Vier Tore! Spirk-Festspiele beim Derby in Neuberg

2. Liga Süd

Der ASV Gemeinde Tobaj gewann das Derby in Neuberg deutlich, mit vier Toren von Lukas Spirk. Stegersbach fuhr den nächsten souveränen Sieg ein, Rotenturm feierte Sensationserfolg.

Ein gewohntes Bild am Samstag: Michael Schendl (am Ball) setzt Lukas Spirk in Szene, die Tobajer siegten in Neuberg mit 4:1.

Ein gewohntes Bild am Samstag: Michael Schendl (am Ball) setzt Lukas Spirk in Szene, die Tobajer siegten in Neuberg mit 4:1.

© BVZ

Der vorletzte Hinrunden-Spieltag in der 2. Liga Süd ist geschlagen. Viel wurde bereits im Vorfeld über das Derby zwischen Neubergund Tobajgesprochen, letztlich setzten sich die Tobajer dank eines Lukas Spirk in Topform durch. Die Gäste hatten zunächst Anlaufschwierigkeiten, die Neuberger knallten den Ball an die Latte. Wenig später war Florian Steinbauer mit dem 1:0 zur Stelle (11.). Doch Tobaj hatte die rasche Antwort parat, Lukas Spirk stellte bei seiner Rückkehr nach Neuberg mit seinem ersten Treffer auf 1:1. Tobaj wurde in Folge immer stärker, die Hausherren schwächer. In Halbzeit zwei manifestierte sich das im Ergebnis, Spirk stellte mit drei weiteren Treffern die Weichen auf Auswärtssieg. „Das war ein rundum gelugener Nachmittag für uns und speziell für mich, aber ohne das Team wäre die vier Treffer nicht möglich gewesen“, zeigte sich Spirk erfreut. Neubergs Obmann Martin Konrad resmüierte: „30 Minuten war das wirklich in Ordnung von uns, doch dann haben wir ausgerechnet ihrem gefährlichsten Mann, Lukas Spirk, freien Lauf gelassen.“

Frühzeitig die Winterkrone fixieren hätte Kukmirnkönnen. Doch die Bauer-Burschen kamen zuhause gegen Oberdorfnicht über ein 1:1 hinaus. Die Gäste wehrten sich tapfer und waren in einem hochklassigen Spiel ebenbürtig. Nach einem schnellen Rückstand glich ausgerechnet Ex-Kukmirner Marko Stojak per Elfmeternachschuss für Oberdorf aus, nachdem zuvor Patrick Farkas von den Beinen geholt wurde. „Es war ein verdienter Punkt in einem Spiel auf hohem Niveau“, so Oberdorfs Sektionsleiter Wolfgang Halper. Kumirn verpasste die vorzeitige Herbstmeisterentscheidung, will jetzt in Schlaining feiern. Der Sportliche Leiter Wolfgang Zach stellte klar: „Die Oberdofer haben uns wirklich alles abverlangt, es war ein harter Fight.“

Ebenfalls noch Chancen auf den Herbstmeistertitel hat Stegersbach. In Rechnitzfeierten die Thermenstädter den nächsten Zu-Null Sieg (3:0). Für den ersten Treffer sorgte Nico Benkö kurz vor der Pause. Oliver Poandl eroberte die Kugel, brachte die scharf zur Mitte auf Pavel Usakov, der Benkö perfekt in Szene setzte. Entscheidend waren dann die Minuten 59 bis 62: Zunächst holte Kilian Koch als letzter Mann Oliver Tihanyi von den Beinen, sah Rot. Und wenig später traf Tihanyi zum 2:0, die Partie war entschieden. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit gut gemacht und verdient gewonnen“, so der Sportliche Leiter Stefan Berzkovics. Harry Füzi, Obmann beim SV Rechnitz, meinte: „Es war eine ausgeglichene Partie, ein blöder Fehler vor der Pause und die Rote Karte haben uns leider um die Früchte gebracht.“

Für den Sensationserfolg der Runde sorgte Rotenturm, der Tabellenletzte holte in Pinkafelddrei Zähler, gewann mit 1:0. Die Gäste starteten mutig und gingen früh in Führung (Torschütze: Bence Illes). Wenig später fand man noch die dicke Chance aufs 2:0 vor, ab dem zweiten Durchgang aber verlagerte sich das Spielgeschehen in die Rotenturm-Hälfte. Immer wieder scheiterten die Pinkafelder jedoch am überragenden reagierenden Tormann David Hettlinger, der die drei Punkte für Rotenturm festhielt. „Eine starke Reaktion der Mannschaft auf die letzten Wochen. Wir waren in der ersten Halbzeit besser“, erklärte Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer. Pinkafeld-Trainer Benjamin Posch meinte: „Die erste Halbzeit war gar nichts von uns, nach der Pause war das deutlich besser – nur ohne Tore. Aber: wir werden uns wegen dieser Niederlage definitiv nicht von unserem Weg abbringen lassen.“

Nicht nur Rotenturm punktete im Tabellenkeller, auch Güssingschrieb voll an. Die Bezirkshauptstädter siegten gegen Grafenschachenmit 4:1. Für den Sportlichen Leiter Hans Saurer ein wichtiger Sieg: „Jeder hat für jeden gekämpft, und was wir diesmal gemacht haben: wir haben unsere Angriffe zu Ende gespielt. Das war der Schlüssel.“ Gerald Ringhofer, Sektionsleiter in Grafenschachen, ärgerte sich maßlos über das 1:4: „Das war in allen Belangen eine katastrophale Leistung von uns, wir sind sehr enttäuscht.“

Neben Rotenturm und Güssing siegte auch Bad Tatzmannsdorf. Die Bürger-Elf wies Mühlgraben mit 3:2 in die Schranken. Der Grundstein wurde in Halbzeit eins gelegt, als die Bad Tatzmannsdorfer auf 3:1 davonzogen. „Es wird immer besser, wir stehen defensiv kompakt und machen vorne unsere Tore“, freute sich Trainer und Zweifach-Torschütze Patrick Bürger.

Zu einer Punkteilung kam es in Markt Allhau. Unterschützenging mit 1:0 in Führung und hatte alles im Griff. Doch zwei Gelb-Rote Karten für Markt Allhau stellten die Partie auf den Kopf. Die Hausherren waren in Unterzahl bissiger und erzielten noch den Ausgleich. „Eine moralische Top-Leistung“, lobte Pressesprecher Ewald Musser seine Mannschaft nach dem 1:1-Unentschieden.

1:1 trennten sich auch Olbendorfund Schlaining. Die Schlaininger starteten fulminant, fanden in den ersten 15 Minuten drei dicke Möglichkeiten vor. Doch Olbendorf ging in Führung und Schlaining musste bis zur Nachspielzeit warten. Dann war es einmal mehr Csanad Hera, der auf 1:1 stellte. Wie schon so oft in dieser Saison: per Weitschuss.