Bulle statt Elch Emil auf Besuch im Weingut Pfneisl in Deutschkreutz

33. „Barrique de Beurse“

Der Börsenwein, die 33. Ausgabe des „Barrique de Beurse“, stand diesmal im Weingut Pfneisl in der Blaufränkischgemeinde Deutschkreutz hoch im Kurs.

Fritz Galavics, Börsenmakler und „Barrique de Beurse“-Gründer Johann Wanovits, Helmut Kaufmann, Winzerin & Gastgeberin Lisa Kölly-Pfneisl, Dompfarrer Toni Faber, Christian Muuss, Alfred Schestag, Robert Kliesspiess und Peter Renner stießen auf den Börsenwein 2024 an.

Fritz Galavics, Börsenmakler und „Barrique de Beurse“-Gründer Johann Wanovits, Helmut Kaufmann, Winzerin & Gastgeberin Lisa Kölly-Pfneisl, Dompfarrer Toni Faber, Christian Muuss, Alfred Schestag, Robert Kliesspiess und Peter Renner stießen auf den Börsenwein 2024 an.

© BVZ_dd

Im Elternhaus ihrer Großmutter begrüßte Winzerin und Verband Blaufränkisch Mittelburgenland-Präsidentin Lisa Kölly-Pfneisl die „Börsianer“, treue Kunden, Freunde und Familie. Börsenmakler und „Barrique de Beurse“-Gründer Johann Wanovits betonte, dass dieses Event eine Verbindung zwischen burgenländischem Winzerhandwerk und der Börsensymbolik ist: „Daraus entsteht immer wieder ein Tropfen, der nicht nur mehr als ein Genuss ist, sondern auch der Spiegel des vergangenen Börsenjahres.“

„Gute Ideen und guter Wein reifen mit der Zeit“

Das abgelaufene Börsenjahr spiegelt sich im Motiv des Etiketts wider: ein Bulle für ein gutes Jahr, ein Bär für ein nicht so prickelndes Jahr. Bereits zum 23. Mal schmückte diesmal ein Bulle den „Barrique des Beurse“. Für Wanovits ist es ein schöner Beweis dafür, „dass gute Ideen genau wie guter Wein mit der Zeit reifen. Und beides lebt von einer richtigen Mischung aus Zeit, Geduld, Nervenstärke, Wissen, Können, Emotionen, Freude und Hoffnung. Und wenn man sich verspekuliert hat, auch von der Enttäuschung.“

„Fan der ersten Stunde“

Anschließend stellte Kölly-Pfneisl den Gästen den Börsenwein, bestehend aus 80 Prozent Blaufränkisch, 10 Prozent Merlot und 10 Prozent Cabernet Sauvignon, aus dem Weinjahrgang 2023 vor. „Sehr maskulin, sehr elegant und geradlinig. Dieser Wein hat enormes Lagerpotenzial und steht am Beginn seines Weges und hat aufgrund seiner Jugend seine Ecken und Kanten.“ Das Etikett des mit 3.400 Flaschen limitierten Börsenweines wurde von Katharina Keresztesi von „Kreatives K“ entworfen. „Ich war ein Fan der ersten Stunde dieses Weines“, gesteht Kölly-Pfneisl.

„Mit unseren Talenten beitragen, dass unser Leben Glanz erhält“

Vor der Segnung bedankte sich Dompfarrer Toni Faber bei der Familie Pfneisl für die Gelegenheit, solch einen köstlichen Tropfen überhaupt genießen zu dürfen, und hob hervor: „Die Versteigerung der geschichtsträchtigen 'Barrique de Beurse'-Weine aus vergangenen Tagen ist ein guter Zweck Danke zu sagen. Ein guter Zweck ist, die Liebe zum Wein, zur Schöpfung und zum Schöpfer zu zeigen. Ein guter Zweck ist es auch, dass all das in Erinnerung bleiben wird und dass wir mit all unseren Talenten beitragen, dass unser Leben einen Glanz erhält.“

Die Entstehungsgeschichte des „Barrique de Beurse“:

Vor über drei Jahrzehnten lud Johann Wanovits als junger Börsenmakler zwei Rentenhändler zu einer Werbe-Einkaufs-Verkostungsfahrt zum Weingut Taschner nach Gols ein. Die beiden Oberprokuristen waren vom Geschmack des Rotweins so begeistert, dass sie die Barriquefässer gekauft haben. Am nächsten Tag war dies am Parkett der Wiener Börse bei den Aktienhändlern das Gesprächsthema Nummer eins: „Wir brauchen auch etwas“.

So kam es, dass zwei Barriquefässer abgefüllt wurden und im März 1992 die erste Übergabe erfolgte. Doch wie kam es zum Namen „Barrique de Beurse“? Der Name „Börse“ ist gesetzlich geschützt und so hatte der Schwiegersohn des Golser Weinbauern eine glorreiche Idee. Seit dem 13. Jahrhundert trafen sich Kaufleute zum Handeln auf einem Platz im belgischen Brügge, dem „de Beurse“. Und so knüpfte er eine Verbindung zwischen Barriquefässern und „Beurse“.