Wieder Landesliga: So gelang Eberau das Meisterstück
2. Liga Süd
Der SV Eberau kehrt nach acht Jahren in die Burgenlandliga zurück. Mit einem 2:1-Sieg in Unterschützen fixierte man den Meistertitel. Auch unten ist alles entschieden: Großpetersdorf und Rudersdorf spielen ab Sommer in der 1. Klasse Süd. Bei uns gibt´s alle Spielberichte der vorletzten Runde:
Eberau (Martin Bock und Christoph Herics) steigt auf!
© BVZ
Unterschützen – Eberau 1:2.Der SV Eberau feierte einen knappen Auswärtssieg in Unterschützen und fixierte damit eine Runde vor Schluss aus eigener Kraft den Meistertitel der 2. Liga Süd. Damit geht es nach acht Jahren Pause zurück ins burgenländische Fußball-Oberhaus. Durch den Patzer von Mühlgraben hätte auch eine Niederlage gereicht – Eberau ließ sich den Sieg in Unterschützen aber nicht nehmen. Die ersten 45 Minuten verliefen ausgeglichen, nach der Pause drehte Eberau dann auf. Binnen drei Minuten holte Max Mayer zum Doppelschlag aus und stellte die Weichen auf Auswärtssieg (46., 49.). Danach machte es der Tabellenführer klug, stand kompakt – der SKU kam dennoch zum Anschluss. Marco Helmig knallte den Ball halbvolley rein (85.). Der Treffer kam allerdings zu spät. „Die beiden Gegentore unmittelbar nach der Pause waren die Knackpunkte, ansonsten haben wir es gut gemacht“, berichtete SKU-Coach Patrick Tölly. Eberau-Sektionsleiter Andreas Gutleben jubelte: „Auch wenn der Sieg knapp war, war er am Ende verdient. Jetzt kann uns den Meistertitel keiner mehr nehmen.“
Über den Meisteritel der Eberauer berichtete die BVZbereits zuvor:
Grafenschachen – Mühlgraben 1:0.Der SC Grafenschachen holte gegen den Vizemeister aus Mühlgraben einen knappen Heimsieg und machte damit schon am Samstag um 19 Uhr die SVM-Chancen auf den Meisteritel zunichte. Die Hausherren starteten gut, fanden in der Anfangsphase tolle Möglichkeiten vor. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den die Gäste in Minute 86 zum Sieg nutzten. Michael Strobl stellte auf 1:0 für Grafenschachen. „Es war ein tolles Spiel. Am Anfang ließen wir gute Chancen liegen, am Ende war der Sieg meiner Meinung nach verdient“, zog Rainer Pöll, Obmann-Stellvertreter beim SCG, Fazit. Mühlgraben-Pressesprecher Florian Jud analysierte wie folgt: „Es war ein schnelles Spiel, wo beide Mannschaften aggressiv agierten. Grafenschachen hatte dann das glücklichere Ende für sich.“
Olbendorf – Rudersdorf 3:3.Der SV Olbendorf schaffte am Samstag aus eigener Kraft den Klassenerhalt. Der Punkt gegen den USV, der bei einem Auswärtssieg einen Showdown am letzten Spieltag erzwingen hätte können, reichte dem Klub, um zum Saisonabschluss beruhigt nach Rechnitz zu fahren. Die Hausherren starteten optimal, Marc Mazetti knallte schon kurz nach Anpfiff zur Führung ein. Sicherheit gab das den Heimischen aber nicht wirklich und so glich Bence Pergel aus. Lange währte die Gäste-Freude nicht, denn Mazetti stellte den alten Abstand schnell wieder her. „Wir schießen ein Tor und kriegen dann sofort eines. Es zieht sich durch die Saison“, ärgerte sich Rudersdorfs Sporlticher Leiter Martin Salber. „Nach dem 1:3 war dann vom Gefühl her alles durch“, meinte Salber. Am Ende wurde es aber doch noch einmal spannend. Pergel stellte mit zwei weiteren Treffern auf 3:3. Dennoch brachte Olbendorf den Punkt ins Ziel. „Wir waren ungewohnt nervös und es war definitiv nicht unsere beste Leistung. Wir sind aber froh, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben“, atmete Sektionsleiter Dietmar Graf duch.
