SV Mühlgraben weiter in Gala-Form
2. Liga Süd
Der SVM ist kurz vor dem Saison-Endspurt in bestechender Form. Das musste am Freitag auch der UFC Markt Allhau zur Kenntnis nehmen. Eberau siegte ebenfalls. Im unteren Drittel waren Güssing, Oberdorf und Neuberg die großen Gewinner.
Behauptet! Erik Bardics (liegend) stürmte am Sonntag mit Eberau zurück an die Tabellenspitze, bezwang Rotenturm 2:0.
© Herbert Kolonovics
Mühlgraben - Markt Allhau 4:1.Schafft der SV Mühlgraben wirklich das Unmögliche und holt sich den Titel in der 2. Liga Süd? Mit den Leistungen der vergangenen Wochen hätte sich das die Elf von Leon Imre definitiv verdient, denn alleine im Spitzenspiel gegen Markt Allhau ließ man abermals seine fußballerischen Muskeln spielen und wies den Konkurrenten in die Schranken. Vor der Pause war das Geschehen relativ ausgeglichen. Erst kurz vor dem Seitenwechsel knallte Ante Ljubicic nach einem Gestocher zur Führung der Hausherren ein. „Bis dorthin hatten wir das Heft eigentlich in der Hand“ meinte UFC-Pressesprecher Ewald Musser. Das zweite Tor gelang aber erneut den Heimischen. Der bärenstarke Bendegüz Szinay netze ein (68.). In Folge ergaben sich mehr und mehr Räume und Mühlgraben nutzte die perfekt. „Es war ein Spiel auf hohem Niveau. Das 1:0 gab uns gewaltigen Auftrieb“, jubelte SVM-Funktionär Sebastian jud.
Güssing - Rudersdorf 5:1.Für den USV Rudersdorf wird es nach der Niederlage im Abstiegs-Kracher gegen den langjährigen Konkurrenten aus Güssing richtig eng. Der Abstand zu den anderen Vereinen wuchs an und es braucht einen nahezu optimalen Saison-Endspurt, um dem zweiten Abstieg in Folge noch zu entgehen. Nach dem 1:5 beim GSV gehen die Planungen aber mehr und mehr in Richtung 1. Klasse. Die Hausherren lieferten indes ihr bestes Rückrundenspiel ab und vor allem Roman Rasser bewies wie schon in Olbendorf seine Klasse. Der Angreifer traf dreifach und war von der USV-Defensive kaum zu halten. Dazwischen netzte Nik Wukitsevits per Freistoß zum 2:0 ein und Bence Szenczi traf ebenfalls. „Es war ein verdienter Sieg für Güssing. Für uns war nicht mehr drin“, haderte Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber. GSV-Coach Jakob Burits stellte fest: „Wir waren von der ersten Sekunde an voll da und hätten die Begegnung eigentlich schon nach 30 Minuten entscheiden müssen. Ein hochverdienter Sieg.“
Oberdorf - Olbendorf 2:1.Vor toller Kulisse ging am Samstag das brisante Nachbarschaftstreffen zwischen Oberdorf und Olbendorf über die Bühne. Das ist für sich schon spannend genug, aber die tabellarische Situation setzte dann noch eines drauf. Beide Vereine kämpfen noch um den Ligaerhalt. Die bessere Ausgangsposition für den Endspurt sicherten sich die Oberdorfer, die einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen Heimsieg verwandeln konnten. Ivan Markota schoss die Gäste in Führung, Max Halper konterte aber perfekt – per direktem Eckball verwandelte er zum 1:1. Luka Novoselec setzte noch eins drauf, verwertete vom Punkt per strittigem Strafstoß, was die Emotionen hochkochen ließ. „Der VAR hätte ihn wohl zurückgenommen, allerdings hätte es zuvor schon einen Elfmeter für uns geben müssen“, stellte Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper klar. Olbendorfs Obmann-Stellvertreter Stefan Csar ärgerte sich: „In meinen Augen wäre ein X gerecht gewesen. Oberdorf hat es in der zweiten Halbzeit aber schon auch gut gemacht.“
Großpetersdorf - Rechnitz 1:4.Eine intensive Woche beschloss der SV Großpetersdorf mit einer Derbyniederlage gegen Rechnitz. Mann des Tages war Defensiv-Allrounder Adam Schreiner, der den Hausherren gleich drei Treffer einschenkte und die Weichen auf Auswärtssieg stellte. „Es war ein echtes Derby und hatte viel zu bieten. Für die Rechnitzer war das natürlich eine tolle Geschichte, für uns war es eher nicht so lässig“, stellte SVG-Obmann Harald Schneller klar. Für ihn wichtig: „Wir müssen jetzt aber das Positive mitnehmen.“ Großpetersdorf rutsche durch die Niederlage auf den vorletzten Platz ab, die Rechnitzer tankten wieder Hoffnung im dichten Liga-Spitzenfel, kletterten auf 35 Punkte hoch. Obmann Harald Füzi analysierte die Partie wie folgt: „Es war eine eindeutige Angelegenheit und wir gingen als der verdiente Sieger vom Platz. Von der Mannschaft war es eine gute Reaktion auf die letzten Niederlagen, die uns natürlich nicht so gefallen haben.“
