Derby Aufholjagd: Raiding schnappt sich die Tabellenführung
1. Klasse Mitte
Das 2:0 als gefährlichstes Ergebnis - so auch im Derby der Nachbarn.
Zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff fiel das 0:1 – ausgerechnet nach der besten Halbzeit, die Raiding in diesem Jahr gespielt hatte. „Gute Energie, viele Chancen und richtig viel Leidenschaft“, sagt Trainer Anton Drabeck. Als kurz nach Wiederanpfiff auch noch das 0:2 folgte, hätte die Partie beim SC Unterfrauenhaid kippen können. Sie kippte – aber in die andere Richtung. „Was wir nach dem 0:2 gemacht haben, beeindruckt mich an meiner Mannschaft“, so Drabeck. „Wir haben nie den Kopf hängen lassen.“ Wenige Minuten später verkürzte Raiding, in der 71. Minute fiel der Ausgleich. Als Unterfrauenhaid in der 80. Minute zum vermeintlichen 3:2 traf, wurde das Tor aberkannt: Stürmer Rozsenich und Raidings Torwart waren zusammengekracht, der Schiedsrichter entschied auf gefährliches Spiel. In der 90. Minute schlug dann Drissa Yeo zu und besorgte das 3:2. Drabeck: „Drei schöne Treffer, ein absolut verdienter Sieg über 90 Minuten. Unterfrauenhaids Trainer Jürgen Eidler nahm die Niederlage mit Größe. „So bitter es ist, dass wir das Derby verlieren und die Chance auf den vorläufigen ersten Platz verspielten: Wir haben zu Unrecht 2:0 geführt, Raiding war gefährlicher und stärker.“ Vor allem Alex Engel und Drissa Yeo hätten einen Sahnetag erwischt. Dazu kam ein kluger Schachzug der Gäste: Leistungsträger David Földvarszki wurde in Manndeckung aus dem Spiel genommen. Unterm Strich sei es ein sehenswertes, tempobetontes Derby und „eine super Werbung für die 1. Klasse Mitte“ gewesen, mit einem unglücklichen Ausgang – verdient für Raiding, aufgrund des Spielverlaufs mit der 2:0-Führung aber etwas unglücklich.