Daheim in Kemeten

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Ortsreportage

Neue Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden, aktuelle Bauprojekte und ein Blick auf 713 Jahre Ortsgeschichte.

An der Park & Ride-Anlage wird gearbeitet. Geplant sind PKW-Stellplätze, E-Ladeinfrastruktur und Rad-Stellplätze.

An der Park & Ride-Anlage wird gearbeitet. Geplant sind PKW-Stellplätze, E-Ladeinfrastruktur und Rad-Stellplätze.

© Gossy

Kemeten sehr mobil

Gute Nachrichten für Radfahrerinnen und Radfahrer: Der Radweg zwischen Kemeten und Oberwart ist asphaltiert und offiziell freigegeben. Die feierliche Eröffnung ist für das Frühjahr geplant. Die neue Verbindung soll sowohl den Radtourismus in der Region stärken als auch den Alltagsradverkehr fördern. Einige Gemeindebürger nutzen das Rad bereits täglich für den Weg zur Arbeit nach Oberwart.

Radtourismus wichtig

„Der Radtourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung, und diese Entwicklung nehmen wir auch in unserer Region wahr. Besonders freut mich aber, dass der neue Radweg auch den Alltagsradverkehr fördert. Es gibt einige Kemeterinnen und Kemeter, die täglich mit dem Fahrrad nach Oberwart zur Arbeit fahren“, sagt Bürgermeister Wolfgang Koller.

Eine neue Park-&-Ride-Anlage soll den öffentlichen Verkehr vor allem für Pendler attraktiver machen und gleichzeitig die Verkehrsbelastung im Ortsgebiet reduzieren. Ausgangspunkt dafür sind die bisherigen Fahrten des B01, der bislang rund 30-mal täglich über die Obere und Untere Hauptstraße sowie die Parallelstraße geführt wurde.

In Abstimmung mit dem Land Burgenland und den Verkehrsbetrieben wurde daher nach einer zentralen Lösung gesucht. Künftig soll der B01 auf der B57 bleiben. Gleichzeitig sollen drei Haltestellen zu einer zentralen Haltestelle im Bereich der Hauptkreuzung an der B57 zusammengeführt werden. Der Schulverkehr sowie der Alltags- und sonstige Verkehr sollen dabei weiterhin berücksichtigt werden. „Geplant sind außerdem zehn Pkw-Stellplätze, eine E-Ladeinfrastruktur sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder“, sagt Ortschef Koller.

Gewerbegebiet baut aus

Im Kemeter Gewerbegebiet tut sich auch einiges: Laufend wird gebaut und der Standort entwickelt sich erfreulich weiter. Auch bestehende Betriebe hatten heuer Grund zum Feiern – MTL und R&I begingen ihre Firmenjubiläen. Die Firma Heat Gas Technologies hat eröffnet und mit UCM entsteht derzeit ein weiterer Betrieb in der Nähe von Stefri.

Daheim in Kemeten

© zVg

„KEMETEN 713 Jahre“ - neue Chronik präsentiert

Anlässlich der Markterhebung 2025 wurde damit begonnen, die Geschichte Kemetens umfassend neu aufzuarbeiten. Das Ergebnis liegt nun vor - vor kurzem präsentierten Thomas und Ulrike Hochwarter die neue, mehr als 400 Seiten starke Ortschronik im Veranstaltungssaal der Marktgemeinde und übergaben das fertige Werk an Bürgermeister Wolfgang Koller.

713 Jahre Geschichte

Was ursprünglich unter dem Titel „550 Jahre Kemeten“ begonnen hatte, entwickelte sich im Zuge intensiver historischer Recherchen zu einem wesentlich umfangreicheren Projekt. Eine der bedeutendsten Erkenntnisse: Kemeten wurde nicht – wie bisher angenommen – erstmals 1475, sondern bereits am 13. Dezember 1313 urkundlich erwähnt. Damit konnten 713 Jahre Kemeter Geschichte nachgewiesen werden. Besonderen Charme hatte dabei das Datum 13.12.1313, gilt doch die 13 seit jeher als die „Kemeter Zahl“.

Die neue Chronik dokumentiert nicht nur historische Ereignisse und Entwicklungen, sondern rückte vor allem auch die Menschen, Vereine, Institutionen und Betriebe in den Mittelpunkt, die Kemeten über Generationen geprägt hatten. Verfasst wurde sie von Thomas und Ulrike Hochwarter von der Hochwarter ProjektLab GmbH - Medienhaus, als Co-Autoren wirkten Angelika Bayer-Miertl und Alfred Mühl mit. Im Rahmen der Präsentation stellten die Autoren, die schon mit ihrem ersten Buch zur steirisch/burgenländischen Landesgrenze interessante Archivfunde zeigten, das Werk sowie wesentliche Ergebnisse und besondere Entdeckungen aus den historischen Forschungen vor und übergaben die neue Ortschronik (ISBN 978-3-200-11385-5, € 40,- im Gemeindeamt erhältlich) offiziell an Bürgermeister Wolfgang Koller.

