Rabnitztal als Oase kreativer Begegnung über Kontinente hinweg

55. Malerwochen

Die Vernissage der diesjährigen Werke der Rabnitztaler Malerwochen findet am Donnerstag, dem 31. Juli, um 18 Uhr im Turmhaus Unterrabnitz statt.

Schon zum 55. Mal sind Harro Pirch und seine Gattin Eva Pirch - im Bild bei der Vernissage im Vorjahr mit Landesrat Heinrich Dorner - Gastgeber der Rabnitztaler Malerwochen.

Schon zum 55. Mal sind Harro Pirch und seine Gattin Eva Pirch - im Bild bei der Vernissage im Vorjahr mit Landesrat Heinrich Dorner - Gastgeber der Rabnitztaler Malerwochen.

© Michaela Grabner

„Es freut mich, dass meine Idee der Malerwochen über die Jahrzehnte so gut angenommen wurde, ich möchte diese vielfältigen Erfahrungen und Begegnungen in keinem Fall missen!“: Diese spontane Gefühlsäußerung von Initiator Harro Pirch ist gleichzeitig eine Bilanz. Sein idyllisches Turmhaus im mittelburgenländischen Unterrabnitz verwandelt sich 2025 bereits zum 55. Mal in einen kreativen Schmelztiegel, in den „Campingplatz der Kultur“, wie Chronist Hellmut Andics die Malerwochen genannt hat.

Neuzugang Valeria Bertesina aus Italien

Künstler und Künstlerinnen aus Europa, Asien und Amerika sind derzeit im Rahmen der Rabnitztaler Malerwochen zu Gast, um gemeinsam zu leben und zu arbeiten; man tauscht sich aus und setzt neue Impulse. Das Stamm-Ensemble rund um den Hausherrn Harro Pirch, seine Tochter Constanze, Myoung-Bok Lee (Südkorea), Mieke Verhaar (Niederlande), Gretchen Batcheller (USA), Lokalmatador Manfred Leirer, Bildhauer Daniel Bucur und Autor Gerhard Altmann wird ergänzt durch Florian Lang (Wien/Burgenland), der wie Fred Mooij (Niederlande) wieder dabei ist, und Neuzugang Valeria Bertesina aus Italien.

In den Ateliers, im Garten und in der Umgebung des Turmhauses wird gemalt, jede Künstlerin und jeder Künstler arbeitet für sich, aber stets im offenen Dialog mit den anderen. Was die Rabnitztaler Malerwochen so besonders macht, ist nicht nur deren lange Tradition - das traditionsreiche Kunstsymposion wurde im Jahr 1971 vom Maler Harro Pirch gegründet - , es ist vor allem der Ort selbst.

Zwischen idyllischer Abgeschiedenheit und grenzenloser Begegnung

Das kleine Dorf Unterrabnitz, eingebettet in die sanften Hügel des Mittelburgenlands, bietet mit seiner Abgeschiedenheit, intakten Natur und dem historischen Turmhaus eine Atmosphäre, die zur Konzentration und zum kreativen Schaffen einlädt. Gerade diese idyllische Abgeschiedenheit macht die Begegnung von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt so spannend und fruchtbar. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe treffen hier aufeinander – nicht in Konkurrenz, sondern im Dialog. So entstehen nicht nur Werke, sondern auch Freundschaften, Netzwerke und kreative Impulse, die weit über die Dauer des Symposions hinauswirken.

„Meine Kunst und die der anderen ist für mich ein Lebenselixier!“

„Die Künstlerinnen kommen mit eigenen Themen und Ideen zu den Malerwochen, sammeln dann an Ort und Stelle Eindrücke und entdecken neue Zugänge und Perspektiven“, erklärt Harro Pirch, der mit seiner Initiative einen Ort der künstlerischen Begegnung und des konzentrierten Arbeitens schaffen wollte. „Diese Entstehungsprozesse zu ermöglichen und zu beobachten, das macht mir einfach eine unglaubliche Freude: Meine Kunst und die der anderen ist für mich ein Lebenselixier!“

Die Vernissage der Malerwochen findet am 31. Juli um 18 Uhr im Turmhaus Unterrabnitz statt. Die Ausstellung ist anschließend bis 10. August 2025 von Donnerstag bis Sonntag (15 bis 19 Uhr) geöffnet.