Viel Spektakel & 52 Tore in der letzten Runde
2. Liga Süd
Auf- und Absteiger standen schon vor der letzten Runde fest. Zum Abschluss der Saison gab es aber noch einmal viel zu sehen, die 16 Mannschaften erzielten in acht Spielen 52 Tore.
3:1-Heimsieg. Der frischgebackene Meister Eberau (im Bild Martin Bock) jubelte noch einmal über einen vollen Erfolg.
© BVZ
Mühlgraben – Kukmirn 4:5.Zwei der prägenden Mannschaften der Saison schlossen die Spielzeit mit einem Torfestival ab. Die Hausherren starteten fulminant ins Spiel. In den ersten 15 Minuten knallte sich Mühlgraben mit 3:0 in Front. Kukmirn antwortete aber perfekt. Marko Stojak (18.) und Gabriel Kappel (44.) verkürzten noch vor der Pause auf 2:3. Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste groß auf. Innerhalb von zehn Minuten drehten Michael Kulovits, Luka Klisanin und Petar Horvath die Partie komplett und stellten auf 5:3. Mühlgraben kam nur mehr zum Anschlusstreffer. „Anhand der Gegentore hat man schon gemerkt, dass die Saison lang und die Luft draußen ist. Die waren auf beiden Seiten viel zu einfach. Aber wir nehmen den Sieg absolut gerne mit“, stellte SVK Obmann-Stellvertreter Michael Karner klar. In Mühlgraben schmerzte die Abschluss-Niederlage nur kurz. „Wir haben die beste Saison der Klubgeschichte gespielt, auch der Start in das letzte Spiel war top. In der zweiten Halbzeit haben uns die Kukmirner dann aber überrumpelt“, berichtete Pressesprecher Florian jud.
Eberau – Grafenschachen 3:1.Der frischgebackene Meister aus Eberau feierte zum Abschluss noch einen 3:1-Heimsieg gegen den SC Grafenschachen. Die Partie startete für die Hausherren aber mit einem Schock. Schon nach wenigen Sekunden schoss MIchael Strobl die Grafenschachener in Führung. Den Hausherren gelang dann noch vor der Pause der verdiente Ausgleich. In den zweiten 45 Minuten trumpfte Eberau dann auf. Bence Pataki und Niko Urbauer schossen die Eberauer auf die Siegerstraße und zum 19. Saisonsieg. „Wir zeigten eine gute Leistung und hatten auch mehr Spielanteile. Am Ende sin dwir der verdiente Sieger“, jubelte SVE-Sektionsleiter Andreas Gutleben. Grafenschachens Obmann-Stellvertreter Rainer Pöll war trotz Niederlage zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Vor allem in der ersten Halbzeit haben die Burschen stark dagegengehalten, waren sogar die bessere Mannschaft.“ Meister Eberau ließ es im Nachgang noch krachen: Nach dem 3:1-Heimsieg erfolgte die offizielle Übergabe des Meistertellers zu den Klängen des MV Eberau.
Rotenturm – Stegersbach 3:6.Mit einem echten Torfestival verabschiedete sich der SV Stegersbach in die Sommerpause. Durch den 6:3-Auswärtssieg in Rotenturm lösten die Thermenstädter auch das Pokal-Ticket. Das Spiel startete flott. Schon nach zwei Minuten schoss Alexander Resner den SVS in Führung. Rotenturm hatte vorerst die perfekte Antwort parat. Jan Takacs glich aus (15.). Vor der Pause stellte Philipp Penzinger den alten Abstand wieder her – und dan nschlug die Stunde von David Sauhammel. Der SVS-Abwehrspieler schenkte seinem Ex-Klub gleich drei Gegentreffer ein und stellte die Weichen auf Auswärtssieg. Der Sportliche Leiter Stefan Berzkovics blickte deshalb zufrieden aufs Spiel zurück: „Wir waren effizienter, das war der ausschlaggebende Grund für den Sieg.“ Im neuen Jahr möchte der Klub wieder weiter vorne mitmischen, dafür hat man auch schon die ersten Transfers unter Dach & Fach gebracht. Rotenturm kann trotz Niederlage stolz sein – das Cup-Ticket wurde bereits gelöst. „In den letzten drei Wochen hat man aber gemerkt, dass die Köpfe leer sind. Die Standards haben wir diesmal eigentlich gar nicht mehr verteidigt“, ärgerte sich Sektionsleiter Florian Mayer.
