Stegersbach und Kukmirn top, Pinkafeld rutschte aus

2. Liga Süd

Zweimal 6:0! Sowohl Stegersbach (im Topspiel) als auch Kukmirn (gegen Güssing) ließen die Muskeln spielen. Pinkafeld hingegen rutschte gegen Rechnitz zum ersten Mal aus. Schlaining jubelte dafür zum ersten Mal.

Auf Höhenflug! Stegersbach und Bence Vajda sind nach dem 6:0 Tabellenführer.

Auf Höhenflug! Stegersbach und Bence Vajda sind nach dem 6:0 Tabellenführer.

© BVZ

Alle Augen waren am Freitag ins Thermenstadion von Stegersbach gerichtet. Im Topspiel empfing der SVS den SV Mühlgraben - und machte dort klare Sache. Einen 6:0-Kantersieg zimmerten die Dürnbeck-Burschen auf die Anzeigetafel. Ganz so hausgemacht war der aber nicht: In den ersten zehn Minuten fanden die Gäste gute Möglichkeiten vor. „Da haben wir es verpasst, in Führung zu gehen“, ärgerte sich Pressesprecher Florian Jud. Dann nahm der Stegersbacher Turbo Fahrt auf. Nico Benkö (26.) und David Sauhammel (41.) sorgten schon für eine 2:0-Pausenführung, die schließlich kontiunierlich erhöht wurde. „Ab der zehnten Minute haben wir das Spiel klar dominiert“, stellte der Sportliche Leiter vom neuen Tabellenführer, Stefan Berzkovics, fest. Da musste auch Florian Jud mitgehen: „Stegersbach war die eindeutig bessere Mannschaft.“

Eindeutig besser war auch der SV Kukmirn in Güssing. Obwohl Topstürmer Mihael Rebernik 70 Minuten lang nur auf der Bank saß, gelang den Kukmirnern ein 6:0-Kantersieg. In Abwesenheit Reberniks avancierte Jan Marcijus zum Matchwinner, steuerte drei Treffer bei. Zuerst hatten aber die „Einheimischen“ das Sagen, Gabriel Kappel und Alexander Radl (per Freistoß) sorgten für die ersten zwei Tore. Der Sportliche Leiter Wolfgang Zach: „Wir waren spielerisch klar besser, der Sieg geht absolut in Ordnung.“ Güssings Sportlicher Leiter Hans Saurer: „Unsere Leistung war nicht gut, zudem wurde jeder Fehler von uns beinhart bestraft.“

Erstmals keine Punkte gab es für den SC Pinkafeld in Rechnitz. „Wir steigern uns normal mit dem Gegner“, prognostizierte Hausherren-Obmann Harry Füzi vor dem Spiel. Er sollte recht behalten, die Rechnitzer verlangten dem SCP alles ab und holten nach der Pause zum Keulenschlag aus. Roland Szanto (doppelt) und Florian Kurtz (per Freistoß) schossen für die Heimischen eine 3:0-Führung heraus. Alles gelaufen war damit aber noch nicht, Pinkafeld kam noch einmal heran. „Am Ende verteidigten wir das 3:2 aber richtig gut“, jubelte Füzi. In Pinkafeld sorgte die erste Saisonniederlage für ein Beben: Trainer Sascha Stocker musste die Koffer packen. Die BVZ erreichte den Trainer noch unmittelbar nach dem Spiel, als er noch nichts davon wusste. Da meinte er: „Unsere Leistung war ganz okay, wir waren die bessere Mannschaft. Hinten haben wir dem Gegner aber die Tore geschenkt, und vorne hat die letzte Konsequenz gefehlt.“

Wenige Kilometer weiter sorgte der ASK Schlaining für eine faustdicke Überraschung. Nach dem schwachen Saisonstart fegten die Burgstädter ausgerechnet den ASK Oberdorf mit 4:1 vom Platz. Philipp Penzinger (16.), Petar Jozic (65.) und Ben Schaffer (79.) sorgten für eine 3:0-Führung. Den Schlusspunkt setzte Csanad Hera mit einem Freistoß aus großer Distanz. „Endlich haben wir den ersten Sieg eingefahren“, schnaufte der Sportliche Leiter Klaus Arth durch. „Der war aber verdient, wir haben alles reingehauen.“ Oberdorfs Sektionsleiter Wolfgang Halper seufzte: „Wir haben anscheinend das Talent, Tote aufzuwecken und laufen aktuell einfach unserer Form hinterher.“

Der SV Neuberg schrieb auswärts an, feierte in Olbendorfeinen 2:1-Sieg. Florian Steinbauer holte früh zum Keulenschlag aus (2.). Olbendorf antwortete aber, egalisierte durch Thomas Nebl noch vor der Pause. Die zweite Hälfte spielte sich dann zu großen Teilen in der SVO-Hälfte ab. „Wir haben viel versemmelt“, sah Neubergs Obmann Martin Konrad einen Chancenwucher, durfte dann aber doch noch jubeln. In Minute 93 stellte nutzte Dominik Weber eine Unachtsamkeit zum 2:1. Zum Ärger von Olbendorfs Sektionsleiter Dietmar Graf: „Ich war zwar nicht dabei, aber genau in solchen Spielen musst du Punkte mitnehmen.“

Heimsiege gab´s für Unterschützen und Markt Allhau. Der SKU bewies gegen Tobaj Moral und drehte einen Rückstand mit einem Mann mehr noch in einen 3:2-Sieg um. „Das waren drei wichtige Punkte für uns“, atmete Trainer Patrick Tölly durch. Tobaj haderte beim Debüt von Trainer Christoph Pomper - er ersetzt künftig Alfred Horvath - mit dem Ausgang, wie Spieler Lukas Spirk feststellte: „Da wäre schon mehr drinnen gewesen.“ Für die Markt Allhauer verlief der Samstag mit einem 2:1 gegen Bad Tatzmannsdorf nach Wunsch. „Wir konnten nicht an die Leistung der letzten Spiele anschließen, aber haben zumindest die drei Punkte geholt“, war Pressesprecher Ewald Musser zufrieden. „Es war von beiden Seiten kein hochkarätiges Spiel, ein Remis wäre gerecht gewesen“, so SCT-Trainer Patrick Bürger.

Fußballerische Magerkost lieferten zum Abschluss der Runde Grafenschachen und Rotenturm, die sich torlos trennten. „Wir haben zu Null gespielt, hätten uns aber schon mehr erwartet“, wollte Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer der Negativserie ein besseres Ende setzen. „Wir sind kaum gefährlich vors Tor gekommen, das war schwach“, erklärte Grafenschachens Sektionsleiter Gerald Ringhofer.