Lesung von Krutzler

Elegant ergänzt wurde die Präsentation durch einen Videobeitrag des Kemeter Schauspielers und Leiter des Bgld. Erwachsenentheaters Christoph Krutzler mit einer Lesung des Textes „Der Wein, der Herr und das Dorf“ von Thomas Hochwarter, der Kemeten, seine Geschichte und seine Menschen literarisch in den Mittelpunkt rückte. Der Kemeter Musiker Jonny Bauer widmete der Gemeinde seine Fünfhof-Polka zur Chronikerstellung.

Podiusmsdiskussion

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion „Mein Kemeten“ wurden persönliche Sichtweisen auf die Gemeinde, ihre Entwicklung und die Verbundenheit mit dem Heimatort beleuchtet. Mit dabei waren unter anderem die gebürtigen Kemeter:innen Univ.-Prof. Dr. Ulrike Zartler-Griessl, Gastwirt Josef Mühl, Reini Pieber vom ORF sowie Landtagsabgeordnete Doris Prohaska, Theresia Kreiner und Alfred Mühl.

Im Anschluss an die Chronikpräsentation fand die traditionelle Weinkost der SPÖ Kemeten statt. In geselliger Atmosphäre bot sich dabei Gelegenheit, den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen und über Geschichte, Gegenwart und Zukunft Kemetens ins Gespräch zu kommen.

Das Team rund um Thomas und Ulrike Hochwarter hatte an dem Buch „550 Jahre Kemeten“ gearbeitet.

Das Team rund um Thomas und Ulrike Hochwarter hatte an dem Buch „550 Jahre Kemeten“ gearbeitet.

© Gemeinde

Daheim in Kemeten

© zVg

Klimaanlagen installiert

Rechtzeitig vor dem Sommer wurden in der Volksschule und im Kindergarten Klimageräte installiert. Das neue Konzept setzt dabei nicht auf eine direkte Kühlung der einzelnen Räume, sondern auf eine indirekte Lösung über den Gang. Bereits im ersten Sommer hat sich die Anlage bewährt und dazu beigetragen, die Räumlichkeiten auch an heißen Tagen angenehmer zu gestalten.

Besonders der Turnsaal profitiert von der neuen Ausstattung: Insgesamt fünf Geräte sorgen dafür, dass dieser auch während der heißen Sommermonate besser genutzt werden kann. Davon profitieren nicht nur die Kinder der Volksschule und des Kindergartens, sondern auch die örtlichen Vereine. Ein weiterer Vorteil: Die Geräte können bei Bedarf ebenso zum Heizen eingesetzt werden.

Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Energiekonzepts der Gemeinde. Im Rahmen der gemeindeeigenen Energiegemeinschaft werden mehrere Photovoltaikanlagen eingebunden – darunter eine kleinere Anlage bei der Volksschule, eine weitere am Böhm-Haus sowie die große Anlage am neuen Bauhof.

Durch das Zusammenspiel von moderner Gebäudetechnik und erneuerbarer Energie setzt die Gemeinde auf mehr Komfort für Kinder und Nutzer der Räumlichkeiten sowie auf eine nachhaltige Energieversorgung.

Die Räumlichkeiten der Volksschule sind nun klimatisiert.

Die Räumlichkeiten der Volksschule sind nun klimatisiert.

© zVg

KURZ NOTIERT

Die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg steht im Mittelpunkt einer neuen Verkehrsregelung: In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Verordnung zur Einführung einer Schulstraße beschlossen. Damit soll insbesondere in den Morgenstunden für mehr Sicherheit im Bereich der Schule gesorgt werden.

Die Schulstraße gilt künftig von 7.15 bis 8 Uhr. Ergänzend dazu wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h vorgesehen. Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November. Bereits zu Schulbeginn sowie zu Jahresanfang wurden die Eltern über das Thema informiert.

Daheim in Kemeten

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Naturfreunde feiern

Die Naturfreunde Ortsgruppe Kemeten hat derzeit rund 70 Mitglieder und sind ein fixer Bestandteil im Vereinsleben von Kemeten. Gegründet 1976 von Gerhard Sommer, der das Amt des Obmanns bis 1989 inne hatte, wurden seit damals zahlreiche Projekte, wie der Bau der Naturfreundehütte, umgesetzt. Traditionelle Veranstaltungen wie das Osterschnapsen, dem Wandertag um den Nationalfeiertag oder der Ausstellung Kunst und Handwerk erfreuen sich großer Beliebtheit.

