Der "Wally-Effekt" in Andau

2. liga nord

Die interne Lösung der Andauer hat den ersten Erfolg gebracht, nämlich einen 2:1-Sieg gegen Gols.

Michael Wally stand am Sonntag als Coach an der Seitenlinie, Brude Lukas glänzte als Spielertrainer am Feld.

Michael Wally stand am Sonntag als Coach an der Seitenlinie, Brude Lukas glänzte als Spielertrainer am Feld.

© Plattini

Am Sonntag der Vorwoche trennten sich die Andauer von Trainer Christian „Jumbo“ Bauer. Nur 7 Punkte aus 8 Partien, das war den Funktionären zu wenig.

Installiert wurde dann ein Trainer-Quartett. Kapitän Lukas Wally wurde zum Spielertrainer ernannt, Unterstützung bekommt er von Bruder Michael (er hat in der Vergangenheit auch die Videoanalysen gemacht), Routinier und Mittelfeldmotor Manuel Schopf sowie Reservecoach Gerhard Wodicka. Letzterer bleibt gerne im Hintergrund, hilft aber mit seinem Fachwissen aus.

Diese interne Lösung ist einmal bis zum Ende der Hinrunde fix, dann werde man einmal „weitersehen“.

Am Sonntag gaben dann die Wally-Brüder ihr Debüt in ihren neuen Funktionen. Lukas krempelte sofort die Ärmel hoch, ging energisch in alle Zweikämpfe und peitschte seine Mitspieler – ebenso wie Manuel Schopf – nach vorne.

Mit seinen erst 21 Jahren ist Michael Wally wohl der allerjüngste Coach einer Kampfmannschaft. Bruder Lukas mit 23 Lenzen wahrscheinlich der jüngste Spielertrainer.

Der erste Erfolg gab dem Andau-Experiment recht. Gegen Gols lag man zwar 0:1 hinten, konnte die Partie aber dank zweier Treffer von Norbert Füleki drehen. Mit einer Sonderportion an Lauf- und Kampfbereitschaft brachte man den Sieg in trockene Tücher.

Am Samstag um 18 Uhr geht die Fahrt nach Illmitz. „So ein Gegner ist immer gefährlich“, weiß Lukas Wally. „Wir werden uns aber sehr gut vorbereiten und wollen weiter anschreiben.“