Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Langental feiert Jubiläum

40 Jahre Engagement

Seit 40 Jahren prägt der Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Langental das Ortsbild und das Gemeinschaftsleben des kleinen Dorfes. Was 1986 als Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger begann, ist heute die zentrale tragende Kraft im Ort – kulturell, sozial und baulich.

Der neu gewählte Vorstand des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins Langental für die Funktionsperiode 2026/2027 im 40. Bestandsjahr, unter anderem mit Peter Scheder, Ernestine Scheder, Andreas Scheder, Melitta Horvath, Stefan Bancsich, Renate Gromer und Manuela Domschitz.

Der neu gewählte Vorstand des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins Langental für die Funktionsperiode 2026/2027 im 40. Bestandsjahr, unter anderem mit Peter Scheder, Ernestine Scheder, Andreas Scheder, Melitta Horvath, Stefan Bancsich, Renate Gromer und Manuela Domschitz.

© zVg

„Wir sind kein typischer Blumenverein“, sagt Obmann Stefan Bancsich. Tatsächlich reicht das Spektrum der Tätigkeiten weit über die klassische Ortsverschönerung hinaus. Der Verein ist der einzige in Langental und damit ein wesentlicher Motor für Zusammenhalt und Entwicklung. Gefeiert wird das 40-jährige Bestandsjubiläum mit einem Sommerfest am 18. Juli und dem traditionellen Glühweinausschank an den vier Adventsamstagen.

Bancsich selbst gehört dem Verein seit seinem 19. Lebensjahr an und übernahm 2012 die Obmannschaft. Seine Motivation beschreibt er mit einem schlichten „Idemo dalje“ – „Wir machen weiter“. Nicht aufgeben, Verantwortung übernehmen und den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen: Dieses Selbstverständnis zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Vereins.

In vier Jahrzehnten wurden zahlreiche Projekte verwirklicht. Dazu zählen die Errichtung eines eigenen Vereinsstadls, der Bau eines Gehsteiges sowie die Gestaltung des Dorfplatzes – eines der größten finanziellen Vorhaben. Heute dient dieser Platz nicht nur als Treffpunkt, sondern auch als Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus vertriebenen und ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Erst im vergangenen Herbst wurde gemeinsam mit der Gemeinde Großwarasdorf ein neuer Parkplatz beim Friedhof realisiert, heuer folgt die Neugestaltung des Dorfkreuzes bei der Ortseinfahrt Richtung Unterpullendorf.

Die Herausforderungen sind in einem kleinen Dorf jedoch spürbar. Veränderte Lebensgewohnheiten, Berufspendeln und Zeitmangel erschweren es zunehmend, Freiwillige für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Strukturelle Veränderungen treffen kleine Orte besonders: In Langental gibt es seit Jahrzehnten weder Schule noch Gasthaus oder Nahversorger. Umso wichtiger sei die Gemeinschaft, betont Bancsich. Vieles werde in Eigenleistung umgesetzt, Nachbarschaftshilfe sei unersetzlich geworden.

Für den Obmann liegt der Reiz des Engagements gerade darin, sichtbar zu machen, dass auch kleine Orte Stärke zeigen. Der dörfliche Charakter und das über Jahre Geschaffene sollen bewahrt werden – denn gebaut sei schnell etwas, es langfristig zu erhalten hingegen die eigentliche Kunst.

Wenn Bancsich auf dem Bankerl beim Vereinsstadl sitzt und über Dorf, Felder und Wälder blickt, wird deutlich, worum es geht: um Identität, Zusammenhalt und die Überzeugung, dass auch ein kleiner Ort Großes leisten kann. Sein Wunsch zum Jubiläum ist daher schlicht und zugleich bedeutend: dass der Verein auch sein 50-jähriges Bestehen feiern darf.