Die Naturfreundehütte wird gerne für private Feiern oder auch für Zeltlager genutzt. Es gibt auch ein einige Gruppen, die schon viele Jahre kommen und ein ruhiges Wochenende (kein Handyempfang) in der Hütte verbringen.

Mit einem neuen jungen Team kamen auch neue Ideen und so fand 2025 das erste Riesenwuzzler Turnier statt mit einer anschließenden Sonnwendfeier mit Live Musik und Lagerfeuer.

Im September fand zum 50 jährigen Jubiläum der Naturfreunde ein Frühschoppen statt der sehr gut besucht war und ausgiebig gefeiert wurde.

Die Naturfreunde haben ihren 50. Geburtstag gefeiert.

Die Naturfreunde haben ihren 50. Geburtstag gefeiert.

© Naturfreunde

KURZ NOTIERT

Die Bücherzelle hat einen neuen Standort: Sie ist vom Gemeindezentrum in die ehemalige Telefonzelle beim Dorfbrunnen übersiedelt und befindet sich nun mitten im Ortszentrum. A1 hatte der Gemeinde angeboten, die Telefonzelle weiterzuverwenden. Daraus entstand die Idee, sie als Bücherzelle zu nutzen. Hier können Bücher mitgenommen, getauscht und weitergegeben werden – ganz unkompliziert und für alle zugänglich.

Termine

4.12.: Nikolausfeier vor dem Gemeindezentrum

6.12.: Adventkonzert in der EvangelischenKirche

Daheim in Kemeten

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Serta – Schlafen wie im Luxushotel

Für Svetlana Ursachi beginnt gute Beratung nicht bei der Matratze, sondern beim Menschen. Wie schläft jemand? Was fühlt sich angenehm an? Und welche Wünsche soll das neue Bett erfüllen? Bei „More than Beds“ in Kemeten nimmt sie sich Zeit für genau diese Fragen – persönlich, aufmerksam und ohne Druck. Die Suche nach dem richtigen Bett kennt Ursachi aus eigener Erfahrung. Bei einem Bettenkauf merkte sie, wie schwierig es sein kann, eine gute Beratung zu finden.

Aus dieser Erfahrung entstand der Wunsch, es selbst anders zu machen: Menschen nicht einfach ein Bett zu verkaufen, sondern sie auf dem Weg zu erholsamem Schlaf zu begleiten. 2013 begann Ursachi als Quereinsteigerin in einem Wiener Bettenfachgeschäft. Dort entdeckte sie, wie viel Freude es ihr macht, Menschen bei dieser persönlichen Entscheidung zu unterstützen. 2018 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit.

Heute führt sie „More than Beds“ in Kemeten und bringt ihre Erfahrung in jedes Beratungsgespräch ein. Zeit zum Schauen, Fragen und Probeliegen Wer das Geschäft in Kemeten betritt, soll sich nicht gedrängt fühlen. „Bei mir darf man sich Zeit nehmen“, sagt Ursachi. Kundinnen und Kunden können Betten und Matratzen ausprobieren, verschiedene Designs und Stoffe ansehen und in Ruhe erzählen, was ihnen beim Schlafen wichtig ist. Dabei geht es nicht nur um Maße, Materialien oder Optik. Ein Bett soll zum eigenen Körper, zu den persönlichen Gewohnheiten und zum Zuhause passen. Gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden sucht Ursachi nach einer Lösung, die sich richtig anfühlt – und an der man lange Freude hat. Im Mittelpunkt steht dabei die Marke Serta. Das Unternehmen, gegründet 1931, ist weltweit bekannt. Besonders in der Hotellerie genießt Serta einen ausgezeichneten Ruf. Ihr Wunsch ist, dass man sich jeden Abend auf sein Bett freut. Ihr Motto bringt das auf den Punkt: „Schlafen wie im Luxushotel – aber bei dir zu Hause.“

In Kemeten nimmt sich die Bettenfachfrau bewusst Zeit für persönliche Gespräche und individuelle Wünsche. Wer ein neues Bett sucht, kann in entspannter Atmosphäre verschiedene Möglichkeiten kennenlernen und herausfinden, was wirklich passt. Bald ziehen bei „More than Beds“ neue Sofas ein. Die Marke verrät Svetlana Ursachi noch nicht – ein bisschen Vorfreude darf sein.

More than Beds

Svetlana Ursachi

Steinbrückl 1, 7531 Kemeten Tel. 0664 / 43 73 531

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