Regionalität im Fokus am Tag der Paradeiser
8. August
Der 8. August gehört den Paradeisern. Kaum ein anderes Gemüse hat sich in den heimischen Küchen so unentbehrlich gemacht wie die ursprünglich aus Südamerika stammende Frucht. Heute ist sie aus keinem Kühlschrank mehr wegzudenken – und das Burgenland spielt dabei eine Hauptrolle.
Lukas Sattler, Geschäftsführer der Gartenbau Sattler GmbH in Tadten, LK-Burgenland-Präsident Nikolaus Berlakovich sowie Christine und Andreas Glück vom Weingut Zur Dankbarkeit in Podersdorf am See machen anlässlich des Tags der Paradeiser am 8. August 2026 bei einem gemeinsamen Pressegespräch auf die Bedeutung frischer, regionaler Paradeiser aufmerksam.
© Klaus Zwinger
Mit rund einem Drittel der österreichischen Produktionsfläche ist das Burgenland das größte Paradeiseranbauland des Landes. Von insgesamt 192 Hektar Tomatenanbaufläche in Österreich entfallen 61 Hektar (32 Prozent) auf das Burgenland, gefolgt von der Steiermark (38 ha), Niederösterreich (34 ha) und Wien (33 ha). 2025 wurden im Burgenland rund 17.950 Tonnen Paradeiser geerntet, davon 51 Hektar in Gewächshäusern und Folientunneln sowie 10 Hektar im Freiland. Damit liegen 71 Prozent der österreichweiten Freilandproduktionsfläche im Burgenland. Paradeiser machen zudem 29 Prozent der gesamten burgenländischen Gemüseernte von 61.800 Tonnen aus.
Der Appetit der Österreicher auf Paradeiser ist deutlich gewachsen: Lag der Pro-Kopf-Verbrauch vor 20 Jahren noch bei 16 Kilogramm, sind es heute rund 30 Kilogramm pro Jahr – fast doppelt so viel, wie LK-Präsident Nikolaus Berlakovich berichtet. Damit liegt Österreich in Mitteleuropa an der Spitze, noch vor Deutschland mit etwa 28 Kilogramm. Deutlich mehr wird allerdings im Süden Europas gegessen: In Italien, Spanien oder Portugal liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 100 Kilogramm.
Trotz der hohen Beliebtheit deckt die heimische Produktion nur etwa 20 Prozent des österreichischen Bedarfs – vier Fünftel der benötigten Tomaten müssen importiert werden.
Weltweit gibt es rund 2.500 bedeutende Paradeisersorten, von denen jedoch nur etwa 25 für die landwirtschaftliche Hauptproduktion genutzt werden. Schätzungen zufolge existieren bis zu 23.000 verschiedene Sorten, größtenteils für Hobbygärtner und Liebhaber. Bei den Österreichern besonders beliebt sind die Kremser Perle, Cocktailtomaten wie Picolino und Donna sowie Fleischtomaten wie die Ochsenherztomate. Auch alte Sorten wie Grüne Zebra und Black Plum erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Auf die Herkunft setzt auch Gastronom Andreas Glück vom Weingut zur Dankbarkeit in Podersdorf am See: „Gerade beim Paradeiser schmeckt man den Unterschied. Deshalb verwenden wir in unserer Küche ausschließlich regionale Produkte. Diese Frische und Qualität wissen auch unsere Gäste sehr zu schätzen.“
Ähnlich sieht das Lukas Sattler, Geschäftsführer der Gartenbau Sattler GmbH in Tadten: „Heimische Paradeiser stehen für Frische, Qualität und besten Geschmack. Mit Zeit, Sorgfalt und den richtigen Bedingungen entstehen aromatische Früchte, bei denen man den Unterschied schmeckt.“
Die Vielfalt der Paradeiser zeigt sich nicht nur in der Größe, sondern auch in Farbe und Geschmack: von saftig-süß bis fruchtig-säuerlich, von Weiß über Gelb bis Dunkelviolett, von der kleinen Cherrytomate bis zum großen Ochsenherz. „Der Phantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt“, so Berlakovich, der an die Konsumenten appelliert: „Beim Einkauf immer auf die Herkunft schauen und wenn möglich heimische, regionale Lebensmittel kaufen.“Fertig – Artikel mit Zwischenüberschriften und journalistischem Aufbau erstellt.