Neuberg – Großpetersdorf 3:1.Was sich nach der Niederlage im direkten Duell gegen Olbendorf schon angekündigt hatte, war am vergangenen Feiertag dann endgültig klar: Der SV Großpetersdorf steigt in die 1. Klasse Süd ab. „Gedanklich war es irgendwie schon seit der letzten Woche erledigt, aber man klammert sich natürlich an jeden Strohhalm. Das ist sehr schade, aber wer weiß, wofür es gut sein wird“, sagte Großpetersdorf-Obmann Harry Schneller. Die Neuberger gingen rasch in Führung und stellten in Folge auf 3:0 – für die Gäste war nur mehr der Anschlusstreffer drin, der war aber zu wenig. Für den SV Neuberg läuft es im Endspurt richtig gut. „Die Ausfälle werden weniger und das merkt man, der Sieg hätte auch höher ausfallen können“, kommentierte Obmann Martin Konrad.
Oberdorf – Güssing 4:2.Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz war die ganz große Spannung bei dieser Begegnung schon raus,dennoch ging es intensiv und hart umkämpft zur Sache – mit dem besseren Ende für die Heimischen, die Güssing damit überholten. „Ich weiß nicht, ob es das überhaupt schon einmal gegeben hat“, jubelte der Sportliche Leiter der Oberdorfer Wolfgang Halper. Der sah einen flotten Kick, bei dem es lange 2:2 stand. Im Finish schoss Erik Reiner die Hausherren in Führung, Leo Jakopec machte schließlich alles klar. Die Kuh-Truppe hält damit bei 33, Güssing bei 31 Punkten. „Insgesamt wäre ein Unentschieden gerecht gewesen“, berichtete Trainer Jakob Burits. „Alles in allem war es aber ein gutes Match – man hat einfach gemerkt, dass beide Mannschaften befreit aufspielen konnten.“
Kukmirn – Gemeinde Tobaj 4:1.Der SV Kukmirn setzte sich aufgrund einer starken zweiten Halbzeit gegen die ASV Gemeinde Tobaj eindrucksvoll durch. Vor der Pause waren die Gäste noch die spielbestimmende Mannschaft. In den zweiten 45 Minuten übernahm aber Kukmirn das Kommando und drehte so richtig auf. Mihael Rebernik (56., 85.) und Gabriel Kappel (67., 76.) schnürten je einen Doppelpack und schossen den Tabellendritten zum 15. Saisonsieg. Luka Visic gelang für Tobaj im Finish (91.) noch der Ehrentreffer. „Vor der Pause war das Ganze noch relativ ausgeglichen, aber ab dem ersten Treffer waren wir die bessere Mannschaft. Der Sieg ist absolut verdient“, berichteten die Kukmirner. Gäste-Trainer Alfed Horvath haderte mit der Niederlage: „Wir waren in den ersten 45 Minuten spielbestimmend, haben aber ganz einfach unsere Tore nicht gemacht. Es ist eine bittere Niederlage.“
Markt Allhau – Rotenturm 3:2.Der UFC feierte zum Abschluss vor heimischer Kulisse einen 3:2-Sieg gegen Rotenturm. Der Start ging allerdings in die Hose: Richard Szabo schoss für die Gäste zur 1:0-Führung ein. Die Heimsichen rehabilitierten sich gut und glichen durch Christian Teller aus. In den zweiten 45 Minuten war Markt Allhau dann überlegen – Stefan Binder und Gergely Sziklasi machten schließlich den Deckel drauf. Rotenturm wehrte sich nach Kräften, mehr als der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer durch Gergö Pustzai war aber nicht drin. „Man merkte zum einen das Fehlen einiger wichtiger Kicker auf beiden Seiten und zum anderen natürlich auch, dass es nicht mehr um wirklich viel ging“, stellte UFC-Pressesprecher Ewald Musser fest. „Der Sieg war aber alles andere als unverdient.“ Für Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer wäre ein Punkt möglich gewesen: „Den hätten wir uns in meinen Augen verdient, nach dem 3:2 konnten wir aber nicht mehr wirklich zulegen.“
Stegersbach - Rechnitz 3:3. Stegersbach und Rechnitz lieferten sich am Freitag ein wahres Torspektakel. David Garger eröffnete mit einem Traumtor schon nach drei Minuten den Torreigen. Adam Schreiner hatte die passende Antowrt parat. Nach der Pause dasselbe Bild: Wieder ging Stegersbach – diesmal durch Erich Bencsics – in Führung, wieder glich Rechnitz aus. Diesmal drehten die Gäste die Partie sogar komplett, auf der Ziellinie rettete Lukas Faulend dem SV Stegersbach einen Punkt. „Es war ein total offener Schlagabtausch, bei dem wir nicht unsere beste Teamleistung zeigten. Der Punkt ist aber voll okay“, meinte SVS-Sportchef Stefan Berzkovics. Rechnitz-Obmann Harry Füzi berichtete in seiner Analyse: „In meinen Augen war das ein wirklich gutes Spiel auf einem hohen Niveau. Im Endeffekt hätten beide Teams gewinnen können, die Punktteilung geht aber auch absolut in Ordnung.“