Symposium blickt auf 100 Jahre Mattersburger Geschichte zurück

„70er Haus“

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Stadterhebung lädt das private Museum „70er Haus der Geschichten“ Anfang September zu einem zweitägigen Symposium ein. Unter dem Titel „100 Jahre Stadterhebung“ stehen historische Spaziergänge, Vorträge, Diskussionen und persönliche Erinnerungen an die Entwicklung Mattersburgs im Mittelpunkt. Das Programm widmet sich dabei sowohl den sichtbaren Zeugnissen der Stadtgeschichte als auch den Erfahrungen jener Menschen, die Mattersburg über Jahrzehnte geprägt haben.

Anlässlich von 100 Jahren Stadterhebung widmet sich das 70er Haus in der Mattersburger Hirtengasse 70 am 4. und 5. September der Geschichte der Stadt.

Anlässlich von 100 Jahren Stadterhebung widmet sich das 70er Haus in der Mattersburger Hirtengasse 70 am 4. und 5. September der Geschichte der Stadt.

© Richard Vogler

Den Auftakt bildet am 4. September ein Spaziergang unter dem Titel „Steinerne Zeugen“ (14 Uhr, Treffpunkt 70er Haus). Gemeinsam mit Sissi Luif werden Denkmäler und Erinnerungsorte besucht, die als sichtbares Gedächtnis der Stadt gelten. Um 16 Uhr folgt eine „Kuchlkonferenz“, bei der Thomas Gruber (Historische Archive der Esterházy Sammlungen), Wolfgang Steiger vom Archiv des 70er-Hauses und der ehemalige Amtsleiter Karl Aufner, der derzeit das Archiv der Stadtgemeinde Mattersburg aufarbeitet, historische Entwicklungen und aufbewahrte Zeugnisse der Stadtgeschichte diskutieren. Die Moderation übernimmt ebenfalls Sissi Luif.

Am 5. September steht die Stadtentwicklung im Mittelpunkt. Bei einem Spaziergang mit Wolfgang Steiger ab 14 Uhr (Treffpunkt 70er Haus) sollen Straßen, Häuser und deren Bewohner als Spiegel der Vergangenheit betrachtet werden. Unter dem Motto „Häuser erzählen Geschichte“ wird gezeigt, wie sich Mattersburg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

Erinnerungen aus erster Hand

Höhepunkt des Symposiums wird das Podiumsgespräch am 5. September um 16 Uhr sein. Unter dem Titel „Meine Erinnerung an Mattersburg“ berichten Persönlichkeiten, die die Stadt über viele Jahre hinweg mitgestaltet haben.

Mit dabei ist Ingrid Salamon, die von 1999 bis 2021 Bürgermeisterin von Mattersburg war und die Entwicklung der Stadt über mehr als zwei Jahrzehnte entscheidend mitprägte.

Symposium blickt auf 100 Jahre Mattersburger Geschichte zurück

© BVZ

Ebenfalls am Podium sitzt Franz Geissler, ehemaliger Bürgermeister, der sich in den letzten Jahren als Mundartdichter einen Namen gemacht hat. Geissler veröffentlichte bereits Bücher und unterhält mit seiner wöchtentlichen Kolumne „Geschriebene Karikaturen“ in der BVZ Mattersburg.

Komplettiert wird die Runde von Josef Resch, der ebenfalls zu den früheren Stadtoberhäuptern Mattersburgs zählt, sowie von Marlies Wograndl, die als Unternehmerin einer traditionsreichen Mattersburger Familienfirma die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt aus nächster Nähe erlebt hat.

Musikalisch begleitet wird das Gespräch von der Mattersburger Liedertafel.

Das Symposium versteht sich als Beitrag zum Jubiläumsjahr und als Einladung, sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt auseinanderzusetzen. Organisiert wird die Veranstaltung vom „70er-Haus der Geschichten“, das sich seit Jahren der Sammlung und Aufarbeitung lokaler Geschichte widmet.

Das 70er-Haus

Das 70er-Haus der Geschichten befindet sich in der Hintergasse 70 in Mattersburg. Es wurde vom Historiker und Sammler Georg Luif im ehemaligen Haus seiner Großeltern eingerichtet und 2013 eröffnet. Ziel ist es, regionale Geschichte sichtbar zu machen und Erinnerungen aus dem Alltagsleben zu bewahren

Das Haus versteht sich als Informationsstelle, Archiv sowie Treffpunkt für Menschen, die sich mit der Vergangenheit der Stadt beschäftigen. Neben Dauer- und Sonderausstellungen finden regelmäßig Vorträge, Lesungen, Seminare und Diskussionen statt. Ein eigener Bereich widmet sich der jüdischen Geschichte Mattersburgs. Das Motto des Hauses lautet:„Wir wollen das Vergessene wieder sichtbar machen.“