Glavina-Dreierpack ließ Neuberger jubeln
2. Liga Süd
Der SV Neuberg gewann das wichtige Duell mit dem SV Güssing dank eines überragenden Dominik Glavina mit 3:0 und kann so erst einmal aufatmen. Auch Olbendorf ist wieder dran.
Mann der Runde. Dominik Glavina traf gegen Güssing via Dreierpack.
© Herbert Kolonovics
Neuberg - Güssing 3:0.Der SV Güssing rutscht nach der bitteren 0:3-Niederlage beim direkten Duell in Neuberg immer tiefer in die Krise. Dabei lieferte man beim südlichen „Klassiker“ seine eigentlich beste Leistung des bisherigen Frühjahrs ab, schaffte es aber nicht zu punkten. Auch der Spielverlauf meinte es nicht gut mit den Kickern von Trainer Jakob Burits. So fiel die Neuberger Führung aus einer abseitsverdächtigen Position, ehe dann Sandro Csencsits kurz nach der Pause zwei eins-gegen-eins-Situationen für sich bestritt und mustergültig für seinen Teamkollegen Dominik Glavina auflegte. Der Kroate war so mit seinem Dreierpack der Mann des Tages. „Es ist für uns schwer zu analysieren, da die Leistung in Ordnung war. Aktuell wird uns aber nichts geschenkt“, so Burits, während Neuberg-Obmann Martin Konrad ergänzte: „Der Sieg war verdammt wichtig und hätte letztendlich auch höher ausfallen können. Vor allem defensiv standen wir sehr solide.“
Markt Allhau - Kukmirn 2:0.Der UFC Markt Allhau wird von Woche zu Woche konstanter in seinen Leistungen. Gegen den Kukmirner Herbstmeister musste man mit Oliver Tihanyi seinen Top-Angreifer ersetzen, aber je länger die Begegnung dauerte, desto besser stellte man sich auf diesen Umstand ein. Die Gäste waren vor allem vor der Pause richtig stark unterwegs und hätten sich die Führung durchaus verdient gehabt. Weil man aber einige Chance ungenutzt ließ, ging es dann mit einem 0:0 in die Kabinen und schon da waren die Hausherren besser in der Partie drin. Es sollte dem überragenden Julian Psihoda vorbehalten sein, die Heimischen nach etwas mehr als einer Stunde in Führung zu bringen. Spät machte Kasim Gadschiew dann mit dem 2:0 den Deckel drauf. „Das war sicher unsere beste Leistung in diesem Frühjahr, auch wenn wir in der Anfangsphase Glück und mit Marco Cividino einen starken Rückhalt in unserem Tor hatten. Irgendwann bekamen wir echten Zugriff auf die Partie“, sagte Allhau-Sektionsleiter Ewald Musser.
Gemeinde Tobaj - Rechnitz 4:1.Das Verfolgerduell in Dt. Tschantschendorf konnten die Tobajer Hausherren dank eines Triplepacks von Luka Visic für sich entscheiden. Bei schwierigen äußeren Bedingungen und starkem Wind gingen die Gäste früh durch Adam Schreiner in Führung, Michael Schendl hatte mit dem Ausgleich eine schnelle Antwort parat. In weiterer Folge bewegten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, wobei die Hausherren die entscheidenden Momente für sich ziehen konnten. So traf Visic noch vor der Pause zum 3:1, ehe er in der Schlussphase zwei Tore nachlegen konnte. „Es war eine tolle Teamleistung und die Burschen haben es sehr gut gemacht. So kann man erfolgreich sein“, meinte Tobaj-Trainer Alfred Horvath, während Rechnitz-Obmann Harald Füzi ergänzte: „Tobaj hat eine herausragende Mannschaft, aber wir waren über 90 Minuten die bessere Elf. Leider haben wir zu viele Möglichkeiten vernebelt.“
Großpetersdorf - Eberau 1:2.Der SV Eberau ist weiter einer der heißesten Anwärter auf das zu vergebende Burgenlandliga-Ticket. So nahm die Elf von Christoph Herics auch die schwere Derby-Hürde in Großpetersdorf und spielte über weite Phasen richtig stark. Vor allem vor der Pause ließ man aber zu viel liegen, um die Begegnung schon früh auf seine Seite zu ziehen. So war es Niko Urbauer, der nach knapp 60 Minuten auf 0:1 stellte. „Bis dorthin haben wir super gespielt“, resümierte SVE-Sektionsleiter Andi Gutleben und fügte an: „Es war dann ab dem 1:1 nicht so einfach, aber letztendlich doch verdient.“ Die Heimischen kämpften sich zurück und hätten das Spiel nach dem 1:1 von Bendegüz Nagy komplett auf den Kopf stellen können. Dazu kam es nicht, denn Stephan Draxler avancierte spät zum Eberauer Derbyhelden. SVG-Obmann Harald Schneller dazu: „In Summe geht der Sieg auch in Ordnung.“
