Adrian Kubat neuer Bürgermeister

wahlabend

Adrian Kubat wurde am 1. Oktober zum neuen Pinkafelder Bürgermeister gewählt.

NEOS-Gemeinderat Eduard Posch, VP-Vizebürgermeisterin Carina Laschober-Luif, der neue Bürgermeister Adrian Kubat, Altbürgermeister Kurt Maczek und FP-Gemeinderat Norbert Hofer (v.l.).

NEOS-Gemeinderat Eduard Posch, VP-Vizebürgermeisterin Carina Laschober-Luif, der neue Bürgermeister Adrian Kubat, Altbürgermeister Kurt Maczek und FP-Gemeinderat Norbert Hofer (v.l.).

© Eva-Maria Leeb

Am 30. September ist in Pinkafeld eine Ära zu Ende gegangen. Nach 24 Jahren an der Spitze der Stadt hat Kurt Maczek das Amt des Bürgermeisters niedergelegt. Am 1. Oktober fand daher eine Gemeinderatssitzung mit Nachwahl des neuen Bürgermeisters statt. Der Wahl stellten sich die beiden Vizebürgermeister Carina Laschober-Luif (ÖVP) und Adrian Kubat (SPÖ). Das Ergebnis stand dabei eigentlich schon vor dem eigentlichen Wahlgang fest, da die beiden FPÖ-Gemeinderäte Norbert Hofer und Christoph Theiler sowie NEOS-Gemeinderat Eduard Posch ihre Unterstützung von Adrian Kubat kundtaten.

FPÖ-Gemeinderat Norbert Hofer erklärt: „Ich habe Dr. Adrian Kubat im Gemeinderat als jemanden erlebt, der sich in jedes Thema tief einarbeitet und an Projekten dranbleibt, bis sie umgesetzt sind. Deshalb bringen wir diesen Wahlvorschlag gemeinsam ein. Prof. Mag. Kurt Maczek danke ich für fast 24 Jahre Einsatz als Bürgermeister. Er hat Spuren in dieser Stadt hinterlassen, die bleiben. Mit ihm hat sich Pinkafeld positiv weiterentwickelt. Adrian Kubat wünsche ich viel Kraft und eine glückliche Hand. Er hat mein Vertrauen.“

In dieselbe Kerbe schlägt NEOS-Gemeinderat Eduard Posch: "Für uns zählt die Bereitschaft, über Parteigrenzen hinweg Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen. Adrian Kubat hat diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit bereits in den vergangenen Jahren gezeigt. Auch zu Zeiten der absoluten SPÖ-Mehrheit hat er den Dialog gesucht und sich um gemeinsame Lösungen bemüht. Als NEOS werden wir unsere Positionen weiterhin klar vertreten und unseren Beitrag für gute und tragfähige Lösungen leisten. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein, aber wir sollten immer bereit sein, gemeinsam für Pinkafeld zu arbeiten.“

So entfielen letztendlich 11 Stimmen (ÖVP) auf Carina Laschober-Luif und 14 Stimmen (SPÖ, FPÖ und NEOS) auf Adrian Kubat. Dieser wird die Geschicke der Gemeinde bis zur nächsten Gemeindratswahl im kommenden Jahr leiten.

Carina Laschober-Luif gratuliert

Mit der Bestellung von Adrian Kubat durch den Gemeinderat stehe er vor allem in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen und durch Einsatz, klare Entscheidungen und konkrete Arbeit zu zeigen, was er für Pinkafeld und die Menschen in der Stadt bewegen könne, heißt es von Seiten der ÖVP und Stadtparteiobfrau und Vizebürgermeisterin Carina Laschober-Luif, die dem NEO-Bürgermeister gratuliert. "Aus meiner Arbeit und vielen persönlichen Gesprächen weiß ich: Es gibt viel zu tun. Diesmal hat der Gemeinderat den Bürgermeister bestellt. Im kommenden Herbst wählen die Pinkafelderinnen und Pinkafelder selbst. Dieser Wahl werde ich mich mit ganzer Kraft und vollem Einsatz stellen. Bis dahin werden wir weiter zuhören und zeigen, welche Ideen wir für die Zukunft unserer Stadt haben“, so Laschober-Luif.

Altbürgermeister Kurt Maczek freut sich über die Wahl. „Ich habe Adrian in den vergangenen Jahren aus nächster Nähe erlebt. Er bringt eine hervorragende Ausbildung, politische Erfahrung und ein starkes Netzwerk mit. Entscheidend ist für mich aber: Er brennt für diese Stadt. Er investiert unglaublich viel Zeit und Energie, bringt Menschen zusammen und bleibt an Projekten dran, bis etwas weitergeht. In seiner Zeit als Vizebürgermeister hat er erstaunlich viel vorangetrieben. Diese Energie und dieser Gestaltungswille werden Pinkafeld guttun. Ich wünsche ihm alles Gute für diese ehrenvolle Aufgabe und bedanke mich bei allen, die mich in den letzten 24 Jahren auf meinem Weg unterstützt haben.“

"Ich möchte Verantwortung übernehmen"

Kubat ist promovierter Jurist, arbeitete im Wirtschaftsrecht, lehrte an der Universität Wien und der Hochschule Burgenland und gehört bereits seit 2012 dem Pinkafelder Gemeinderat an. Seit 2022 ist er als Vizebürgermeister im Einsatz.

„Bürgermeister meiner Heimatstadt sein zu dürfen, ist für mich eine große Ehre. Vor allem aber ist es ein Auftrag. Ich möchte Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und gemeinsam mit den Menschen etwas weiterbringen. Pinkafeld hat enorme Chancen. Jetzt geht es darum, sie zu nützen. Ich freue mich auf diese Aufgabe und habe richtig viel vor“, sagt der NEO-Bürgermeister.

Einen kleinen Schmunzler gab es noch beim Tagesordnungspunkt "Allfälliges". Auf die Frage, ob es noch Wortmeldungen gebe, kam von NEOS-Gemeinderat Eduard Posch - bekannt für seine zahlreichen Wortspenden - die Antwort: "Heute ausnahmsweise nicht." Neu-Bürgermeister Adrian Kubat meinte dazu mit einem Lachen: "Edi, auch das ist ein historischer Moment."

Historischer Wechsel. Altbürgermeister Kurt Maczek gratuliert seinem Nachfolger Adrian Kubat.

Historischer Wechsel. Altbürgermeister Kurt Maczek gratuliert seinem Nachfolger Adrian Kubat.

© Eva-Maria Leeb