Jahrndorf: Herausforderung für Trainer Tschida
2. Liga Nord
Bislang galt Markus „Max“ Tschida als Entwickler-Trainer. Jetzt muss er erst einmal eine homogene Truppe formen.
Hier jubelt Max Tschida noch im Illmitzer Trainingsanzug. Das soll ihm bald auch in Deutsch Jahrndorf gelingen.
© BVZ, Frank
Bereits bei einigen Spielen der „alten“ Saison war Tschida Beobachter seines neuen Brötchengebers. Als sein Stammklub Illmitz meinte, im Abstiegskampf einen frischen Input setzen zu müssen und ihn vor die Tür stellte, griffen die Deutsch Jahrndorfer rasch zu.
Denn dort hatte Trainer Elvir Jusic schon längst mitgeteilt, dass er ab Sommer eine Fußball-Pause benötigt. Vor allem gesundheitlich (Probleme im Bewegunsgapparat) will sich Jusic erholen, dann wieder ins Geschäft einsteigen.
Tschida, der bislang im Nachwuch von Admira Wacker (AKA) sowie zweimal bei seinen Illmitzern ziemlich erfolgreich tätig war, galt bislang als Entwickler von Talenten sowie Coach, der auf zahlreiche Eigenbauspieler setzt.
Dem ist jetzt nicht so: Denn in Deutsch Jahrndorf erwartet ihn eine Mannschaft, gespickt mit Legionären und Auswärtigen. Als „Heimische“ kann man kaum niemand bezeichnen, da Gregor „Grex“ Graner nur als Stand-By-Kicker zur Verfügung steht.
Torwart Michael Mike“ Unger, der noch ein Jährchen dranhängt, ist Juli 2014 bei den ASVlern. Der Illmitzer startet somit seine 13. Jahrndorf-Saison. Detail am Rande: Am letzten Spieltag im Juni traf just Sohnemann Marcel Unger als Illmitz-Youngster gegen seinen Vater.
Carsten Lang, schon seit Sommer 2012 beim Klub, nimmt sich aus persönlichen Gründen eine Auszeit. Sportchef Andy Weisz rechnet aber damit, dass der Routinier spätestens ab Oktober wieder zur Verfügung steht. Um Lang adäquat zu ersetzen, wurde Patrick Gomes vom SV Bad Erlach als Innenverteidiger verpflichtet. Der 23-jährige Brasilianer gilt als ausgezeichneter, aber auch unberechenbarer Techniker.
Acht Neuzugänge, sechs Kicker weg - vor so einer Aufgabe steht Tschida also zum ersten Mal in seiner Karriere. „Ich bin überzeugt, dass wir rasch die richtige Mischung haben“, so der Neo-Coach selbstbewusst. Im Probegalopp gegen die SF Berg konnte man überzeugen. Beim 5:0-Sieg gelangen David Bodo gleich vier Treffer, einmal netzte Ivan Ziga.