SV Mühlgraben und Eberau rocken die Liga

2. Liga Süd

Mühlgraben gewann auch in Stegersbach knapp, aber doch. Eberau zog am Samstag mit einem 2:0-Erfolg im Topspiel in Markt Allhau nach. Rechnitz überzeugte, schoss Rudersdorf ab.

Nicht zu stoppen! Jan Balogh (liegend) und Eberau feierten in Markt Allhau (M., Christian Teller, r., Felix Stumpf) den nächsten Sieg.

Nicht zu stoppen! Jan Balogh (liegend) und Eberau feierten in Markt Allhau (M., Christian Teller, r., Felix Stumpf) den nächsten Sieg.

© Herbert Kolonovics

Stegersbach – Mühlgraben 1:2. Der SV Mühlgraben ist weiter in einer absolut blendenden Verfassung. Daran musste jetzt auch das beste Rückrunden-Team aus Stegersbach glauben, denn gegen den 50-Punkte-Tabellenzweiten setzte es die ersten Niederlage im neuen Jahr. Lukas Faulend schoss die Stegersbacher zunächst noch mit 1:0 in Führung (16.). Nach der Halbzeit drehten die Gäste rasch die Partie per Doppelschlag. Zuerst knallte Bendeguz Szinay das Leder in die Maschen, dann stellte Simon Kropf die Weichen auf Auswärtssieg (56., 58.). „Die erste Halbzeit gehörte ganz klar den Stegersbachern, aber in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Da haben wir es verabsäumt, die Führung sogar noch auszubauen“, so Sektionsleiter Florian Jud. Stegersbachs Sportlicher Leiter Stefan Berzkovics meinte: „Wir hatten einige Ausfälle, mussten drei Stammspieler vorgeben. Der Sieg von Mühlgraben geht in Ordnung, aber es war kein schlechter Auftritt von uns.“

Markt Allhau – Eberau 0:2. Einen Tag nach den Mühlgrabenern zog der SV Eberau nach und übernahm wieder die Tabellenführung. Das alles geschah durch einen 2:0-Sieg im Topspiel gegen den UFC Markt Allhau. Die Gäste konnten das Spiel früh auf ihre Seite lenken. Jan Balogh und Mate Hanzl stellten per Doppelschlag (16., 18.) die Weichen auf Auswärtssieg. „Vor allem in dieser Anfangsphase haben wir gut Druck ausgeübt, die zwei Treffer waren das Resultat daraus. Es ist ein verdienter Sieg“, atmete Sektionsleiter Andreas Gutleben durch. DIe Heimischen mussten die zweite Topspiel-Niederlage in Folge einstecken. „Wir sind mit großen Erwartungen ins Spiel gegangen, konnten uns dann aber kaum gefährliche Situationen herausspielen“, so Pressesprecher Ewald Musser.

Rechnitz – Rudersdorf 7:1. Galavorstellung des SV Rechnitz, der dem USV Rudersdorf überhaupt keine Chance ließ und mit 7:1 gewann. Das Spiel ging bereits am vergangenen Donnerstag, dem Tag der Arbeit, über die Bühne und eröffnete mit einem herrlichen Treffer von Nino Werderitsch (40.). Das 1:0 war gleichzeitig der Pausenstand, nach dem Wiederanpfiff machten die Rechnitzer dann rasch alles klar. Werderitsch (48., 52.), Florian Kurtz (52.) und Peter Gergö (57.) stellten binnen weniger Minuten auf 5:0, damit war die Sache gegessen. Vor allem Werderitsch erwischte einen Sahnetag, verbuchte zusätzlich zu seinen drei Treffern zwei Assists. Im Finish verballerten die Rechnitzer noch einen Strafstoß, Rudersdorf kam lediglich zum Ehrentreffer. „Das war eine tadellose Leistung der Mannschaft, so stelle ich mir das vor“, jubelte Rechnitz-Obmann Harry Füzi. Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber meinte: „Vor der Pause war das noch voll okay, dann ist binnen weniger Minuten die Partie leider total gekippt. Der Rechnitzer Sieg war absolut verdient.“

Grafenschachen – Güssing 2:5.Die Güssinger machten den nächsten Schritt aus der Abstiegs-Zone. Dabei war der Start ins Donnerstags-Spiel beim SC Grafenschachen alles andere als optimal. Oliver Zankl traf zum 1:0 für die Gäste, Güssing hatte aber die perfekte Antwort parat. Und das gleich doppelt: Per Eigentor egalisierten die Bezirkshauptstädter, dann zauberte Roman Rasser einen Freistoß aus 30 Metern ins Netz. Grafenschachen drückte nach der Pause auf den Ausgleich, den Treffer machten aber wieder die brandgefährlichen Güssinger. Mark Mesko verwertete einen Konter zum 3:1. Und auch aufs zwischenzeitliche 3:2 hatte der GSV die passende Antworten in Person von Mesko, der noch zweimal traf, parat. „Ein wichtiger Auswärtssieg für uns. Chancentechnisch haben wir alles verwertet, was möglich war“, freute sich GSV-Coach Jakob Burits. „Güssing hat mehr Leidenschaft gezeigt, es war keine gute Leistung von uns“, meinte Grafenschachens Sektionsleiter Gerald Ringhofer.