Gemeinde Tobaj - Stegersbach 0:3.Der SV Stegersbach bleibt in der Rückrunde weiter ungeschlagen. Auch das schwierige Auswärtsspiel in Deutsch Tschantschendorf bestand die Gombos-Elf souverän, siegte mit 3:0. Die Gäste waren von Beginn an die bessere Mannschaft. Das machte sich bezahlt: David Garger brachte den SVS in Führung (20.). Kurz nach der Pause war es dann Torjäger Ivan Hajdic, der auf 2:0 erhöhte. Und in der Schlussphase machte schließlich Philipp Penzinger den Deckel drauf. „Wir waren vom Start weg spielbestimmend. Der Sieg war eigentlich nie in Gefahr“, jubelte Stegersbachs Sportlicher Leiter Stefan Berzkovics über die nächsten drei Punkte. Von den Hemischen aus Tobaj kam zu wenig, wobei einige Leistungsträger fehlten. Trainer Alfed Horvath: „Stegersbach hatte einfach mehr Qualität als wir und deshalb sind sie der verdiente Sieger.“
Grafenschachen - Unterschützen 1:1. In einem Spiel auf hohem Niveau trennten sich der SC Grafenschachen und der SK Unterschützen unentschieden. Von Beginn an gingen beide Teams hohes Tempo, die entscheidenden Momente passierten aber erst nach der Pause. Adam Vittman knallte zur Gäste-Führung ein (51.). Nur zwei Minuten später aber die rasche Antwort, Michael Strobl glich für die Grafenschachener aus. SKU-Trainer Patrick Tölly war begeistert vom Spiel: „Das Niveau war wirklich hoch, beide Mannschaften hätten gewinnen können.“ Grafenschachen war nach Rot gegen Gabor Hart (70.) im Finish in Unterzahl, wusste aber auch damit umzugehen. „Es war auch danach ein offener Schlagabtausch. Alles in allem eine starke Team-Leistung“, zeigte sich Sektionsleiter Gerald Ringhofer zufrieden.
Kukmirn - Neuberg 1:2. Der dritte Gewinner im Abstiegskampf ist neben Oberdorf und Güssing der SV Neuberg, der in Kukmirn wichtige drei Punkte holte. Die Mannschaft von Neo-Trainer Andreas Konrad übernahm schnell das Kommando. Dominik Weber traf per Gewaltschuss zum verdienten 1:0 (32.). Mit dem Pausenpfiff erhöhte Manuel Marcec – 2:0. Die Hausherren steckten nicht auf, kamen durch Luka Klisanin zum Anschlusstreffer, mehr war aber nicht mehr drin. „Es war intensiv, schnell. Vor der Pause waren wir die klar bessere Mannschaft, danach gerieten wir ein wenig unter Druck, aber ingesamt geht der Sieg in Ordnung“, atmete Obmann Martin Konrad durch. Wolfgang Zach vom SV Kukmirn beurteilte die Lage ähnlich: „In den ersten 45 Minuten waren wir gar nicht gut, ehe wir besser reingekommen sind. Alles in allem war es aber zu wenig, um wichtige Punkte gegen die Neuberger mitzunehmen.“
Eberau - Rotenturm 2:0.Zum Abschluss der Runde knallte der SV Eberau einen 2:0-Sieg gegen Rotenturm auf die Anzeigetafel und stürmte damit zurück an die Tabellenspitze. Der Sieg war aber alles andere als einfach, Rotenturm war vor der Pause einem Treffer näher, nützte allerdings die Chancen nicht. Nach der Halbzeit fand Eberau besser ins Spiel – und das wurde belohnt. Niko Urbauer schoss zur Führung ein (70.), nur zehn Minuten später erhöhte Manuel Skerlak auf 2:0. „Wir haben uns am Anfang schwergetan, sind nach und nach aber besser ins Spiel gekommen und feierten nach 90 Minuten einen verdienten Sieg“, jubelte Eberaus Sektionsleiter Andreas Gutleben über die Rückkehr and die Tabellenspitze. „Wer das erste Tor macht, gewinnt – das war irgendwann klar. Leider war das Eberau. Vor der Pause waren wir aber einen Tick besser“, stellte Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer fest. Sein Team steht nach der Niederlage auf Platz 10, ist mit 33 Zählern nach hinten abgesichert.