherlich eine gute Phase mit vielen Offensivaktionen.“ Echte Hochkaräter blieben jedoch aus, wovon der Hausherr mit all seiner Klasse Gebrauch machte. Ein nur schwer einzuschätzender Freistoß von Ciprian Brata konnte SVL-Keeper Ivan Kardum nicht parieren. Lange Zeit - bis weit in die zweite Hälfte hinein - blieb es ein relativ offener Schlagabtausch. Bis der Gast nach und nach aufmachen musste, Marz häufiger zu seinen Momenten kam und durch Tobias Kornfehl, der eine schöne Kombination vollendete, zehn Minuten vor Ende die Katze in den Sack packte. „Eine richtig reife Leistung von uns“, beobachtete Linshalm, während Serdar gestand: „Auch wenn wir dominante Phasen hatten, wurden wir am Ende nie zwingend genug.“
Z-S-P - Oberpetersdorf / Schwarzenbach 1:0.Der Gast spielte eine nahezu tadellose erste Halbzeit. Nahezu, weil man seine Vielzahl an sehr guten Möglichkeiten - mitunter aufgrund eines an diesem Tage überragend parierenden Z-S-P-Goalie Simon Sattler - nicht nutzen konnte und sich eine Unachtsamkeit erlaubte. Die Jonas Reitbauer eben eiskalt bestrafte, seine Edelputen auf Kurs brachte. Zwar zeigte sich die FSG im Spielabschnitt zwei weiterhin sehr bemüht und blieb auch das aktivere Team, der Torerfolg blieb letzten Endes mit zunehmender Hektik aus. Zemendorf hätte Mitte der zweiten Halbzeit beinahe das 2:0 erzielt, verteidigte den knappen Vorsprung schlussendlich aber konsequent über die Zeit.
„Das Chancenplus war sicher auf ihrer Seite, aber meine Burschen haben sich dennoch belohnt“, atmete Z-S-P-Coach Christian Kodydek auf. FSG-Übungsleiter Markus Schmidt: „Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Wir müssen wieder in Führung gehen und nach einem unnötigen Gegentor zumindest den Ausgleich erzielen.“
Forchtenstein - Rohrbach 0:0.Konträre Meinungen gab es nach der einzigen torlosen Partie des Spieltages. Burgherren-Coach Ronald Spuller sah ein Spiel „bei dem es hin- und herging, mit Chancen auf beiden Seiten“, während SVR-Obmann-Stellvertreter Philipp Radowan nicht ganz zustimmen konnte: „Es war ein schlechtes Spiel mit vielen Ballverlusten, bei dem man die Verunsicherung beider in vielen Phasen gemerkt hat.“ Nichtsdestotrotz kamen beide Mannschaften zu erwähnenswerten Möglichkeiten, die zwingendsten davon jedoch erst in der Schlussphase. Julian Salamon köpfte nur an den Pfosten, Norbert Fülekis Matchball wurde gerade so von Daniel Papp entschärft. Auch im Endresümee der Partie wurde man sich nicht vollkommen einig. „Meiner Meinung nach ein gerechtes Remis“, meinte Spuller, wohingegen Radowan zusammenfasste: „Wir waren nicht drückend überlegen, aber ich habe schon leichte Vorteile bei uns gesehen und würde behaupten, dass sich der Gegner bei einem knappen Sieg unsererseits nicht beschweren, hätte dürfen.“
Lockenhaus-Rattersdorf - Pöttsching 0:3.Der erste Hochkaräter gehörte den Hausherren, Szilard Köfarago ließ eine Riesenchance aus. Die Gäste machten es im Gegenzug besser, denn Marjan Markic sollte sich seine erste Großchance nicht nehmen lassen. Der Pöttschinger Führungstreffer tat dem Spiel richtig gut, denn obwohl Lockenhaus in der Folge mehr vom Spiel hatte, entwickelte sich ein rassiges Fußballspiel. In einer ähnlichen Tonart ging es auch nach der Pause weiter, die Fans bekamen einen offenen Schlagabtausch zu Gesicht. Chancen gab es auf beiden Seiten, ein erfreuliches Ende jedoch nur für den Gast. Dejan Cosic war kurz vor Ende der regulären Spielzeit nach einem Standard zur Stelle, ehe Markic mit seinem zweiten Treffer des Abends für einen mehr als sehenswerten Schlusspunkt sorgte. „Wir waren sicherlich nicht das bessere, aber definitiv das effizientere Team“, blieb ASV-Coach Thomas Köller bodenständig, obwohl man binnen dreier Spieltage den einzigen beiden zu jenem Zeitpunkt vor heimischem Publikum ungeschlagenen Teams die weiße Weste raubte. „Es war nicht unsere schlechteste Leistung, konnten aber aufgrund der Verhältnisse in der zweiten Halbzeit nur schwer Druck ausüben“, resümierte SC-Trainer Wilhelm Leser nach der ersten Heimniederlage.
Steinberg - Draßmarkt 1:0. Bei starkem Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt war die Erwartungshaltung an das einzige Sonntagsspiel der Runde eher gering. Und obwohl es durchaus die ein oder andere annehmbare Möglichkeit auf beiden Seiten gab, entwickelte sich kein richtiger Leckerbissen. „Es war extrem schwer, ein kontinuierliches Spiel aufzuziehen“, gestand SVS-Spielertrainer Akos Kozmor, dessen Team sich einmal mehr - passend zu den Wetterbedingungen - als eiskalt erwies. Spielgestalter Atilla Bonyhard vollendete einen mustergültigen Konterangriff eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit zum viel umjubelten 1:0-Sieg - der vierte der Rückrunde, drei davon en suite. Zufall? Kozmor kann nur widersprechen: „Es war ein klassisches Unentschieden, aber wenn es läuft, dann läuft es. Wir haben eine Serie und das haben wir sicherlich nicht nur dem Glück, sondern unserer Qualität und super Atmosphäre zu verdanken.“