Gemeinde Tobaj – Oberdorf 4:1.Das ganz große Ziel hatten die Oberdorfer mit dem Klassenerhalt schon in der letzten Woche erledigt und so ging es unbeschwert in Richtung Deutsch Tschantschendorf, wo das Duell mit der Gemeinde Tobaj wartete. Für die Gäste-Elf begann das Spiel auch richtig gut. Luka Novoselec traf schon früh per Elfmeter zur Führung. Die Freude währte aber nicht lange, denn nur knappe zehn Minuten später glich Robin Bleyer schon aus. Luka Dragovic knallte dann wenig später zur Tobajer Führung ein. Die Hausherren zeigten sich in Folge abgebrüht und gaben diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Im Gegenteil, der ASV legte noch nach. Luka Visisc scorte noch vor der Pause das 3:1 und machte im zweiten Durchgang alles klar. „Das war ein solider Saisonabschluss. Wir haben eine gute Leistung gezeigt und uns diesen Sieg verdient“, freute sich ASV-Trainer Alfred Horvath. Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper sagte: „Nach der Pause konnten wir nicht mehr mithalten. So gesehen war es eine absolut verdiente Niederlage.“
Güssing – Markt Allhau 1:2.Am Zeltfest-Wochenende wollte der GSV seinen Fans noch einen Sieg schenken. Das klappte nicht, am Ende musste man sich dem UFC Markt Allhau mit 1:2 geschlagen geben. Ganz so intensiv wie in den letzten Duellen der beiden Teams lief es nicht ab – dafür war die Luft schon zu sehr draußen. Vor der Pause klingelte es trotzdem. Julian Psihoda schoss zur Auswärts-Führung ein (19.). Güssing mühte sich, konnte sich aber nicht die ganz großen Möglichkeiten erarbeiten. Nach dem Seitenwechsel traf Lukas Haas nach einem schweren Fehler der Allhauer Defensive zum Ausgleich. Im Gegenzug erzielte Balazs Horvath aber die neuerliche Führung für den UFC. „Ein 2:2 wäre absolut möglich gewesen, aber es ist auch so kein Beinbruch“, resümierte der Güssinger Trainer Jakob Burits. UFC-Pressesprecher Ewald Musser stellte kalr: „In Summe war es ein verdienter Sieg und wir konnten uns noch den vierten Platz sichern. Das war ein würdiger Abschluss.“
Rechnitz – Olbendorf 5:1.Der SV Rechnitz beendete die Saison mit einem 5:1-Heimsieg gegen Olbendorf. Die Heimischen legten fulminant los. Peter Gergö (5.), Roland Szanto (10.) und Adam Schreiner (13.) schossen bereits nach wenigen Minuten eine komfortable 3:0-Führung heraus.Die Gäste kamen kurz vor der Pause noch zum Anschlusstreffer. Sasa Misljencevic traf für die Olbendorfer. Im zweiten Durchgang ließen aber wieder die Rechnitzer die Muskeln spielen, erhöhten auf 5:1. „Wir haben unser Ziel, den Klassenerhalt, bereits in der Vorwoche erreicht. Die Akkus waren entsprechend leer. Aber man muss auch feststellen, dass Rechnitz überragende Qualität in den Reihen hat“, erklärte Olbendorfs Sektionsleiter Dietmar Graf. Rechnitz-Obmann Harry Füzi freute sich gewaltig: „Der Start war top, in Folge war der Sieg nie gefährdet. Ein absolut gelungener Abschluss zu unserem Pfingstfest.“
Rudersdorf – Neuberg 4:3.Mit sehr viel Personal-Rochaden gingen Rudersdorf und Neuberg ins direkte Duell. Für den USV war der Abstieg bereits beschlossene Sache, dennoch wollte man sich im letzten Spiel vor Heimpublikum passend verkaufen. Es war dabei eine Begegnung der Dreierpacker, denn auf Hausherren-Seite erzielte Zsolt Balazs einen solchen, während Dominik Weber für den SVN dreifach traf. Den Unterschied machte dann der vierte Treffer von Bence Pergel, der die Begegnung mit dem zwischenzeitlichen 4:1 vorentschied, ehe Neuberg in der Schlussphase noch einmal alles probierte, aber den Ausgleich nicht mehr erzwingen konnte. „ Der Sieg für Rudersdorf war verdient“, stellte Neuberg-Obmann Maritn Konrad klar. Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber berichtete: „Am Ende wurde es zwar noch einmal eng, aber der Sieg geht dennoch voll in Ordnung.“
Großpetersdorf – Unterschützen 3:6.Der SK Unterschützen geht mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause. In einem flotten Spiel setzten sich die Gäste bei Absteiger Großpetersdorf mit 6:3 durch. Vor der Pause war die Partie noch ausgeglichen, danach drehte aber der SKU auf, schoss vier Tore – und tütete damit die drei Punkte ein. „In der zweiten Halbzeit haben wir spielerisch sehr gut agiert“, lobte Trainer Patrick Tölly den Auftritt seiner Mannschaft. Großpetersdorf-Obmann Harry Schneller, dessen Team die Spielzeit auf dem letzten Tabellenplatz beendet, war nicht zufrieden: „Im Endeffekt waren die Gegentore vermeidbar und eigentlich schon lächerlich. Jetzt gilt es für uns ganz einfach, die Saison abzuhaken. Wir planen bereits für die kommende Spielzeit in der 1. Klasse“, stellte Schneller klar.