222 Bootsgaragen verbrannten in Ruster Bucht

Großbrand

Ein Großbrand forderte die Feuerwehren in der Nacht auf Donnerstag, 15. Oktober 2026, in der Ruster Bucht. Siedlung und Restaurant konnten gerettet werden.

Die Bootsgaragen in der Ruster Bucht wurden ein Opfer der Flammen.

Die Bootsgaragen in der Ruster Bucht wurden ein Opfer der Flammen.

© BFKDO-EU

Der Brand dürfte um 21.45 Uhr ausgebrochen sein, bemerkt wurde er vom Campingplatz aus. "Die Erstalarmierung fand um 21.54 Uhr statt", berichtet Christoph Freiler, Kommandant der Stadtfeuerwehr Rust.

Schon bei der Anfahrt sei der Anblick "katastrophal" gewesen. Sofort wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert. "Wir wussten, diese Nacht wird länger", sagt Freiler. Erst um 4.30 Uhr konnte Brand aus gegeben werden.

Der Brand war im Bereich der Garagen für Elektroboote, bei den sogenannten E-Kojen ausgebrochen. Unmittelbar daneben befinden sich in nur 15 bis 20 Meter Entfernung die 85 Hütten der Romantikersiedlung, auf der anderen Seite das Seerestaurant.

Ein Hauptaugenmerk lag darauf, die Siedlung und das Seerestaurant zu schützen, was letztlich gelang. "Wir hatten neuralgische Punkte im Blick, wo wir ein Übergreifen der Flammen verhindern konnten", berichtet Christoph Freiler. Ein Ehepaar hatte sich in der Siedlung aufgehalten und wurde evakuliert.

Bei heftigem Wind loderten die Flammen meterweit in die Höhe, immer wieder waren Explosionen von Gasflaschen zu hören, die in den Bootsgaragen gelagert waren. Die 222 Bootsgaragen auf einem 3.000 Quadratmeter großen Areal konnten nicht gerettet werden, auch alle darin gelagerten Boote wurden zerstört.

300 Feuerwehrleute von 14 Feuerwehren waren mit 40 Fahrzeugen im Einsatz. Löschwasser wurde aus dem See entnommen, wobei sich das wegen des niedrigen Wasserstandes als schwierig erwies.

Wegen der Brandursache ermittelt das BKA.

Am Morgen des 15. Oktober wurde das Ausmaß der Verwüstung sichtbar.

Am Morgen des 15. Oktober wurde das Ausmaß der Verwüstung sichtbar.

© FF Rust

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