Stegersbach - Grafenschachen 4:1.Und der nächste Stegersbacher Streich! Die Elf von Zsolt Gombos ist die aktuell beste Frühjahrs-Mannschaft und nach und nach pirscht man sich an die obere Tabellenhälfte ran. „Dort hätten wir uns eigentlich auch vor der Saison gesehen“, meinte Funktionär Manfred Petrus, dessen Elf gegen Grafenschachen in Minute 39 durch Stefan Hettlinger in Rückstand geriet. Zwei Minuten später folgte dann die spielentscheidende Szene, denn Matthias Wenzl musste nach einem Handspiel auf der Linie mit Rot von der Wiese, den fälligen Elfer vesenkte van Hajdic zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit war dann für den SVS Geduld gefragt. Mit dem 2:1 von Manuel Fritz war es dann aber praktisch entschieden und Hajdic und Strobl per Traumtor veredelten den Heimerfolg. SCG-Sektionsleiter Gerald Ringhofer: „Mit dem Ausschluss waren wir chancenlos. Stegersbach hat aber auch stark gespielt.“
Olbendorf - Unterschützen 3:1.Der SV Olbendorf schaffte mit dem Heimsieg gegen Unterschützen wieder Anschluss an Güssing, Neuberg und Großpetersdorf. Ein früher Doppelschlag von Ivan Markota (7., 8.) brachte die Heimischen auf die Siegerstraße. Die Gäste kontrollierten das Geschehen zwar fußballerisch, hatten aber immer wieder defensive Unzulänglichkeiten in ihrem Spiel. Dennoch gelang Adam Vittman noch vor der Pause der Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt hätte die SKU-Elf durchaus auch ausgleichen können. Das schaffte man nicht und nach dem Seitenwechsel konnte man den hohen Druck nicht mehr ganz aufrechterhalten. So entschied Leon Hofer die Begegnung nach knapp 70 Minuten zugunsten der Olbendorf. „Kompliment an die Mannschaft! Das untere Mittelfeld ist nun wieder in Sichtweite“, meinte SVO-Sektionsleiter Dietmar Graf, während SKU-Trainer Patrick Tölly ergänzte: „Wir haben uns fast selber geschlagen. Klar ist, dass wir jetzt nicht nervös werden dürfen.“
Rotenturm - Oberdorf 2:0.Der ASK Rotenturm kann schon frühzeitig für die kommende Saison planen, denn nach dem 2:0-Derbysieg gegen Oberdorf knackte man die 30-Punkte-Marke, die in den letzten Jahren immer für den Klassenerhalt gereicht hat. Vor der Pause passierte praktisch gar nichts, während die Hausherren dann nach Seitenwechsel immer den einen Schritt schneller waren und dank Gergö Pusztai (49.) und Lorant Sebestyen (58.) auch die nötigen Tore erzielten. „Aufgrund der zweiten Halbzeit war das verdient“, resümierte Rotenturm-Sektionsleiter Florian Mayer und fand Zustimmung bei Oberdorfs Sportlichem Leiter Wolfgang Halper: „Wir haben zu wenig Zweikämpfe und zu wenig zweite Bälle gewonnen. Sie waren einfach giftiger.“ Zu allem Überdruss vergaben die Gäste nach knapp 70 Minuten auch noch einen Elfmeter. Mayer: „Dann hätte es durchaus noch einmal spannend werden können.“
Rudersdorf - Mühlgraben 2:4.Die Mühlgrabener Elf von Leon Imre eilt weiter von Erfolg zu Erfolg. Nach Verlustpunkten ist der SVM sogar noch Tabellenführer und auch beim Rudersdorfer Schlusslicht zeigte man abermals seine Klasse. Vor allem in den ersten 45 Minuten spielte man richtig gut und führte dank Treffern von Bendegüz Szinay (5., 45.) und einem Elfmeter-Tor von Martin Nagy komfortabel mit 3:0. Nach der Pause nahmen dann auch die Rudersdorfer am Geschehen teil und Bence Pergel und Zsolt Balazs verkürzten via Doppelschlag auf 2:3. In dieser Phase hätte die Begegnung kippen können, aber der USV ließ gute Möglichkeiten ungenutzt liegen und mit dem 2:4 von Jonas Prem in der Schlussphase war alles entschieden. „Es wird nun sehr, sehr schwer. Da brauchen wir nicht allzu viel herumrechnen. Wenn man selber nicht gewinnt, ist es auch egal, was die Konkurrenten machen“, meinte Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber zum Status quo des Traditionsvereins, der weiter am letzten Platz liegt.