Wenn der Bruckneudorfer Truppenübungsplatz zu einer Rennstrecke wird

2. Pannonia Gravel

Sonnenschein und milde Temperaturen ermöglichten gute äußere Bedingungen für die zweite Auflage des Pannonia Gravel rund um Breitenbrunn - jenem Radrennen, das über befestigte und unbefestigte Wege führte, unter anderem auch über den sonst gesperrten Truppenübungsplatz Bruckneudorf.

Reto Hollenstein, Rene Haselbacher, Johannes Hessenberger, Felix Ritzinger und Matthias Krizek (v.l.) beim 2. Pannonia Gravel.

Reto Hollenstein, Rene Haselbacher, Johannes Hessenberger, Felix Ritzinger und Matthias Krizek (v.l.) beim 2. Pannonia Gravel.

© Christian Krutis

Wenn der Bruckneudorfer Truppenübungsplatz zu einer Rennstrecke wird

© Christian Krutis

Vorbei an Panzern, auch das war ein spezielles Flair der spektakulären Strecke bei der zweiten Auflage des Pannonia Gravel. Rund 450 Teilnehmer:innen aus 18 Nationen nahmen das Rennen über zwei unterschiedlich zu wählende Distanzen in Angriff.

Auf der langen Distanz über 73 Kilometer und 1.150 Höhenmeter war Felix Ritzinger vom RH77 Factory Racing Team - dem Team von Ex-Profi Rene Haselbacher (der selbst auch mitfuhr) - eine Klasse für sich. Der Wiener Gravel-Staatsmeister setzte sich früh ab und siegte nach 2:13:34 Stunden mit über drei Minuten Vorsprung auf Christopher Schwab (Nora Racing Team). Thomas Garber komplettierte das Podest vor dem Schweizer Ex-Profi Reto Hollenstein. „Es war ein perfekter Saisonabschluss. Ich kannte die Strecke schon aus dem Vorjahr, das war sicher ein Vorteil. Sie ist technisch anspruchsvoll, aber es war wieder ein tolles Erlebnis hier im Burgenland“, freute sich Ritzinger.

Wenn der Bruckneudorfer Truppenübungsplatz zu einer Rennstrecke wird

© Christian Krutis

Bei den Damen gewann die in Wien lebende Ungarin Zsofia Toth (2:40:17) souverän vor Klara Kinzer und Maja Mencigar. „Es war anspruchsvoll und technisch nicht leicht. Ich bin total glücklich über meinen Sieg und fahre nächstes Jahr sicher wieder mit“, so Toth.

Auf der Kurzdistanz (40 km, 600 Höhenmeter) setzte sich Matthias Krizek, ebenfalls vom RH77 Factory Racing Team, im Zielsprint hauchdünn gegen Moritz Pieringer durch. Dritter wurde Rupert Paul. Bei den Damen war Heidi Hackl klar vor Martina Kienzl und Carmen Olszweski.
Krizek, der das Rennen als Co-Organisator selbst mitmoderierte, strahlte nach seinem Erfolg: „Es war ein super Rennen und die Stimmung unter den Starterinnen und Startern war genial.“

Organisator mit positiver Bilanz

OK-Chef Johannes Hessenberger zeigte sich nach dem Event hochzufrieden: „Es war eine tolle zweite Auflage des Pannonia Gravel. Wir sind im Osten Österreichs eines der wenigen Rennen dieser Art. Ein großes Danke gilt unseren Partnern, der Gemeinde Breitenbrunn und dem Bundesheer, dass wir hier fahren durften.“ Hessenberger, der kürzlich den Zuschlag für die UCI Gran Fondo Weltmeisterschaft 2029 erhielt, kündigte bereits die dritte Auflage des Pannonia Gravel für Oktober 2026 an: „Das Pannonia Gravel ist kleiner, aber mit genauso viel Herzblut organisiert – und das bleibt auch so.“