Archäologische Funde: Skelette von Menschen und Tieren entdeckt
Bei den laufenden archäologischen Ausgrabungen in der Michael Koch-Straße hat Archäologin Dorothea Thalaa erneut bemerkenswerte Funde gemacht. Neben mehreren Tierskeletten wurde auch ein weiteres menschliches Skelett freigelegt.
Neben mehreren Tierskeletten wurden auch die Überreste eines Menschen freigelegt. Nach ersten Einschätzungen dürfte die Person etwa 40 Jahre alt geworden sein.
© Stadtgemeinde Mattersburg
Stadtarchäologin Dorothea Talaa stieß bei den Grabungen auf die Überreste von Rindern, Schweinen und Ziegen sowie auf die sterblichen Überreste eines Menschen. Nach ersten Einschätzungen dürfte die Person im Alter von etwa 40 Jahren verstorben sein.
Besonders das Interesse der Archäologen wecken die Tierfunde. Laut Talaa wurden die Tiere ungewöhnlich sorgfältig bestattet. Das sei für die damalige Zeit in der Region alles andere als üblich gewesen. Tierkadaver seien aus hygienischen Gründen normalerweise außerhalb von Siedlungen vergraben worden.
Eine mögliche Erklärung könnte in der Herkunft der damaligen Bewohner liegen. Die Stadtarchäologin vermutet, dass in diesem Bereich Nachkommen von Zuwanderern gelebt haben könnten, die andere Bestattungsrituale pflegten als die einheimische Bevölkerung.
Noch offen ist das genaue Alter der aktuellen Funde. Dieses soll nun mithilfe einer C14-Datierung, auch Radiokarbondatierung genannt, in einem Speziallabor bestimmt werden. Mit diesem Verfahren lässt sich das Alter organischer Materialien wie Knochen relativ genau ermitteln.
Die Untersuchungen der Funde laufen derzeit noch. Weitere Erkenntnisse erwarten die Archäologen nach Abschluss der wissenschaftlichen Auswertungen.
In den letzten Jahren fanden in Mattersburg immer wieder Ausgrabungen statt, die teilweise spektakuläre Funde ergeben haben. Erst im Dezember letzten Jahres konnten im Zentrum von Mattersburg Spuren einer Siedlung der Linearbandkeramik des 6. Jahrtausends v. Chr. nachgewiesen werden.
Im Dezember 2024 wurde im Stadtzentrum das Grab einer 25 bis 35-jährigen Frau aus der Mitte des 5. Jahrtausends vor Christus gefunden. Bei der jungen Frau dürfte es sich um eine Zuwanderin gehandelt haben, da die reguläre Bestattungsart der einheimischen Bevölkerung zu dieser Zeit die Brandbestattung war.
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