Deutschkreutz ärgerte sich spät über den verpassten Sieg

Burgenland Energie Landesliga

Deutschkreutz drehte einen Rückstand gegen Leithaprodersdorf, musste sich in einer spannenden Schlussphase aber dennoch über einen späten Ausgleichstreffer ärgern.

David Thumberger (l.) traf gegen Leithaprodersdorf zum zwischenzeitlichen 2:1.

David Thumberger (l.) traf gegen Leithaprodersdorf zum zwischenzeitlichen 2:1.

© BVZ/Strodl

Deutschkreutz - Leithaprodersdorf 2:2. Leithaprodersdorf erwischte den besseren Start, während sich Deutschkreutz noch finden musste. Lukas Godovitsch musste unter der Woche krankheitsbedingt w.o. geben, wofür Eric Neubauer in die Startelf und Gabor Nagy in die Innenverteidigung rutschte. Aufgrund der Leithaprodersdorfer Spielanlage beordete Deutschkreutz-Cheftrainer Mike Hartl seine Außenverteidiger außerdem auf tiefstehendere Positionen. Nach gut 20 Minuten begannen die Hausherren dann mit dem Fußballspielen. Mehr als Halbchancen hüben wie drüben sprangen dabei aber nicht heraus.

Mit Ausnahme kurz vor der Pause, als die Gäste einen Handelfmeter zugesprochen bekamen. Bruno Horvath hatte dabei seinen großen Moment, weil er gegen Levi Markhardt lange stehen blieb und schlussendlich parierte. „Dieses Momentum wollten wir nutzen, weil sie in ihrer Situation fast schon mussten“, hatte Hartl den Plan, an seinem Matchplan nichts zu verändern. Der musste aber spätestens dann adaptiert werden, als Nemanja Radivojevic aus der Distanz abzog und ins kurze Eck traf. „Wir haben dann die Chancen gehabt, ein zweites Tor draufzusetzen, haben es aber nicht getan“, ärgerte sich Leithaprodersdorfs Trainer Mario Santner. Der hatte Radivojevic für Jonah Koch als Linksverteidiger spielen lassen. Und Stephan Heiss erhielt nach langen Monaten wieder einmal einen Platz in der Startelf, weil Santner Tobias Beran trotz abgesessener Sperre auf der Bank Platz nehmen ließ und der sich dort mit Gergö Fönyedi wiederfand.

Was nach dem Rückstand folgte, freute den Deutschkreutzer Übungsleiter besonders. Unter seiner Leitung gelang es seinem Team noch kein einziges Mal, einen Rückstand zu drehen. Der Mann, der sich dafür verantwortlich zeigte, dass dies überhaupt möglich war, war wie so oft in den letzten Monaten Tobias Gager. Der übernahm einen hohen Ball mustergültig direkt und zimmerte seinen Volley in die Maschen. „Das war Marke Traumtor, das uns auch beflügelt hat“, sagte Hartl. Zehn Minuten später staubte David Thumberger einen Stangenkopfball von Joker Istvan Fabiankovits ab.

Mihalits kam, traf und ging

In der 89. deutete eigentlich sehr vieles auf den zweiten Deutschkreutzer Heimsieg in Serie hin. Dann kam es zu einer kurzen Unterbrechung, bei der Hartl beim Referee nachfragte, wieso es denn fünf Minuten Nachspielzeit geben würde. Eine zufriedenstellende Antwort bekam er allerdings nicht. „Gegen Eberau haben sie in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt und jeder weiß, dass sie bei langen Bällen immer gefährlich werden können“, ahnte Hartl nichts Gutes. Seine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr, weil Verteidiger Julian Mihalits, den man 94 Minuten bei ruhenden Bällen gut im Griff hatte, einmal entwischte und einnicken konnte. Kurz darauf wurde Mihalits ausgeschlossen, weil er Ex-Leithaner Benjamin Petö im Angriff stoppte.

„Ich kann ihnen von der Moral und der Leistung nichts vorwerfen. Umso mehr ärgert es mich im Gesamtpaket, dass wir in einer Situation, wo wir wissen, dass sie gefährlich sind, einen Treffer kassieren, obwohl die Partie eigentlich nicht mehr stattfinden hätte dürfen“. kritisierte Hartl, der auf beiden Seiten eine äußerst schwache Leistung des Schiedsrichter-Trios beobachte. „Das soll aber keine Ausrede sein, den Treffer haben trotzdem wir kassiert.“

Deutschkreutz ist schon das sechste Ligaspiel in Folge gegen Leithaprodersdorf ungeschlagen, hat zuletzt im September vor drei Jahen verloren. „Die Partien gegen Deutschkreutz sind immer interessant. Mich ärgert aber, dass wir es nicht geschafft haben, den Sack zuzumachen. Uns fehlt momentan das Killergen“, sagte Santner.

Statistik

Deutschkreutz - Leithaprodersdorf 2:2 (0:0).- Tore: 0:1 (53.) Radivojevic, 1:1 (78.) Tobias Gager, 2:1 (89.) Thumberger, 2:2 (90+5., Mihalits).
Gelb-Rote Karte: (90+5, Foulspiel) Mihalits.
SR: Gruber.- 300.
Deutschkreutz: Horvath; Stutzenstein, Lipowsky, Nagy, Tröscher; Tobias Gager, Eric Neubauer (76. Fabiankovits); Petö, Thumberger, Fellinger (67. Osze); Luca Treiber.
Leithaprodersdorf: Haberl; Simeon Markhardt, Mihalits, Ehrnhofer; Radivojevic; Dinhof, Schühler (76. Fönyedi); Stephan Heiss (59. Beran), Hauser; Kustor, Levi Markhardt.
Reserve: 0:2 (Dillinger 2, davon ein Elfer).