Neuberg – Oberdorf 2:2.Derby-Remis zwischen dem SV Neuberg und dem ASK Oberdorf! Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit Vorteile – und die münzten sie in den Führungstreffer um. Der bärenstarke Leo Jakopec schaute Max Posch im Neuberger Kasten aus und traf zum 1:0 (22.). Nur kurze Zeit später (25.) aber der Ausgleich. Dominik Glavina bewies seine Torjäger-Qualitäten. „In den ersten 45 Minuten war das ein richtig guter Auftritt von uns, schade nur, dass wir das in keine Führung ummünzen konnten“, meinte ASK-Sektionsleiter Wolfgang Halper. Die gab´s kurz nach Wiederanpfiff, Leo Jakopec, der kurz zuvor noch die Stange traf, erzielte das 2:1. Ebenso schnell glich Neuberg aus. Glavina köpfelte nach einem Standard ein. In Folge passierte nicht mehr viel. „Das Remis ist korrekt“, meinte Neuberg-Obmann Martin Konrad. Halper: „Wir haben stark, intensiv gekämpft, aber es muss uns auch einmal gelingen, eine Führung über die Zeit zu bringen.“

Olbendorf – Gemeinde Tobaj 3:3. In einem absoluten Torspekatkel der 25. Runde trennten sich der SV Olbendorf und der ASV Tobaj mit 3:3. Marc Mazetti schoss die Hausherren in Führung. Kurz darauf die nächste Szene zugunsten des SVO. Markus Malits im ASV-Kasten sah die Ampelkarte, woraufhin Feldspieler Jakob Csekits zwischen die Pfosten wanderte. Nach der Pause ging es dann Hin und Her, zunächst erhöhten die Olbendorfer auf 3:1. Aber Tobaj ließ nicht locker, kämpfte sich heran. Schließlich schoss Luka Visic die Mannen von Alfred Horvath doch noch zu einem Auswärts-Punkt. „in den ersten 45 Minuten waren wir nicht gut, dafür war das Aufbäumen nach der Pause top“, lobte der Trainer die Moral seiner Mannschaft. Olbendorf ärgerte sich. „Für uns sind es zwei verlorene Punkte. Wir waren nach der Pause nicht mehr effizient genug“, so Sektionsleiter Dietmar Graf.

Unterschützen – Kukmirn 0:1.Der SV Kukmirn konnte sich beim Gastspiel in Unterschützen knapp aber doch durchsetzen. Das alles entscheidende Tor fiel schon nach wenigen Sekunden. Noah Frühmann knallte den Ball zum 0:1 in die Maschen (1.). Nach dem optimalen Start der Gäste war es ein ausgeglichenes Spiel, die Hausherren drückten stetig mehr aufs Tempo, brachten die Kugel aber nicht im Tor unter. „Der Start war natürlich sehr schlecht. Danach kamen wir besser rein, am Ende haben wir aber zu viele Chancen liegen gelassen, um einen Zähler mitzunehmen“, so Trainer Patrick Tölly. Die Kukmirner zählten auf eine sattelfeste Defensive. „Wir waren vom frühen Tor natürlich beflügelt, in Folge war die kämpferische Leistung sehr gut. Die hat uns mit Sicherheit zum Sieg verholfen“, so der Sportliche Leiter Wolfgang Zach.

Rotenturm – Großpetersdorf 3:1. Zum Abschluss der 25. Runde feierte der ASK Rotenturm einen 3:1-Derbysieg gegen den SV Großpetersdorf. Starker Regen und widrige Verhältnisse sorgten für eine beschwerliche Austragung. Rotenturm kam damit besser zurecht, Elias Kopfer schoss seine Farben früh in Führung (6.). Nach einer halben Stunde legte Kopfer nach, knallte den Ball zum 2:0 ins Netz. Großpetersdorf antwortete. Roland Müllner verkürzte unmittelbar vor dem Pausenpfiff. In den zweiten 45 Minuten entwickelte sich eine intensive Partie, die die Heimischen dann für sich entschieden. Ralph Ringbauer stand nach einem Stangler perfekt, schob zum 3:1 ein (71.). „Es war absolut keine außergewöhnliche Leistung von uns, aber über 90 Minuten geht der Derbysieg in Ordnung“, freute sich Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer. „Durch das frühe Gegentor taten wir uns schwer, am Ende steht leider die Derbyniederlage. Aber wir stecken nicht auf, wollen auf jeden Fall in der Liga bleiben“, versicherte Großpetersdorfs Obmann Harry Schneller.